Gesundheitspolitik

conhIT 2016: Patient im Fokus – Innovative Healthcare-IT

07.04.2016 -

Europas größter Branchenevent zum Thema IT im Gesundheitswesen geht in seine neunte Auflage. Aktuelle Trends und Themen rund um den Einsatz innovativer IT-Lösungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung spiegeln sich dabei auf der Industrieausstellung, dem Kongress, der Akademie sowie in zahlreichen Networking-Veranstaltungen wider. Damit bietet die conhIT eine exzellente Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Anwendern, Industrie, Politik und Wissenschaft.

Nachdem im letzten Jahr das „E-Health-Gesetz“ eines der meist diskutierten Themen der conhIT gewesen ist, gilt es nun, den Rahmen, den das verabschiedete Gesetz vorgibt, gemeinsam „mit Leben zu befüllen“. Neben der Umsetzung der im Gesetz vorgegebenen Szenarien zum Datenaustausch wie z. B. dem elektronischen Arztbrief liegt ebenso viel daran, das im Gesetz verankerte Interoperabilitätsverzeichnis auszugestalten.

Laut Gesetz soll die gematik ein Interoperabilitätsverzeichnis aufbauen und verwalten, welches jedoch keiner verbindlichen Qualitätskontrolle unterliegt. Hierbei gilt es, weiterhin an Verbindlichkeit und Transparenz zu arbeiten – und zwar auch mit den Ausstellern der conhIT, die auf Basis ihrer alltäglichen Erfahrungen mit ihren Kunden und ihrer technischen Expertise einen wichtigen Beitrag dazu leisten können und wollen.

Das „E-Health-Gesetz“ forciert insgesamt sowohl die Vernetzung der Akteure sowie die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dabei steht stets der Patient im Fokus der Bemühungen. Dies hat der Gesetzgeber erkannt und Vorgaben zur Umsetzung der elektronischen Patientenakte definiert – wofür sich im Vorfeld auch der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg), der Veranstalter der conhIT, stark eingesetzt hat.

Neben den klassischen IT-Lösungen finden mittlerweile auch verstärkt „mHealth“-Anwendungen ihren Weg in die Gesundheitsversorgung. Das Interesse an den innovativen Lösungen der „jungen Garde“ besteht dabei nicht nur bei Gesundheits-IT-Unternehmen, sondern auch immer mehr Krankenversicherungen sowie Pharmaunternehmen binden Applikationen, Wearables & Co. in ihr Geschäftsmodell mit ein.

Deshalb werden auch in diesem Jahr zahlreiche Aussteller Applikationen für das mobile Arbeiten in Krankenhäusern, Praxen und Pflegeheimen in der „mobile health ­ZONE“ auf der conhIT präsentieren. Im Rahmen der international bekannten „AppCircus“-Reihe wird zudem die beste Gesundheits-App gesucht und gekürt. Übrigens: Mimi Hearing, die Gewinner-App 2015, wurde vor Kurzem auch mit dem renommierten Preis der Branche, dem „Mobile Premier Award“, ausgezeichnet. Hierzu gratulieren wir dem Berliner Startup herzlich.

Einen unmittelbaren Anknüpfungspunkt an die Diskussion über den Gesundheits-App-Markt bilden die Fragestellungen rund um das Sammeln von Daten und Datenschutz, insbesondere unter dem Stichwort „Smart Data“.

Die Verarbeitung großer Mengen von Gesundheitsdaten trägt heutzutage entscheidend zu der Entwicklung neuer Therapien unterschiedlicher Krankheiten bei. Gleichzeitig gilt es, darauf zu achten, dass die Datenmengen in anonymisierter und pseudonymisierter Form genutzt werden und keine Rückschlüsse auf den Einzelnen gebildet werden. Hierbei sind Wirtschaft, Politik und Gesetzgebung im gleichen Maße gefordert. Gemeinsam müssen wir einen Weg finden, der Innovationen im Hinblick auf die Verbesserung der Gesundheitsversorgung fördert, jedoch zugleich im hohen Maße den Schutz des Patienten und seiner Daten gewährleistet.

Im Hinblick auf das Motto „Patient im Fokus – Innovative Healthcare-IT“ bietet die conhIT genau den Rahmen, um über all diese Inhalte zu diskutieren und Lösungen vorzustellen. Wir wünschen allen Ausstellern, Besuchern und Interessenten der conhIT erfolgreiche, spannende Tage und rege Diskussionen rund um Healthcare-IT.

Kontakt

Bundesverband Gesundheits-IT bvitg

Friedrichstraße 200
10117 Berlin
Deutschland

+49 30 2062258 18
+49 30 2062258 69

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