Cisco kündigt vereinfachte Integration für die elektronische Fallakte (eFA) an

  • Die eFA-Box ermöglicht die sichere Ansicht wichtiger Patientendaten an jedem Standort (Foto Cisco)Die eFA-Box ermöglicht die sichere Ansicht wichtiger Patientendaten an jedem Standort (Foto Cisco)

Cisco, Tiani-Spirit, Fraunhofer und der eFA-Verein bieten künftig in Deutschland gemeinsam Ciscos IHE-basierte Medical Data Exchange Solution (MDES) als eFA-Box an. Sie sorgt für eine einfachere Anbindung von Medizinischen Informationssystemen wie Krankenhausinformations-, Labor- und Praxissystemen an elektronische Fallakten. Basierend auf der vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST spezifizierten elektronischen Fallakte (eFA) wird die Lösung noch in diesem Jahr umgesetzt.

Die Bezeichnung eFA-Box wurde gewählt, da die Gesamtlösung innerhalb eines Routers als eine Art Toolbox zur standardisierten Integration von Medizindaten realisiert wird. Die Bausteine der eFA-Box bringen alle derzeit verfügbaren IHE-Profile im Bereich Cross-Document-Sharing und Master Patient Indexing über HL7 mit den WS*- und SAML-basierten eFA-Sicherheitsdiensten zusammen, um so sämtliche eFA-Schnittstellen umzusetzen. So können auf einfache Weise rasch diverse Informationssysteme in die eFA eingebunden werden.

Vision umgesetzt
Mit der eFA-Box lässt sich die Vision einer deutschlandweit arztgeführten Akte für die Akutversorgung realisieren. So erklärt Winfried Seibert, Vorstand des eFA-Vereins: "Durch Abstimmung mit der Deutschen Telematikinfrastruktur seitens des Vereins zur elektronischen Fallakte verbinden sich die regionalen Netze der Leistungserbringer, die für einzelne Behandlungszusammenhänge arztgeführte Fallakten aufbauen, zu einem sicheren Versorgungsnetz, dessen Zugänge der Patient im Rahmen seines Arztbesuches regelt. Die eFA-Box wird nun durch vorhandene internationale Standards für eine raschere Umsetzung der Projekte sorgen."

Till Osswald, Business Development Manager, Cisco Healthcare Europa, ergänzt: "Durch die Integration eines hierarchischen n-dimensionalen Patientenindex und zahlreichen anderen IHE Profilen in das Netzwerk erlaubt die eFA-Box die virtuelle patientenzentrierte Ansicht von Informationen von überall und bietet trotzdem einen hohen Grad an Sicherheit."

Für die Gewährleistung von Datensicherheit und Datenschutz sorgen aktuelle Sicherheitstechnologien und eine Abstimmung mit den Standards der deutschen Telematikinfrastruktur.

In einer eigenen Architektur innerhalb der eFA werden entsprechende Bausteine und Werkzeuge realisiert, um größtmögliche Sicherheit beim Austausch medizinischer Informationen zu erreichen. Alle Daten im Zuständigkeitsbereich eines Leistungserbringers werden auf der eFA-Box durch modernste kryptographische Mechanismen beim Austausch geschützt und lassen sich nur über einen pseudonymisierten Zugriff abfragen.

Zu eFA
Die elektronische Fallakte (eFA) wurde von 2006 bis 2008 vom Fraunhofer ISST im Auftrag eines Konsortiums privater Klinikketten und der Deutschen Krankenhausgesellschaft spezifiziert. Die Weiterentwicklung der Spezifikationen und die Etablierung der eFA im Deutschen Gesundheitswesen werden seit 2009 vom eFA-Verein, dem mehr als 20 öffentliche, private und gemeinnützige Kliniken und Arztnetze angehören, vorangetrieben.

Die eFA ist zugeschnitten auf die Unterstützung von Ärzten im Kontext von regionalen Versorgungsnetzen und einrichtungsübergreifenden Behandlungsketten. Die starke Zweck- und Behandlungsbindung der Fallakte und die Bindung an eine feste Behandlergruppe erlauben einen effizienten Datenaustausch zwischen Ärzten, bei dem die verfügbar gemachten Daten in Bezug auf Vollständigkeit und Qualität dem entsprechen, was das Ärztenetzwerk als seinen eigenen Standard definiert.

Diese funktionale Fokussierung verbindet die eFA mit einer auf Integrierbarkeit und Interoperabilität angelegten Sicherheitsarchitektur. Durch den Peer-to-Peer-Ansatz kann ein einweisender Arzt über das Portal jeder beliebigen eFA-Klinik auf die Daten seiner Patienten zugreifen - egal wo diese gerade behandelt werden. Hierdurch erlaubt die eFA die schrittweise Weiterentwicklung von einem Zuweiserportal zu einem regionalen Gesundheitsnetzwerk, in dem mehrere Kliniken und Arztnetze diagnosespezifisch miteinander kooperieren.

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