Aus den Kliniken

VAMED und UK-SH: ein Jahr erfolgreiche Zusammenarbeit bei der IT

05.04.2011 -

Als erstes Krankenhaus in Deutschland hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) vor einem Jahr seine gesamte IT in Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft neu organisiert. Ziel war es, die Qualität der IT-Dienstleistungen und Ausstattung den Anforderungen der medizinischen Exzellenz von Schleswig-Holsteins einzigem Maximalversorger anzupassen.

Das mit mehr als 70 Kliniken und Instituten größte Universitätsklinikum im Norden Deutschlands stand - wie viele andere Krankenhäuser auch - mit seiner IT vor der Frage, wie in Zukunft verbindliche Service-Standards garantiert und die Hardware kontinuierlich erneuert werden können. Und zwar zu überschaubaren und aufwandsgerecht verteilten Kosten. „Den besonderen Anforderungen des IT-Marktes kann eine Dezernatsstruktur nur bedingt gerecht werden", sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UK S-H. „Nach eingehender Markterkundung haben wir uns entschieden, neue Wege zu gehen und zwei IT-Servicegesellschaften zu gründen." In der UK S-H Gesellschaft für Informationstechnologie mbH (GfIT) wurde die Hard- und Softwareausstattung gebündelt, und der UK S-H Gesellschaft für IT-Services (IT SG) wurden sämtliche IT-Dienstleistungen übertragen. An beiden Gesellschaften sollten erfahrene Partner aus der Privatwirtschaft mit 49% beteiligt werden.

Durch eine europaweite Ausschreibung wurde das Bieterkonsortium aus VAMED Deutschland und Carus als Partner ausgewählt. In deren Verantwortung liegt nun der sichere IT-Betrieb am UK S-H einschließlich aller PC-Arbeitsplätze, Netzwerke, Rechenzentren und zentralen Systeme, das Begleiten von IT-Projekten sowie die regelmäßige Erneuerung der Hardware. Die IT-Strategie und die Fortschreibung des IT-Rahmenkonzepts obliegt der ebenfalls neu geschaffenen Stabsstelle IT des UK S-H. Durch diese Lösung verbleibt die IT-Kompetenz nicht nur im Klinikum, sondern wird mit Hilfe des privaten Partners sogar noch erweitert.

Anfangs galt es zunächst, die IT-Abteilung mit ihren etwa 65 Mitarbeitern in ein modernes Unternehmen zu überführen. Hierzu mussten die entsprechenden Strukturen geschaffen, Verantwortlichkeiten festgelegt und Schnittstellen geklärt werden. Dabei brachte VAMED Deutschland ihre Erfahrungen aus der Gründung vergleichbarer Servicegesellschaften ein und legte dementsprechend großen Wert darauf, die Beschäftigten umfassend einzubeziehen, mitzunehmen und zu motivieren. Die dadurch entstandene Aufbruchstimmung erleichterte es, die weiteren Herausforderungen zu bewältigen.

Für die rund 8.000 IT-Anwender im UK S-H konnte die GfIT schon bald erste spürbare Verbesserungen erzielen. Wichtigster Meilenstein hierfür war die Schaffung eines Service Desk mit erweiterter Erreichbarkeit und die Etablierung eines professionellen Servicemanagements einschließlich entsprechender Tools, Standards (SLA) und Dokumentationen sowie den dazugehörigen Mitarbeiter-Schulungen. Gleichzeitig definierte die GfIT zusammen mit dem UK S-H einen Lebenszyklus für die IT-Hardware: Demnach werden PCs, Monitore und Laptops alle fünf Jahre sowie Server und Storages alle sieben Jahre ausgetauscht. Mittlerweile wurden bereits etwa 800 der insgesamt gut 5.000 PCs durch moderne Geräte ersetzt.

Darüber hinaus gelang es der GfIT, erste Aufträge von Drittkunden zu akquirieren und damit zusätzliche Einnahmen zu erzielen, wodurch sie sich auch wirtschaftlich auf Kurs befindet. Insgesamt hat die GfIT die ersten Erwartungen voll erfüllt. Dennoch wird sie sich darauf nicht ausruhen. Die nächsten Herausforderungen stehen bereits bevor: die Zertifizierung des Qualitätsmanagement-Systems, dessen Handbuch auf Wikipedia basiert, der Austausch weiterer IT-Hardware, der Ausbau des Drittgeschäfts und die Planung des Neubaus eines Rechenzentrums. Auch diesen Aufgaben will sich das mittlerweile eingeschworene Team weiter mit großem Engagement widmen.

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