Chirurgische Einweginstrumente – ein Beitrag zur Nachhaltigkeit?

  • Hinsichtlich Nachhaltigkeit können die chirurgischen Einweginstrumente überzeugen, wie das Beispiel Peha-instrument von Hartmann zeigt (Foto: Hartmann).Hinsichtlich Nachhaltigkeit können die chirurgischen Einweginstrumente überzeugen, wie das Beispiel Peha-instrument von Hartmann zeigt (Foto: Hartmann).

Immer mehr deutsche Kliniken steigen für Station und Ambulanz auf chirurgische Einmalinstrumente um. Sie entscheiden sich dabei nicht nur für eine hygienisch einwandfreie und stets gleichbleibend hohe Qualität. Auch hinsichtlich Nachhaltigkeit können die chirurgischen Einweginstrumente überzeugen, wie das Beispiel Peha-instrument von Hartmann zeigt. Von der Herstellung über die Verwendung bis hin zur Entsorgung kommen ökonomische und ökologische Aspekte zum Tragen. Die Firma übernimmt zudem soziale Verantwortung beim asiatischen Hersteller.

Den Startschuss für die Entwicklung chirurgischer Einweginstrumente bei Hartmann gaben umfangreiche Bedarfs- und Materialflussanalysen bei Instrumenten für chirurgische Standardeingriffe und Behandlungen. Diese ergaben - immer wieder in Diskussionen überraschend -, dass bei Einweginstrumenten das Verhältnis von Aufwand und Nutzen entlang des gesamten Produktlebenszyklus vorteilhaft ist.

Verschlankung des Prozesses setzt ökonomische Ressourcen frei

Peha-instrument erfüllen nicht nur höchste Hygienestandards, sondern zahlen sich auch ökonomisch für die Kliniken aus. Jedes einzelne dieser Instrumente gelangt fabrikneu, steril verpackt und sicher als Einwegprodukt gekennzeichnet zu seinem Einsatzort. Erst direkt vor seiner Verwendung wird es aus der Verpackung genommen und unmittelbar danach verworfen.

Für die Ver- und Entsorgungslogistik bedeutet dies eine weitere Prozessvereinfachung und Kosteneinsparung. Frei werdende Ressourcen entstehen auch durch die Entlastung der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA), die sich dadurch verstärkt der Bereitstellung von großen Sieben für den OP widmen kann. Kliniken, die bei chirurgischen Instrumenten bereits auf Einweglösungen umgestiegen sind, berichten von reibungslosem Wechsel. Ebenso haben Praxistests belegt, dass versehentlich in die Sterilisation gelangte Einweginstrumente keinen Schaden verursachten, da ein zusätzlicher Passivierungsschritt Peha-instrument zuverlässig vor Korrosion schützt.

Überzeugend ökologisch

Auch ökologisch betrachtet lassen sich die Einwegprodukte sehen. Direkt nach ihrer Verwendung werden die Instrumente in einem stichfesten Behälter gesammelt und über den regulären Hausmüll der Klinik entsorgt.

In einer Verbrennungsanlage wird das Metall durch ein magnetisches Verfahren aus der verbleibenden Schlacke aussortiert. Die Recyclingquote beträgt in modernen thermischen Verwertungsanlagen dabei nahezu 99 Prozent. Anschließend wird das zurückgewonnene Metall wieder zur Herstellung anderer Produkte verwendet.

Die schlanke Logistik in der Distribution der Einweginstrumente trägt ebenfalls ihren Teil zum umweltbewussten Kreislauf bei. Im Rahmen der Hartmann-Systempartnerschaft gehören Einweginstrumente inzwischen zu integrierten, auf den jeweiligen Klinik- und Praxisbedarf zugeschnittenen Lösungen im Bereich medizinischer und hygienischer Verbrauchsartikel.

Soziales Engagement an der Produktionsstätte

Als internationales Unternehmen nutzt Hartmann auch Produktionsstätten in Ländern, in denen eine hohe Wertschätzung von Mensch und Gesundheit nicht selbstverständlich ist. So werden die chirurgischen Einweginstrumente in der pakistanischen Stadt Sialkot vorgefertigt, dem Kompetenzzentrum für chirurgische Instrumente in Asien. Die Produktion von Peha-instrument erfolgt dort durch eine Vielzahl von Spezialisten, bevor die Produkte dann bei Hartmann die Qualitätsprüfung durchlaufen und zum sterilen Endprodukt verpackt werden.

Ein bekanntes Thema in Sialkot ist Kinderarbeit, das Hartmann proaktiv angeht. Gemeinsam mit namhaften Unternehmen und der Non-Government-Organisation Sudhaar hat Hartmann die Situation vor Ort analysiert - und das bereits bevor die Einmalinstrumente in das Sortiment aufgenommen wurden.

Daraus ist ein langfristig angelegtes Gemeinschaftsprojekt entstanden, dessen zentrales Projekt „Learn and Earn" ist. Im Rahmen dieses Programms werden Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, die bei Subunternehmern der Lieferanten arbeiten, von der Arbeit abgezogen, um eine Schulbildung zu erhalten. Sie bekommen zudem materielle und finanzielle Unterstützung, um die entgangenen Löhne auszugleichen, und werden kostenfrei medizinisch versorgt. Damit der Schutz nicht bei den direkt betroffenen Kindern endet, dürfen auch ihre Geschwister am Learn-and-Earn-Projekt teilnehmen. So wird sichergestellt, dass nicht einfach ein anderes Kind aus der Familie zum Arbeiten geschickt wird. Zusammengefasst: „Learn and earn" soll einen wesentlichen Beitrag leisten, dass an der Herstellung von Peha-instrument keine Kinder beteiligt sind.

Des Weiteren fördert Hartmann in Pakistan das Projekt „Health Screening", das den Arbeitern und ihren Kindern eine Gesundheitsversorgung bietet. Der dritte Teil des Projektes für die Verbesserung der Situation an den pakistanischen Produktionsorten der Lieferanten ist „Occupational Health and Safety". Das Programm beinhaltet die Verbesserung der Arbeitssicherheit durch Schulungen, aber auch durch die Bereitstellung von Produkten zum persönlichen Schutz, wie zum Beispiel Schutzbrillen.

Peha-instrument - hohe Ansprüche in Sachen Nachhaltigkeit

Die konsequente Berücksichtigung der ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus belegt die hohen Ansprüche der Marke Peha-instrument. Die enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten vor Ort und der langfristige Dialog mit den Kunden sind zentrale Elemente eines richtungweisenden Konzepts, bei dem neben einer hohen Produktqualität die Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle spielt.

 

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Paul Hartmann AG
Paul-Hartmann-Str. 12
89522 Heidenheim, Bayern
Deutschland
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