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Schmerztherapie bei Kniegelenkimplantation: Effektive Analgesie verbessert Therapieerfolg

02.05.2012 -

Eine effektive Schmerztherapie vor, während und nach einer Kniegelenkimplantation verbessert den Therapie- und den Rehabilitationserfolg. Das ist das Fazit einer interdisziplinären Expertenempfehlung, die auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 60. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V. in Baden-Baden vorgestellt wurde.

Die Analgesie ist Voraussetzung für die schnelle Mobilisierung des Knies nach der Operation und beeinflusst somit das spätere Rehabilitationsergebnis. „Wichtig ist eine kontinuierliche, stabile und ausreichende Schmerzlinderung, wie sie mit oralen, starken, retardierten Opioiden erzielt werden kann", sagt Prof. Jan Zöllner, Friedrichsdorf. Dabei sei eine Dauermedikation einer reinen Bedarfsmedikation vorzuziehen. Das bestätigt eine von Zöllner durchgeführte, nicht-interventionelle Beobachtungsstudie [1]. Demnach empfiehlt es sich, die Patienten auf ein starkes Opioid, zum Beispiel die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin), einzustellen.

Zur Entzündungshemmung werden zusätzlich Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) gegeben. „Aufgrund der Organtoxizität von NSAR muss allerdings hier eine indikationsspezifische zeitliche Beschränkung beachtet werden", betont Dr. Cordelia Schott, Essen. Als Anästhesieverfahren während der Kniegelenkimplantation empfiehlt Dr. Andreas Eichler, Karlsbad-Langensteinbach, eine regionale Anästhesie mit einem peripheren Doppelkatheterverfahren. Während der Rehabilitation können sich die Schmerzen durch die Belastung des Knies verstärken. „Daher ist die Fortführung einer stark wirksamen und gut verträglichen Schmerztherapie während der Rehabilitation ein entscheidender Faktor für den weiteren Behandlungserfolg", so Prof. Diethard M. Usinger, Bad Camberg. Um diesen Behandlungserfolg für die Patienten zu gewährleisten, fordern die Autoren der Expertenempfehlung die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller behandelnden Ärzte.

Die Expertenempfehlung „Schmerztherapie bei Kniegelenkersatz" kann kostenlos über die Faxnummer 06431 / 701 433 angefordert werden und steht im Fachkreise-Bereich von www.mundipharma.de (Rubrik „Schmerztherapie/Service") zum Download zur Verfügung.

Quellen:

Pressekonferenz „Schmerzen lindern, Mobilität wiederherstellen, Lebensqualität verbessern - Eine Expertenempfehlung zur Schmerztherapie bei Kniegelenkimplantation", veranstaltet von Mundipharma am 28. April 2012 in Baden-Baden

Expertenempfehlung „Schmerztherapie bei Kniegelenkersatz", 2012

[1] Zöllner J.: Vortrag auf der 59. Jahrestagung der Süddeutschen Orthopäden und Unfallchirurgen, Baden-Baden, 29.04.2011.

Autoren der Expertenempfehlung:

  • Dr. Andreas Eichler, Facharzt für Anästhesiologie, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach
  • Dr. Claus Oppermann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Bad Schwalbach
  • Dr. Cordelia Schott, Fachärztin für Orthopädie und spezielle Schmerztherapie, Essen, Präsidentin der Interdisziplinären Gesellschaft für orthopädische / unfallchirurgische und allgemeine Schmerztherapie e.V. (IGOST)
  • Prof. Dr. Diethard M. Usinger, Facharzt für Orthopädie, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Osteologie, MEDIAN Hohenfeld-Kliniken, Bad Camberg
  • Prof. Dr. Jan Zöllner, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Friedrichsdorf, Sektion Endoprothetik am Bürgerhospital in Friedberg; Leiter der Sektion Endoprothetik, SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach

 

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