Aus den Kliniken

Traumanetzwerk Hamburg wird zertifiziert

18.10.2011 -

Im Traumanetzwerk Hamburg arbeiten zwölf Krankenhäuser aus Hamburg und der Region zusammen. Ziel des Netzwerkes ist es, Patienten vom Unfallort möglichst schnell in ein passendes Krankenhaus zu bringen.

Die Krankenhäuser des „Traumanetzwerks Hamburg" haben gemeinsame Kriterien für die Aufnahme und Weiterverlegung von Patienten sowie einheitliche Behandlungsabläufe und spezielle Weiterbildungen eingeführt. Über so genannte Trauma-Handys tauschen sie Informationen über Kapazitäten und Versorgungsmöglichkeiten aus. So kann im Idealfall noch an der Unfallstelle geklärt werden, welche Klinik der Rettungsdienst anfahren soll.

Auch die Ausstattung, beispielsweise im so genannten Schockraum, wurde standardisiert. Die Richtlinien dafür gibt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) vor, geprüft hat sie die Zertifizierungsgesellschaft DIOcert.

„Durch das Netzwerk können wir die flächendeckende Versorgungsqualität von Schwerverletzten erhalten und verbessern", sagt Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Lehmann, Sprecher des Netzwerks und Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

„Für die Hamburger Gesundheitsbehörde ist ein wichtiges Anliegen, die Not- und Unfallversorgung in der Metropolregion sicher zu stellen. Wir freuen uns daher sehr, dass die am Traumanetzwerk Hamburg beteiligten Kliniken zum Wohle der betroffenen Patientinnen und Patienten in der Versorgung von Schwerverletzten so engagiert zusammen arbeiten", sagt Elke Huster-Nowack, Leiterin Versorgungsplanung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Freie und Hansestadt Hamburg.

„Um alle Schwerverletzten rund um eine Millionenstadt wie Hamburg bestmöglich zu versorgen, müssen viele Traumazentren eng und abgestimmt zusammenarbeiten. Die am Hamburger Traumanetz beteiligten Krankenhäuser haben die Voraussetzungen dafür in den vergangenen Monaten optimiert", sagt Annette Künzel, Geschäftsführerin Zertifizierungsgesellschaft DIOcert, Mainz. „Die Schaffung eines Traumanetzwerkes in und für die Region Hamburg zeigt die Bereitschaft der beteiligten Kliniken die bereits auf hohem Niveau stattfindende gegenwärtige Behandlung schwerverletzter Patienten weiter zu optimieren und durch die enge Zusammenarbeit neue Impulse für die Akut- und Weiterbehandlung Polytraumatisierter zu geben", sagt Priv.-Doz. Dr. Christian Kühne, Leiter Geschäftsstelle des Arbeitskreises Umsetzung Weißbuch/Traumanetzwerk (AKUT) der DGU, Marburg

 

Kontakt

UKE Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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