Gesundheitsökonomie

Patientenlogistik: Innovative Lösungen für gewohnte Wege

Der Wegfall der Zivildienstleistenden stellt Krankenhäuser vor neue Herausforderungen. Harald Griebel, Geschäftsführer der Dorfner Gruppe und Prokurist der UKW Service, sieht in der innovativen Lösung der Uniklinik Würzburg für eine moderne Patientenlogistik große Chancen.

Gerade in kleineren Krankenhäusern wird die Begleitung von Patienten zu ihren Behandlungen oder Operationen und zurück von den Stationen selbst übernommen. Bisher erfolgte dies häufig durch Zivildienstleistende, die den Krankenschwestern und -pflegern zur Hand gingen. Doch mit der Abschaffung der Wehrpflicht entfallen auch die „Zivis". Das stellt viele Häuser vor große Probleme, da das Fachpersonal dringend zur Betreuung und Pflege der Patienten benötigt wird.

In der Universitätsklinik in Würzburg ist der Wegfall der Zivildienstleistenden nicht so ausschlaggebend, da zum einen viele Studenten mithelfen und zum anderen schon seit einiger Zeit auf modernste Patientenlogistik gesetzt wird.

UKW Service, eine Kooperation der Universitätsklinik Würzburg und der Nürnberger Dorfner Gruppe, übernimmt viele der Dienstleistungen: Neben Patientendiensten wie dem bereits erwähnten Begleitdienst oder Sitzwachen ist sie für Servicedienste wie die Hydrokulturpflege oder hauswirtschaftliche Stationsdienste genauso verantwortlich wie für Reinigungsdienste. Hinzu kommt die Überlassung von Pflegekräften an das gesamte Universitätsklinikum, falls von dessen Seite Bedarf besteht. Der Gebäudedienstleister verfügt über langjährige Erfahrung und besitzt eine hohe Fachkompetenz in diesen Bereichen.

Veränderung zugunsten der ­Effizienz

„Die UKW Service GmbH gibt es seit 2007. In den vergangenen Jahren haben wir sehr an dem System der Patientenbegleitung gefeilt - und jetzt ist es ein äußerst zukunftsträchtiges Modell", so Griebel. „Das Ergebnis, das wir heute vorweisen können, ist eine Symbiose aus Erfahrung, der Bereitschaft zur Veränderung und dem Engagement vieler Einzelner. Ziel ist es nach wie vor, auf der einen Seite das Beste für die Patienten zu erreichen und gleichzeitig die Pflegekräfte auf den Stationen zu entlasten und den zeitlichen Behandlungsablauf zu optimieren. So wird eine lückenlose OP-Auslastung garantiert, und unnötige Wege und Kosten werden eingespart."

System der kurzen Wege

Zuständig für die gesamte Organisation und Abwicklung des Patientenbegleitdienstes ist Michael Stein, Abteilungsleiter für den Patientenservice und Projektleiter der Dorfner Gruppe. Sein Team umfasst etwa 36 Mitarbeiter, die durch das Software-Programm „Hermeskin" koordiniert werden. In dieses buchen alle Abteilungen und Stationen der Klinik ihre Transportwünsche ein, das Programm sammelt diese automatisch und ermittelt in Sekundenbruchteilen den nächstgelegenen Patientenbegleiter, der automatisch per SMS über sein DECT-Telefon beauftragt wird.

Idealerweise entsteht so eine perfekte Transportkette und ein System der kurzen Wege. Wenn ein Patient z.B. in den Operationsbereich gebracht wurde und dort ein anderer Patient fertig für seinen Rücktransport ist, so übernimmt ihn derselbe Begleiter. Auf diese Weise werden doppelte Wege vermieden.

In Notfällen muss schnell reagiert und über die Einsatzkräfte auch manuell verfügt werden. Oberste Maxime dabei: möglichst keine Lücken im Ablauf. Das gebietet der Respekt vor der besonderen Situation des jeweiligen Patienten, der nie lange warten sollte. Außerdem kümmern sich die Patientenbegleiter um den Transport von Patienteneigentum, Blutproben oder Medikamenten. So kommen täglich zwischen 15 und 20 km zusammen, die ein Patientenbegleiter zurücklegt.

Das System macht Schule

Dass dieses System gut funktioniert, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Vor allem Krankenhäuser, die der Wegfall der Zivildienstleistenden vor eine große Herausforderung stellt, interessieren sich für das Konzept der UKW Service. So haben sich Kliniken aus Göttingen, Aschaffenburg, Salzburg und Wuppertal das System bereits angeschaut und waren begeistert.

Michael Stein ist in Kontakt zu diesen Krankenhäusern und wird dort als Projektleiter der Dorfner Gruppe beim Aufbau entsprechender Teams mit Rat und Tat zur Seite stehen. „In den nächsten Monaten werden wir sicher noch weitere Anfragen von anderen Kliniken erhalten. Um den Wegfall der Zivildienstleistenden zu kompensieren, werden Dienstleistungen wie der Patientenbegleitservice immer gefragter", da ist sich Michael Stein sicher.

 

Kontakt

Dorfner KG -

Willstätterstr. 71
90449 Nürnberg

+49 911 6802 0
+49 911 6802 168

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