10 Jahre externe Qualitätssicherung in NRW-Krankenhäusern

Kontinuierliche Verbesserung der transparenten Behandlungsqualität

Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben ihre Behandlungsqualität in den vergangenen Jahren im Interesse der Patientinnen und Patienten kontinuierlich verbessert und die Ergebnisse der Qualitätsindikatoren einer breiten Öffentlichkeit transparent vorgestellt. Um diesen Prozess weiter zu befördern, wurden ambitionierte Ziele für ausgewählte medizinische Versorgungsbe-reiche formuliert. Dies waren die zentralen Ergebnisse der diesjährigen Ergebniskonferenz des Lenkungsausschusses Qualitätssicherung NRW (qs-nrw), die zum zehnten Male durchgeführt wurde.

Auf der Jubiläumsveranstaltung, die unter Beteiligung der nordrhein-westfälischen Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Barbara Steffens stattfand, wurden im Rückblick auf 10 Jahre Qualitätssicherung in NRW die dynamischen Entwicklungen in den Krankenhäusern in diesem Bereich dargestellt. Darüber hinaus diskutierten Experten der Krankenkassen, der Ärzte-schaft, der Patientenvertretungen und der Krankenhäuser über die Erkenntnisse aus der exter-nen Qualitätssicherung. Daneben wurden aktuelle Entwicklungen und Perspektiven für eine kon-tinuierliche Weiterentwicklung der Qualitätssicherung im Krankenhaus aufgezeigt.

Gesundheitsministerin Barbara Steffens hob die Bedeutung der Qualitätssicherung für die über vier Millionen Patientinnen und Patienten, die in den NRW-Kliniken jährlich behandelt werden hervor: „Informationen über die Qualität der Behandlung sind eine der wichtigsten Vorausset-zungen für Patientinnen und Patienten, eine fundierte und informierte Entscheidung über den Ort zu treffen, an dem man behandelt werden möchte. Alle verfügbaren Informationen sollten daher für alle Patientinnen und Patienten auf einfache Weise zugänglich gemacht werden."

Nach einem bundeseinheitlichen Verfahren wurden im Jahr 2011 in 371 Krankenhäusern in NRW rund 994.000 Behandlungsfälle in 30 Leistungsbereichen wie Gynäkologie/Geburtshilfe, Chirurgie, Orthopädie, Kardiologie und Innerer Medizin mit über 430 Qualitätsindikatoren dokumentiert und von der Geschäftsstelle Qualitätssicherung ausgewertet.

„Zur Sicherung der medizinischen Versorgungsqualität setzt sich jedes einzelne Krankenhaus fort-laufend mit dem Verbesserungspotenzial in seinen Behandlungsabläufen auseinander.

Die Qualitätssicherung liefert in diesem Prozess viele relevante Kennzahlen für das Qualitätsmanagement unserer Krankenhäuser. Im Mittelpunkt stehen hier die Qualitätstransparenz und die Optimie-rung von Qualitätsparametern in der Patientenversorgung. Dies belegen die letzten 10 Jahre qs-nrw eindrucksvoll", betonte Matthias Blum, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender des Lenkungsausschusses qs-nrw.

So werden schon jetzt die Daten und Ergebnisse der 182 besonders aussagekräftigen Qualitäts-indikatoren in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser veröffentlicht und liefern damit maßgebliche Informationen für Patientinnen und Patienten sowie für einweisende Ärztinnen und Ärzte.

Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstands der AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheits-kasse anerkannte die qualitativen Verbesserungen in einzelnen Leistungsbereichen durch die NRW-Kliniken. „Aber der alleinige Blick auf den stationären Erstaufenthalt greift zu kurz, zumal wenn der explizite Einbezug der Patientenzufriedenheit noch nicht gegeben ist", merkte er kritisch an. „Beispiele aus uns vorliegenden Routinedaten zeigen, dass gerade in der Verlaufsbetrachtung deutliche qualitative Unterschiede zwischen den Krankenhäusern zu Tage treten." Er forderte noch größeren Mut zur Qualitätstransparenz und wünschte sich eine Ausweitung der vom AQUA-Institut im Januar dieses Jahres erstellten regionalen Versorgungslandkarten auf wei-tere Qualitätsindikatoren, ein Instrument, das auch im Bereich der ambulanten Versorgung einen neuen Schwung in die Qualitätssicherung bringen würde.

„Die medizinische Qualitätssicherung ist seit mehr als 30 Jahren ein wichtiges Anliegen der ärztlichen Selbstverwaltung", sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein. Die Ärztekammern in NRW haben nach seinen Worten auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet - etwa mit der Einführung der Rheinischen und Westfälischen Perinatalerhebung im Jahr 1982, die maßgeblich zur Senkung der seinerzeit im internationalen Vergleich hohen perinatalen Mortali-tät beigetragen habe. „Qualitätssicherung kann nur erfolgreich sein, wenn ärztlicher Sachver-stand ausreichend in den Qualitätssicherungsgremien vertreten ist", so Henke weiter. Die ärztliche Bewertung der Ergebnisse im Dialog mit den Krankenhausärzten ist Grundlage der Qualitäts-verbesserungsarbeit. Dabei leisten die Kammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, bei denen die Landesgeschäftsstelle der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung NRW angesiedelt ist, nach Henkes Worten einen unverzichtbaren fachlichen und organisatorischen Beitrag zum Erfolg des akzeptierten Verfahrens.

 

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