Medizintechnik

Olympus stellt neue Innovationen im Bereich der minimal-invasiven Chirurgie vor

Olympus hat auf dem diesjährigen DGCH- Kongress in München seinen Ruf als Innovationsträger unter Beweis gestellt. Für den Bereich der minimal-invasiven Chirurgie (MIC) hat das Unternehmen neue Entwicklungen und Systeme präsentiert: Hochwertige Optiken, ergonomische Handinstrumente und innovative Zugangstechniken zum Bauchraum sind in einem System vereint und vereinfachen die Laparo-Endoscopic Single-Site Chirurgie, kurz LESS 2.0. Ein neuer Prototyp in der Fluoreszenzbildgebung erleichtert die intraoperative Beurteilung der Gewebedurchblutung und unterstützt so die diagnostische Kontrolle anatomischer Struktur.

Mit nur einem Zugang zum Bauchraum ist die LESS-Chirurgie noch weniger invasiv, praktisch narbenfrei und kann den Wundheilungsschmerz signifikant verringern. Als ein Vorreiter in der chirurgischen Medizintechnik hat das Unternehmen jetzt eine Erweiterung der erfolgreichen LESS Technik auf den Markt gebracht, LESS 2.0. Der Zugang erfolgt über sog. TriPorts. Der neue TriPort+ hat vier Zugänge, neue gasdichte Lippenventile und darüber hinaus einen abnehmbaren Ventildeckel, durch dessen Öffnung sich Organe entnehmen lassen. Um neue Techniken wie diese zu unterstützen, hat Olympus ein Fortbildungsprogramm entwickelt, das auf eine fundierte Ausbildung der Anwender abzielt.

Neben dem TriPort+, der sich vor allem für laparoskopische Standardeingriffe eignet, hat Olympus auch ein neues Kamerasystem (Prototypenstadium) zur Fluoreszenzbildgebung vorgestellt. Die bereits aus der offenen Chirurgie bekannte ICG-Fluoreszenz-Bildgebung ermöglicht eine Beurteilung der Gewebedurchblutung während eines chirurgischen Eingriffes. Ein zuvor verabreichter Farbstoff (ICG) wird zunächst durch Nahinfrarotlicht angeregt. Ein weiterer Filter ermöglicht dann die Sichtbarkeit der Fluoreszenz auf einem Monitor. Eine mögliche Verwendung dieser Technik kann die Perfusionsbeurteilung kolorektaler Anastomosen sein.

Neue Technologien und Verbesserungen etablierter Methoden wie Fluoreszenz, NBI oder PDD erhalten mehr und mehr Einzug in die moderne Videotechnik. Ihr Nutzen ist mehr oder weniger bekannt. Aber wie immer wird auch die Unterhaltungselektronik Ihren Einfluss auf die Medizintechnik haben, denn wie das eigentlich für kreisrunde Optiken ungünstigere 16:9 Format ist bereits die 3-D-Technologie im Vormarsch, der nachgesagt wird ermüdungsfördernd zu sein. Als Technologieführer wird die Firma dem Markt schon bald ein neues Kamerasystem präsentieren, das die diagnostische Präzision sowie das resultierende therapeutische Eingreifen verbessert und so ausschließlich Vorteile für Anwender und Patienten liefert.

Kontakt

Olympus Deutschland GmbH

Amsinckstraße 63
20097 Hamburg
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