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Teleradiologie-Netzwerk vom TÜV Süd zertifiziert

12.04.2011 -

Das Teleradiologie-Netzwerk reif & möller diagnostic-network- es ist das derzeit größte radiologische Fernbefundungsnetz Deutschlands - ist von der TÜV-Süd Management Service GmbH zertifiziert worden. Damit wird ein neuer Standard in der Telemedizin eingeführt.

Über 50 deutsche Krankenhäuser werden außerhalb der Kernarbeitszeit von einem Teleradiologen fernbetreut. Schwerverletzte und Schlaganfälle, die Hauptklientel in den Abendstunden eines Krankenhauses, können somit außerhalb der Dienstzeit des Krankenhaus-Radiologen mit einem Röntgen-Computertomographen untersucht werden.

Als ein „Zeichen für Professionalität, Zuverlässigkeit und gleichbleibende hohe Qualität", wertet die Deutsche Gesellschaft für Teleradiologie den Schritt in die Zertifizierung des teleradiologischen Verbundnetzes. Zertifiziert wurde das 50 Krankhäuser umfassende Netzwerk „reif & möller diagnostic-network ag" in Dillingen / Saar nach DIN EN ISO 9001:2008. Das Verbund-Konzept eines Qualitätsmanagements, seine Ablauforganisation und wertschöpfende Prozesse seien sehr weit gediehen und somit zertifizierungsfähig gewesen, sagt die im Auftrag von TÜV-Süd Management Service GmbH tätige Auditorin Marie Rau. Die reif & möller diagnostic-network ist die erste vom TÜV-Süd zertifizierte Teleradiologie in Deutschland.

Dass sich der Weg in die Zertifizierung lohnt, auch wenn sie gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, davon ist der Teleradiologe von der diagnostic-network ag, Dr. Torsten Möller, überzeugt. „Wir wollten überprüfen, ob unser Qualitäts-Managementsystem den modernen Anforderungen gerecht wird", begründet er den recht aufwendigen Schritt in die Zertifizierung. Resultat: Organisation und

Arbeitsabläufe konnten optimiert, die Struktur gefestigt werden. Insbesondere die Einhaltung der vielgestaltigen gesetzlichen Bestimmungen in einem hochgradig komplexen Teleradiologie-Netzwerk sei nun lückenlos möglich geworden. Möller. „Wir sind nun auf der sicheren Seite, uns fällt keine gesetzliche Auflage unter den Tisch."

„Da lauern Fallstricke, mit denen man einfach nicht rechnet"

Wer in die Teleradiologie einsteigt, und seien es nur zwei miteinander kooperierende kleine Krankenhäuser, verirrt sich schnell im Labyrinth der Bestimmungen. „Da lauern Fallstricke", betont Möller, „mit denen man einfach nicht rechnet." Er könne nur jedem teleradiologischen Verbund empfehlen, sich zertifizieren zu lassen. Das Regelwerk zu einem Qualitätsmanagementsystem sei keineswegs ein überflüssiges bürokratisches Monster, sondern stelle quasi einen „neuen Goldstandard in der Tele-Radiologie" dar.

Die Zertifizierung kommt zur rechten Zeit. Denn immer mehr deutsche Krankenhäuser steigen in den radiologischen CT-Bereitschaftsdienst, am Abend, Wochenende und Feiertag mittels Teleradiologie ein. Das wurde auch auf dem 1. Nationalen Fachkongress Telemedizin, der "Telemed" 2010 in Berlin, deutlich. Während man noch über die Modalitäten einer kardiologischen oder internistischen telemedizinischen Überwachungen disputierte, war man sich über den hohen Stellenwert der Teleradiologie weitgehend einig. Offensichtlich ist der Facharztmangel bei den großen Krankenhausverbünden angekommen, dem man mit der Teleradiologie begegnen will.

Dass die Teleradiologie auch einen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit an Krankenhäusern leisten kann, belegt eine Studie. Danach könnte ein Krankenhaus über 40.000 Euro im Jahr einsparen, wenn es sich eines modernen teleradiologischen Bild- und Personalmanagements bediente, so das Resultat der Studie „Verbundlösung für die rechenzentrumgestützte Teleradiologie". Bei der Analyse wurde von 350 teleradiologischen Befunden pro Jahr ausgegangen, also etwa einem CT pro Tag ( „Das Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen", Berlin 2007, ISBN 978-3-00-023013-4 ).

Kontakt

reif & möller diagnostic-network AG

Werkstraße 13
66763 Dillingen

+49 6831 76991 0
+49 6831 76991 40

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