Iterative Dosisreduktion: Toshiba startet Low-Dose-Offensive

  • Andreas Lukoschek, Toshiba Medical ­Systems, Neuss (Foto: Toshiba Medical Systems).Andreas Lukoschek, Toshiba Medical ­Systems, Neuss (Foto: Toshiba Medical Systems).

Mit der iterativen Dosisreduktion AIDR 3D startet Toshiba Medical Systems eine Low-Dose Offensive die erstmals Grenzen überwindet und Gegensätze verbindet. Low-Dose und hohe Rekonstruktionsgeschwindigkeit sind nun vereint.

Die Erkenntnisse aus der permanenten Weiterentwicklung der High-End-CTs hat Toshiba nun auf alle Computertomografen umgesetzt. Die neuesten Entwicklungen zur Dosisreduktion werden in alle neuen CT Systemen integriert, sozusagen „serienmäßig".

Patienten eines sehr wirtschaftlich denkenden Radiologen mit einem mittleren CT-Budget müssen keine höhere Dosis mehr in Kauf nehmen als Patienten bei Radiologen, die in High-End investieren. Dafür sorgt die iterative Rekonstruktion, welche die Dosis um bis zu 75% reduziert. Diese wird von Toshiba bei allen neuen CTs Aquilion RXL, Aquilion CXL, Aquilion Prime und Aquilion ONE „serienmäßig" Bestandteil. AIDR 3D, die Adaptive Iterative Dosis Reduktion in 3-D reduziert das Rauschen in den Bildern sichtbar und erhöht die Bildqualität messbar. Das besondere an der Toshiba AIDR 3D ist, dass der Workflow nicht beeinflusst wird. Es können weiterhin, auch mit der iterativen Rekonstruktion, gleich viele Patienten wie zuvor untersucht werden. Besonders für Institute mit einem hohen Patientendurchsatz oder Häuser, in denen Traumapatienten untersucht werden, ist dies von großer Bedeutung.

In allen CTs: Reduktion der Dosis um bis zu 75% in der klinischen Routine

Die ersten Anwender der iterativen Dosisreduktion (IR) standen in der Vergangenheit immer wieder vor der Entscheidung: geringe Dosis dank IR oder schnelle Rekonstruktion der Bilder - beides zusammen war bisher nicht möglich. Dies führte jedoch teilweise dazu, dass trotz der Tatsache, dass die IR zur Verfügung stand, Trauma-Untersuchungen konventionell rekonstruiert wurden, um Rekonstruktionszeit zu sparen und schneller zum Bild sowie zur Diagnose zu kommen. Leider gehören jedoch oftmals junge Menschen zu Traumapatienten im CT - insbesondere hier ist eine hohe Dosis nicht akzeptabel.

Toshiba hat nun mit der neuen Generation AIDR 3D die Entscheidung leicht gemacht: Es geht beides. Die CT arbeitet dosissparender, und die Bilder stehen genauso schnell wie zuvor zur Verfügung.

So profitiert der Radiologe von beidem: weniger Dosis und weniger Wartezeit auf die Ergebnisse.

Gleichbleibend schneller ­Workflow - selbst bei ­Traumapatienten

Zwei aktuelle Beispiele: Das Kreisklinikum Siegen investierte kürzlich in den neuen Aquilion RXL CT mit iterativer Rekonstruktion von Toshiba. Auch hier stand die Frage im Raum, für welche Technologie sich die Anwender des Hauses bei begrenztem Budget endscheiden. Aufgrund der hohen Ansprüche an die Technik trafen die Chefärzte Dr. Irnich und Dr. Richter in Abstimmung mit Geschäftsführer Bertram Müller die Entscheidung, nicht am falschen Ende zu sparen und in die neueste 32-Schicht-Technologie zu investieren. Direkt nach der Installation hat sich bestätigt, dass die iterative Dosisreduktion bei jedem Patienten angewendet wird und der Workflow bei immerhin 40-50 Patienten pro Tag gleichbleibend schnell bleibt. Der Spagat ist geglückt.

Die Radiologie des Klinikums Darmstadt unter der Leitung von Prof. Dr. Huppert entschied sich im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung für den Aquilion PRIME, den neuen 160-Schicht-CT mit iterativer Rekonstruktion von Toshiba. Im Klinikum Darmstadt war die iterative Dosisreduktion essenziell, da besonders onkologische Patienten ggfs. mehrfach mit dem CT untersucht werden. Nun werden sowohl die vollständige radiologische Routine, als auch Trauma- und Cardio-CTs grundsätzlich mit der iterativen Rekonstruktion berechnet - auch hier bei maximalem Patientendurchsatz - ohne Einschränkung des Workflows.
In allen CTs: Reduktion um weitere 20 % dank der aktiven Kollimation

Eine weitere Technologie bietet Toshiba in allen neuen CTs „serienmäßig" an: die aktive Kollimation, bei der eine Blende die Strahlung reduziert, die nicht bildwirksam ist und für die Rekonstruktion nicht benötigt wird. Auch diese Technologie, die bisher nur in High-End-CTs angeboten wurde, beinhalten alle neuen Toshiba CTs. Ergebnis: bis zu 20% weitere Dosisreduktion.

Somit ist Toshiba den Bedürfnissen der Anwender nachgekommen: Der Spagat zwischen Dosisreduktion und gleichzeitig hohem Patientendurchsatz ist gemeistert. Bei allen neuen CTs Aquilion RXL, Aquilion CXL, Aquilion Prime und Aquilion ONE brauchen Anwender nun auf nichts zu verzichten, sie erhalten die optimale Lösung in jeder CT-Klasse.

Erklärung AIDR 3D

Die Adaptive-Iterative-Dosis-Reduktion in 3-D von Toshiba arbeitet in Kombination mit der automatischen Dosisregelung SURExposure, die den Röhrenstrom des CTs während des Scans in 3-D moduliert. Nach einem „Vorscan" mit minimaler Dosis kennt der CT die individuelle Absorption des Körpers an allen Orten des Untersuchungsbereiches in 3-D. Dank dieser Information in Kombination mit der vorgegebenen Bildqualität, die durch den Anwender über den so genannten SD-Wert (Rauschwert) definiert wird, minimiert der CT den benötigten Röhrenstrom bei der eigentlichen Untersuchung. Nach dem Scan werden die Daten, die mit deutlich reduziertem Röhrenstrom aufgenommen wurden, rekonstruiert. Würden die gemessenen Daten mit der herkömmlichen gefilterten Rückprojektion (FBP) rekonstruiert werden, so würde die Bildqualität schlechter werden und ggf. nicht diagnostisch sein. Mit der iterativen Rekonstruktion jedoch haben die Bilder, welche mit einem minimalen Röhrenstrom aufgenommen wurden, die hohe vorgegebene diagnostische Bildqualität und behalten ihren natürlichen Eindruck bei. Die Kombination aus stark reduzierter mA und iterativer Rekonstruktion führt zur Dosisreduktion von bis zu 75%.

 

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