Aus den Kliniken

Verbesserter Patientenschutz während der Strahlenbehandlung

15.03.2022 - Die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden setzt auf Echtzeit-Monitoring während der Behandlung.

Mit dem Integral Quality Monitor (IQM) System der Firma iRT Systems GmbH aus Koblenz kann das Team die Behandlungsgenauigkeit in Echtzeit überwachen und Qualitätssicherungsmaßnahmen effizienter durchführen.

„Mit dieser Methode werden zusätzliche, aufwendige Messungen mit körperähnlichen Phantomen für die patienten-spezifische Qualitätssicherung in vielen Fällen überflüssig“, erklärt Prof. Christian Richter, Leiter der Medizinischen Strahlenphysik. Das IQM System überwacht als weltweit erstes System den Therapiestrahl während der Patientenbehandlung und kann bei Abweichungen automatisch die Bestrahlung unterbrechen. „Mit diesem System können wir die Verabreichung der Strahlendosis genau überwachen und bieten unseren Patienten somit einen noch besseren Schutz“, sagt Prof. Esther Troost, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie in Dresden. „Sollten Fehler in den hochkomplexen Bestrahlungsgeräten auftreten, so soll das Gerät zukünftig automatisch angehalten und die Patientenbehandlung sofort abgebrochen werden“ ergänzt sie.

„Das IQM System wurde in enger Kooperation mit weltweit führenden Strahlentherapien entwickelt“, sagt Jürgen Oellig, Geschäftsführer der iRT Systems GmbH. „Wir sind stolz darauf mit der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Dresden eine der führenden deutschen Strahlentherapien zu unseren Anwendern zählen zu dürfen und freuen uns sehr auf eine gute Zusammenarbeit.“

Moderne und hochwirksame Therapiemethoden können mit dem IQM System sicher und schonend eingesetzt werden. Im Zuge der Modernisierung der Bestrahlungsgeräte in der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie wurde das IQM System bereits in zwei neuen Geräten integriert, weitere folgen in Kürze. Durch die automatische Qualitätskontrolle des IQM Systems werden weitere aufwändige Prüfmethoden ersetzt. „Das bedeutet wiederum, dass mehr Patientinnen und Patienten in der gleichen Zeit bestrahlt werden können. Dies gibt uns die Möglichkeit, unser Angebot stetig zu verbessern und noch mehr Patienten eine hochmoderne Therapie zu ermöglichen“, so Stefan Pieck, Administrativer Direktor der Klinik, der zusammen mit Prof. Troost den aktuellen Austausch der Linearbeschleuniger koordiniert.

„Die Hochschulmedizin Dresden ist sehr froh, starke Partner an ihrer Seite zu wissen. Dieses Netzwerk macht es immer wieder möglich, die Patientenversorgung zu verbessern und weiter zu modernisieren. Das Beispiel aus der Strahlentherapie beweist hervorragend, welche Wirkung wir gemeinsam erzielen können – dies zum Wohle der Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.

Die neue Gerätegeneration bietet zahlreiche Vorteile. So kann die Klinik mit den neuen Linearbeschleunigern mehr stereotaktische Bestrahlungen ermöglichen, die hochwirksam und gleichzeitig für die Patienten gut verträglich sind. „Bei dieser Therapieform treffen die Behandlungsstrahlen aus verschiedenen Winkeln in großer Präzision punktgenau auf den Tumor“, sagt Prof. Mechthild Krause, die gemeinsam mit Prof. Troost die Klinik leitet. Die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie werden täglich rund 200 Patientinnen und Patienten mit Photonen und Protonen behandelt. Bei etwa 100 Patienten kommt die automatische Qualitätskontrolle des IQM Systems bereits täglich zum Einsatz und ab Frühjahr 2022 kommt ein weiteres Gerät mit Echtzeit-Monitoring hinzu.

Kontakt

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus ­Dresden

Fetscherstr. 74
01307 ­Dresden
Deutschland

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+49 351 458 4340

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