23.10.2012
ProdukteHygiene

Erste Zentralsterilisation in Deutschland mit Groß-Sterilisatoren

  • Drei neue Reinigungs- und Desinfektionsautomaten der neuesten Generation leisten jetzt dasselbe wie sieben Altgeräte. Burkhard Bilitz, Technischer Leiter des Marienstifts, rechnet mit etwa 10.000 Sterilguteinheiten pro Jahr (Foto: Miele).Drei neue Reinigungs- und Desinfektionsautomaten der neuesten Generation leisten jetzt dasselbe wie sieben Altgeräte. Burkhard Bilitz, Technischer Leiter des Marienstifts, rechnet mit etwa 10.000 Sterilguteinheiten pro Jahr (Foto: Miele).

Die neue Zentrale Sterilgut-Versorgungabteilung (ZSVA) des Krankenhauses im Marienstift Braunschweig misst stolze 125 m² Trotzdem ist das knapp bemessen, weil hier modernste Medizintechnik untergebracht ist: Drei Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und zwei Dampf-Großsterilisatoren von Miele Professional, dazu passende Funktionsmöbel und vieles mehr. Pünktlich zur Eröffnung stand alles am richtigen Platz. Denn der Systemanbieter Miele hat nicht nur die Medizintechnik geliefert, sondern auch den gesamten Neubau koordiniert.

Damit hat das Krankenhaus als erstes in Deutschland alle Leistungen des Produktportfolios erhalten, das Miele Professional unter dem Namen „System4Med" anbietet. Für Dr. Burkhard Budde, Vorsitzender des Marienstift-Vorstands und Auftraggeber, gab es keine Alternative zu einer komplett neuen ZSVA: „Bisher wurde medizinisches Instrumentarium an zwei verschiedenen Orten im Haus aufbereitet. Dafür haben wir sieben Reinigungs- und Desinfektionsautomaten gebraucht. Davon gibt es jetzt nur noch drei, und die schaffen dieselben 10.000 Sterilguteinheiten pro Jahr in kürzerer Zeit - eine erhebliche Kostenoptimierung." Die drei Automaten mit der Produktbezeichnung PG 8528 gehören der neuesten Generation an; einer ist sogar mit dem von Miele entwickelten Aufbereitungssystem „Oxivario" ausgestattet, das erfolgreich bei der Prävention gegen den Erreger der Creutzfeld-Jacob-Krankheit eingesetzt wird. Hier ist das Programm für jeweils sechs Sterilguteinheiten nach etwa einer Stunde beendet.

Neu: Lüftungsanlage und Technikraum

Bevor die Technik ihren Platz in der ZSVA fand, gingen Architekten, Bauunternehmer und andere Spezialisten seit Januar 2011 im Marienstift ein und aus: Immer begleitet von Burkhard Bilitz, Technischer Leiter im Marienstift und für das Unternehmen der wichtigste Ansprechpartner. Er überwachte z. B. die Ausschachtungsarbeiten für die neue Lüftungsanlage, die vier Meter tief in die Erde hineinreicht. Dort ist modernste Klimatechnik untergebracht, die zur Wärmeableitung der Sterilisatoren und dem Dreizonierten ZSVA-Lüftungskonzept nötig ist: Durch die Vernetzung von Großsterilisatoren und Reinigungs- und Desinfektionsautomaten werden - in Kombination mit einer hoch innovativen Gebäudeleittechnik - Energiekosten reduziert.

Das System weltweit überträgt u. a. Störmeldungen aufs Handy. Im neuen Technikraum steht die zentrale Dosieranlage - ein 200 Liter-Fass für flüssige Medien -, die auf die Miele-Technik abgestimmt ist, und eine Revers-Osmose-Anlange, die 1.000 Liter vollentsalztes Wasser pro Stunde produziert.

Bilitz war immer an Ort und Stelle, wenn während der Bauphase Wände eingerissen wurden und Termine für Patientenuntersuchungen darauf abgestimmt werden mussten. „Unsere neue ZSVA befindet sich im ehemaligen Bettenlager unter der Klinik und damit auch unter der Endoskopie. Wenn hier ein Eingriff stattfand, war für die Bauleute Pause", erinnert sich der Technische Leiter. Umso mehr gab es dann freitags nachmittags und samstags zu tun.

Nach dem Rohbau kam die Feinarbeit: Außer der medizintechnischen Fachplanung durch das Unternehmen steuerte auch die Miele-Designabteilung Tipps zum Farbkonzept bei. Das Leitungspersonal der neuen Abteilung wurde in der neuen Software „Euro SDS" geschult, die die Dokumentation von Prozessdaten erleichtert und optimiert. Zum System gehören Touchscreen-Monitore, die an jedem der beiden elektrisch höhenverstellbaren Packtische installiert sind und von den Mitarbeitern individuell genutzt werden können. Hier wird u. a. für jedes Instrumentenset per Foto die optimale Bestückung der Körbe und Einsätze angezeigt. Den Kontakt zum Architektenbüro, das die richtigen Lösungen für drei voneinander getrennte Arbeitsbereiche fand, hat Miele Professional ebenso vermittelt wie den Lieferanten für die Funktionsmöbel und die medizinischen Festeinbauten.

Zukunftssicher mit Fernservice und Platz für weitere Technik

Nicht zuletzt stammt auch das Finanzierungskonzept für die Gesamtkosten von 1,3 Mio. €, die zum großen Teil aus Eigenmitteln stammen, von Miele. „Der Kontakt wird künftig sicher nicht abreißen", sagt Bilitz. „Wir werden auch den Fernservice unseres Systemlieferanten in Anspruch nehmen." Dann wird die gesamte Medizintechnik per Datenleitung mit dem Kundendienst von Miele Professional verbunden, damit Störungen bereits auf diesem Weg oder besonders schnell behoben werden können. Außerdem ist neben den drei Reinigungs- und Desinfektionsautomaten noch Platz für einen vierten, alle nötigen Leitungen dafür wurden schon gelegt.

 

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