Gesundheitspolitik

Tarifverhandlung an der Universitätsmedizin Rostock und Greifswald unterbrochen

08.05.2013 -

Die Tarifverhandlung über die Arbeitsbedingungen und Vergütung der Ärzte an der Universitätsmedizin Rostock und Greifswald sind ergebnislos unterbrochen worden.

Die Arbeitgeber hatten der zuständigen Ärztegewerkschaft, dem Marburger Bund, ein erstes Angebot unterbreitet. Die Universitätsstandorte haben sich in diesem bereit erklärt, den erst vor wenigen Wochen abgeschlossenen Manteltarifvertrag zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und dem Marburger Bund für die Universitätskliniken Deutschlands eins zu eins zu übernehmen. Der Manteltarifvertrag regelt die Arbeitsbedingungen, umfasst aber auch verbesserte Regelungen zu Wochenendzuschlägen und der Entwicklungsstufen von Gehältern.

Der Ärztegewerkschaft wurde darüber hinaus eine lineare Gehaltssteigerung in Höhe von 1,4 % und 1,9 % jeweils zum Juli 2013 und 2014 bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Dies wurde auch mit der überdurchschnittlichen Gehaltsentwicklung der letzten sieben Jahre begründet. Die Gehälter der Ärzte haben sich seit 2006 um bis zu 92 % erhöht.

Die Universitätsmedizin verwies bei diesem Angebot auf den in der Vergangenheit langjährig geübten Gehaltsverzicht des übrigen Personals. Dieser Verzicht hat laut Gunter Gotal, dem Kaufmännischen Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald, die positive Entwicklung der Universitätsstandorte erst möglich gemacht.

Die Vertreter des Marburger Bundes lehnten es ab, das Angebot überhaupt zu erörtern. Gunter Gotal weist darauf hin, dass das Gespräch sofort wieder aufgenommen werden könne, es müsse aber auch über die Solidarität der anderen Beschäftigten und einem entsprechenden Beitrag der Ärzte gesprochen werden dürfen. Vom Marburger Bund darf erwartet werden, dass man die schwierige Lage der Universitätsmedizin in Deutschland, insbesondere aber kleinere Einrichtungen wie Rostock und Greifswald, entsprechend würdigt.

 

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