08.10.2012
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Smartphones und Tablet PCs erobern Krankenhäuser

Bereits 26 Millionen Deutsche nutzen Smartphones und Tablet PCs. Sowohl im privaten, als auch im beruflichen Umfeld werden diese Geräte immer beliebter. Längst sind sie auch im medizinischen Bereich angekommen - insbesondere bei jungen Medizinern. Sie ermöglichen schnellen Zugriff auf Dokumente und eine gute Dokumentation von operativen Eingriffen und Therapien.

Das Alltagsleben vieler Menschen ist stark von Smartphones und anderen Mobilgeräten geprägt. Auch Ärzte nutzen die Möglichkeiten dieser neuen Technologien immer häufiger, um Patienten schneller und effektiver zu behandeln . „Die Geräte ermöglichen es, überall und zu jeder Zeit gezielt Informationen in Text und Bild abzurufen", erläutert Prof. Dr. med. Florian Gebhard, Ärztlicher Direktor der Klinik für Unfall- Hand- Plastische und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Ulm. Im Krankenhausalltag sei es ebenfalls erforderlich, in Notfallsituationen oder während der Behandlung von Patienten rasch auf schriftliche Daten oder Bilddaten der Patienten zurückzugreifen, um die Behandlung der Patienten individuell anpassen zu können. Die moderne Konferenztechnik ermöglicht zudem eine schnelle Abstimmung zwischen Experten unterschiedlicher Kliniken und somit einen bessere Behandlungserfolg.

„Voraussetzung für die tägliche Nutzung von Smartphones und Tablett-PCs im Klinikalltag ist jedoch die Integration in das Krankenhausinformationssystem, die Verfügbarkeit von WLAN im Krankenhaus und die technische Sicherheit der Applikationen", erklärt Gebhard. In den letzten Jahren stieg die Zahl von Softwareentwicklungen für den mobilen Zugriff auf Röntgenbilder und Befunde der Patienten. „Praxistests haben jedoch gezeigt, dass in Abhängigkeit der Gerätegröße, der Displayauflösung und der darauf laufenden Applikationen die Nutzer den Systemen unterschiedlich positiv gegenüberstehen", so Gebhard. Oft entscheide eine zu kleine Schriftgröße oder eingeschränkte Bedienbarkeit über die Nutzungsmöglichkeiten derartiger Geräte.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer mobilen Patientenbetreuung mittels Bildverfügbarkeiten ist auch die Einrichtung sogenannter Hyprid-OPs - kombinierter Operationssäle, in denen mit bildgebenden Verfahren während des Eingriffs die Diagnose ermöglicht wird.

Diese seien ein wichtiger Ausgangspunkt für zunehmend mobile Lösungen, meint Gebhard und betont: „Eine nahezu papierlose Patientenbetreuung mit ständiger Verfügbarkeit aller nötigen Behandlungsdaten ist damit künftig möglich."

 

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