VitalSky erhält CE-Zertifizierung als Medizinprodukt

  • Das CE-zertifizierte Medizinprodukt VitalSky ist Schlüsselkomponente des multimodalen VitalMinds-Konzepts von Philips zur Delir-PräventionDas CE-zertifizierte Medizinprodukt VitalSky ist Schlüsselkomponente des multimodalen VitalMinds-Konzepts von Philips zur Delir-Prävention

Die Lichttherapielösung mit zirkadian-wirksamer Beleuchtung, Schlüsselkomponente des multimodalen VitalMinds-Konzepts zur Delir-Prävention, ist nun im Markt verfügbar

Jetzt ist es amtlich: VitalSky von Philips hat die CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt erhalten. Die innovative Lichttherapielösung wurde speziell für die klinische Anwendung auf Intensivstationen entwickelt und ist zentrale Komponente von VitalMinds, einem ganzheitlichen multimodalen Konzept zum Delir-Management mit Fokus auf nicht-pharmakologischer Delir-Prävention. Sie wird als Deckenkonstruktion über dem Patientenbett montiert und entfaltet von dort ihre Wirkung: Durch das Anpassen der Lichtverhältnisse an den Tagesverlauf stellt sich bei den Patienten ein natürlicher Tag-Nacht-Rhythmus ein. Dieser spielt für die Genesung eine wichtige Rolle. VitalSky ist ab sofort in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommerziell verfügbar.

Eines der ersten Krankenhäuser, die die Lichttherapielösung auf der Intensivstation installieren werden, ist das Marien-Hospital Wesel. Das 424-Betten-Haus gehört zum Verbund der pro homine gGmbH. „Wir sind stolz, als weltweit erste Klinik die Installation des Systems vorzunehmen“, sagt Dr. med. Marc Achilles, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Marien-Hospitals Wesel. „Im Rahmen eines multimodalen Ansatzes versuchen wir das Auftreten von deliranten Zuständen auf der Intensivstation zu vermeiden. Dazu wird uns als wesentlicher Bestandteil zur Aufrechterhaltung zirkadianer Rhythmik die Lichttechnik des VitalSky-Systems helfen“, so Achilles weiter.

VitalSky – personalisierte Lichttherapie zur Delir-Prävention

Mit der Lichttherapielösung VitalSky lassen sich die Lichtverhältnisse im Patientenzimmer individuell auf den einzelnen Patienten zuschneiden. Sie wird flach unter der Decke des Patientenzimmers montiert und ist in den Varianten VitalSky Basic und VitalSky Advanced verfügbar. Dank einer intelligenten Lichtsteuerung wird der natürliche Tageslichtverlauf mittels eines Spektrums von Weißlichttönen simuliert. Die sehr gute Lichtqualität sorgt außerdem für optimale Behandlungsbedingungen.

Mit VitalSky Advanced lassen sich zusätzlich noch beruhigende farbige Naturszenen abspielen. Über eine zentrale Steuereinheit und eine mobile Benutzerschnittstelle lassen sich die verschiedenen Beleuchtungsprogramme und die ergonomische Arbeitsplatzbeleuchtung schnell und einfach einstellen und individuell anpassen. Das automatische Lichtprogramm benutzt Beleuchtungsstärken zwischen zwei und 1.900 Lux. Untersuchungen der Charité – Universitätsmedizin Berlin zeigen, dass solche Beleuchtungsstärken

„Heilsame Patientenumgebung“ unterstützt Genesungsprozess

Mit VitalMinds hat Philips ein Konzept entwickelt, das im Zusammenwirken unterschiedlicher Komponenten zur Prävention von Delir und der besseren Genesung von Patienten beiträgt. „Dies kann dabei helfen, die Liegezeiten auf der Intensivstation zu verkürzen und die Kosteneffizienz in der intensivmedizinischen Versorgung zu erhöhen“, erklärt Marcus Bataryk, Business Group Manager Monitoring, Analytics und Therapeutic Care der Philips GmbH Market DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz). „Eine bedeutende Komponente ist VitalSky. Sie macht eine patientenindividuelle Behandlung mit Licht möglich und ist gerade als erstes Medizinprodukt dieser Art zertifiziert worden“, so Bataryk weiter. Weitere Bestandteile von VitalMinds, neben der zirkadian-wirksamen Beleuchtung, sind Lösungen zum Licht- und Geräuschmanagement sowie Mitarbeiterschulungen und Beratungsleistungen.

Dass die Idee von multimodalen Konzepten zur nicht-pharmakologischer Delir-Prävention funktioniert, zeigen auch die vorläufigen Ergebnisse einer aktuellen Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. In der Studie wird die Delir-Inzidenz von Patienten, die in modifizierten Räumen einer Intensivstation behandelt wurden, mit Patienten, die in einem konventionellen Intensivzimmer lagen, verglichen. Teil des modifizierten Raumkonzeptes ist ein Prototyp der LED-Lichtdecke VitalSky.

Delir: Herausforderung für die Intensivmedizin

Ein Delir tritt bei 30 bis 80 Prozent aller intensivmedizinisch behandelten Patienten auf und ist damit die häufigste kognitive Dysfunktion auf der Intensivstation. Die Entwicklung dieser Funktionsstörung des Gehirns während der Intensivbehandlung hat weitreichende Auswirkungen. So verdoppelt sich beispielsweise das Sterblichkeitsrisiko auf der Intensivstation durch ein Delir und verdreifacht sich sogar in den ersten sechs Monaten nach der Krankenhausentlassung. Für alle Patienten auf der Intensivstation werden daher ein konsequentes Delir-Screening und nicht-pharmakologische Interventionen zur Prävention des Delirs – wie z.B. Aktivierung der Patienten tagsüber und schlaffördernde Maßnahmen nachts – empfohlen.

 

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