Gesundheitspolitik

ver.di ruft im Tarifkonflikt bei den Unikliniken zur Urabstimmung auf

24.04.2012 -

Die ver.di Tarifkommission für die Unikliniken hat heute Mittag in Stuttgart einstimmig beschlossen, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären und die Mitglieder zur Urabstimmung aufzurufen. Diese wird ab Ende dieser Woche bis zum 4. Mai durchgeführt. Für den Aufruf zu einem unbefristeten Streik ist eine Mehrheit von 75% der Gewerkschaftsmitglieder nötig. Das Ergebnis der Urabstimmung wird am Nachmittag des 4. Mai mitgeteilt. Danach kann zu einem Erzwingungsstreik aufgerufen werden. ver.di reagiert damit auf das Angebot der Arbeitgeber vom 18. April, das von der Tarifkommission als „völlig ungenügend" bewertet wurde.

ver.di Verhandlungsführer Günter Busch betonte in Stuttgart nochmals die Bereitschaft zu Verhandlungen: „Wir wollen nicht einfach so mal streiken, wir brauchen ein akzeptables Tarifergebnis. Dafür fehlt bisher aber jegliche Basis. Wir stehen dennoch weiterhin jederzeit für neue Verhandlungen oder Gespräche zur Verfügung."

ver.di rechnet aufgrund der sehr guten Beteiligung am Warnstreik am 17. April mit einem klaren Votum der Mitglieder in der Urabstimmung und einer guten Mobilisierung in einem möglichen Arbeitskampf.

ver.di fordert für die rund 25.000 Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 6,9 Prozent, mindestens jedoch 250 Euro vor. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Für die Auszubildenden fordert die Jugendtarifkommission 100 Euro Festbetrag pro Monat. Außerdem sollen alle Auszubildenden, unbefristet übernommen werden. Für die Gewerkschaftsmitglieder will ver.di ein volles 13. Monatsgehalt (bisher 88 Prozent) erreichen. Die Tarifverträge wurden zum 31. März 2012 gekündigt.

 

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