Aus den Kliniken

Universitätsklinikum Jena: Positives Jahresergebnis in 2012

17.05.2013 -

Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) trotzt dem bundesweiten Trend: Mit einem positiven Jahresergebnis von über 1,6 Mio. € für das Jahr 2012 gelang es erneut, schwarze Zahlen zu schreiben.

Dieses Ergebnis sei in erster Linie ein Verdienst der 4.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des einzigen Universitätsklinikums im Freistaat Thüringen. So seien etwa interne Abläufe und Strukturen überprüft und verbessert worden, ein Beispiel ist die Aufgabenverteilung zwischen Ärzten und Pflegern. Diese Entwicklung werde nun weiter ausgebaut, kündigte der Vorstand des UKJ im Vorfeld des UKJ-Jahresempfangs an. Insgesamt wurden 2012 über 52.500 Menschen am UKJ stationär behandelt. Das sind rund 1.000 Patienten mehr als im Vorjahr.

Innovation, Spezialisierung sowie landesweite Kooperation und Vernetzung: Auch diese Faktoren haben zur positiven Entwicklung des UKJ beigetragen, erklärt Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinischer Vorstand und Sprecher des UKJ-Vorstandes. „Als Universitätsklinikum ist es unsere Aufgabe, den Patientinnen und Patienten Zugang zum medizinisch-technischen Fortschritt in Diagnose und Therapie zu ermöglichen."

Als Beispiele nannte Prof. Höffken die Neurochirurgie des UKJ, in der seit 2012 ein neues Verfahren zur Behandlung von Hirntumoren angewandt wird oder die zusätzliche Intermediate-Care-Station (IMC): Auf dieser neuen Station stehen seit dem vergangenen Dezember 21 zusätzliche Betten für die Patientenversorgung zur Verfügung. Die IMC-Station ist ein Bindeglied zwischen den Intensivstationen und den normalen Stationen. In der Regel werden dort Patienten versorgt, die nicht mehr beatmet werden müssen, aber dennoch zunächst intensiv überwacht werden müssen. In der Kinderradiologie des UKJ in der Innenstadt steht zudem seit dem letzten Jahr ein spezielles Inkubatorsystem zur Verfügung, mit dem auch sehr schwache Frühgeborene im MRT untersucht werden können.

Investitionen in die Patientenversorgung

Diesen Weg der patientenorientierten Spezialisierung werde das UKJ nun fortsetzen, so Höffken. Etwa in Form medizinischer Infrastruktur, wie mit dem im April 2013 eröffneten Tomotherapiegerät zur schonenden und präziseren Bestrahlung krebskranker Patienten oder durch noch engere interdisziplinäre Zusammenarbeit der Experten am UKJ. Aktuell laufen die Vorbereitungen zur Etablierung eines Gefäßzentrums und eines Lungenzentrums am UKJ, so Höffken weiter.

Dr. Brunhilde Seidel-Kwem, Kaufmännischer Vorstand des UKJ, betont: „Beispiele wie die IMC-Station oder das neue Tomotherapiegerät zeigen, dass wir positive Jahresergebnisse direkt einsetzen, um die Qualität in der Patientenversorgung weiter auszubauen." Alleine für die IMC-Station investierte das UKJ 2,6 Mio. € und weiter für das Tomotherapiegerät rund 2,7 Mio. € aus eigenen Mitteln. Dr. Seidel-Kwem weist trotz des positives Jahresergebnisses aber auch auf die strukturellen Herausforderungen der Gesundheitswirtschaft und speziell der Krankenhäuser hin: „Die Schere zwischen der Leistungs- und Kostenentwicklung und deren Finanzierung hat sich nicht geschlossen. Ergebnisse der Tarifabschlüsse oder auch gestiegene Energiepreise werden nicht ausreichend finanziert. Daher müssen wir auch weiterhin nach Wegen suchen, unsere Ergebnisse auszubalancieren ohne dass darunter Patientenversorgung, Forschung und Lehre leiden."

Einen wichtigen Beitrag hierzu wird der Neubau des 2. Bauabschnittes in Lobeda leisten, der die Patientenversorgung (mit Ausnahme der Psychiatrie) an nur einem Standort konzentriert. So stehe die Auftragsvergabe an einen Generalunternehmer (GU) für den zweiten Bauabschnitt am Standort in Lobeda kurz vor dem Abschluss. Der Erdaushub für die noch in diesem Jahr beginnenden Bauarbeiten sei schon abgeschlossen. Bereits 2012 wurde der Haupteingang in Lobeda verlegt. Die geförderten Gesamtprojektkosten incl. Finanzierung waren mit 372 Mio. € projektiert. Nach vorläufigen Ergebnissen belaufen sich diese Kosten nunmehr auf 316 Mio. €. Dieses Ergebnis wurde trotz steigender Baupreise wegen der Verhältnisse am Kapitalmarkt erzielt. Der Eigenanteil des UKJ bleibt mit 85 Mio. € unverändert.

Das Bauprojekt ist in zwei Phasen unterteilt, die Fertigstellung für die Jahre 2016 (Phase 1) und 2018 (Phase 2) geplant. Das Ergebnis der Ausschreibung werde natürlich mit Abschluss des Vertrages bekanntgegeben, so Dr. Seidel-Kwem. Bislang sind noch mehrere Kliniken des UKJ über das Stadtgebiet verteilt.

Erfolgreiche Entwicklung in Forschung und Lehre

Mit dem 2. Bauabschnitt wird es zukünftig auch neue Flächen für Forschung und Lehre geben. Angesichts steigender Drittmittel der Medizinischen Fakultät sei dies auch dringend nötig, betont der der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Klaus Benndorf: „2012 konnten wir 24,6 Millionen Euro für Drittmittelprojekte aufwenden, acht Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Damit finanzierten wir 380 Arbeitsplätze. Diese erfreuliche Entwicklung stellt jedoch noch zusätzliche Anforderungen an die Infrastruktur." Die 2011 begonnene Reformierung des Medizinstudiums, die künftig im 2. Studienabschnitt die Wahl einer der drei Neigungslinien Klinik-orientierte, Ambulant-orientierte oder Forschungs-orientierte Medizin vorsieht, wurde wesentlich vorangetrieben. „Es ist unser erklärtes Ziel, dass im Wintersemester 2014/15 der erste Jahrgang nach dem neuen Curriculum studieren kann, das unseren Absolventen den Einstieg in den Arztberuf erleichtern wird", so Benndorf.

 

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