EGFR-Mutationstest für personalisierte Behandlung von nichtkleinzelligem Lungenkrebs erhält CE-Kennzeichen

Der cobas EGFR-Mutationstest von Roche verfügt jetzt über die CE-Kennzeichnung. Damit ist der Test in Europa und Ländern, die das CE-Kennzeichen anerkennen, kommerziell erhältlich.

Der cobas EGFR-Mutationstest ist ein diagnostischer Begleittest, mit dem Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) identifiziert werden können, die Mutationen im Gen für den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) aufweisen. Solche Patienten können von einer Behandlung mit Anti-EGFR-Tyrosinkinase-Hemmern wie Tarceva (Erlotinib) von Roche profitieren. Tarceva, ein oral verabreichter EFGR-Hemmer, wurde im September von der Europäischen Kommission als Erstlinien-Monotherapie bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem NSCLC mit EGFR-aktivierenden Mutationen zugelassen.

„Unser neuer EGFR-Test hilft Ärzten, die geeignete Behandlung für jeden einzelnen Patienten zu bestimmen," so Daniel O'Day, COO von Roche Diagnostics. „Patienten mit diesem genetischen Typ von Lungenkrebs profitieren stark von einer frühen Behandlung mit EGFR-Hemmern. Der cobas EGFR-Test und weitere in diesem Jahr eingeführte diagnostische Begleittests sind das sichtbare Ergebnis unseres Engagements zur Entwicklung personalisierter Therapieansätze."

Man schätzt, dass 10-30% der Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs an Tumoren mit EGFR-aktivierenden Mutationen leiden, die sehr gut auf EGFR-Hemmer wie Tarceva1 ansprechen. Es hat sich gezeigt, dass die Behandlung mit diesem Medikament im Vergleich zur Chemotherapie die Anzahl der Patienten, deren Tumore schrumpfen (Ansprechrate) mehr als verdreifacht. Die Zeit, die Patienten ohne Fortschreiten ihrer Erkrankung leben (progressionsfreies Überleben - PFS), wird fast verdoppelt2,3.

Internationale onkologische Organisationen wie die European Society for Medical Oncology (ESMO), die American Society of Clinical Oncology (ASCO) und das National Comprehensive Cancer Network (NCCN) empfehlen den EGFR-Mutationstest für Patienten mit metastasierendem nichtkleinzelligem Lungenkrebs.

Der cobas EGFR-Mutationstest erkennt 41 Mutationen in vier verschiedenen codierenden Abschnitten (Exons) des EGFR-Gens mit Hilfe eines einzelnen Gewebeschnittes aus dem Tumor des Patienten.

Der Test ermöglicht eine schnelle automatisierte Analyse und Befundausgabe, eine genaue und zuverlässige Erkennung von Mutationen mit einer höheren Sensitivität als die Sanger-Sequenzierung, die am häufigsten verwendete Methode zur Mutationserkennung.

Die Testresultate liegen bereits nach 8 Stunden vor. Der cobas EGFR-Mutationstest ist der dritte diagnostische Test der cobas-Plattform im Roche Onkologie-Portfolio, der in diesem Jahr durch die CE-Kennzeichnung freigegeben wird.

Die anderen beiden Tests sind der cobas BRAF-Mutationstest für metastasierendes Melanom und der cobas KRAS-Mutationstest für fortgeschrittenen Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs. Die Tests laufen auf dem cobas 4800 System, v2.0, das die Mutationstests für verschiedene Tumorarten standardisiert und als einziges kommerzielles System eine automatisierte Analyse, Interpretation und Berichterstattung der Testergebnisse ermöglicht.

Referenzen

  • Murray S. et al. J Thorac Oncol. 2008;3:832-839.
  • Rosell R et al. J Clin Oncol. 2011;29; Abstract 7503.
  • Zhou C et al. Lancet Oncol. 2011;12:735-42.

 

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