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Deutsche Kliniken sind Pioniere in der innovativen Radiotherapie

21.05.2013 -

Im Bereich der onkologischen Strahlentherapie gehört Deutschland zu den fortschrittlichsten Ländern weltweit. Denn hier bieten derzeit zwei Kliniken die Behandlung mit den modernsten Geräten in den Bereichen Radiochirurgie und Radiotherapie an: Das Europäische CyberKnife Zentrum München-Großhadern (ECZM) behandelt seine Patienten seit Januar mit dem ersten Gerät der neuen M6 Serie des CyberKnife Systems.

Eine Weltpremiere gibt es auch im Universitätsklinikum Heidelberg - dort wurde kürzlich zum ersten Mal weltweit die neue dynamische TomoEDGE Blendentechnologie in Betrieb genommen. Beide Geräte von Accuray Incorporated erweitern die Möglichkeiten der individualisierten Strahlentherapie in Deutschland - hochpräzise und schonend bei einer gleichzeitigen Verkürzung der Behandlungsdauer. Neben diesen beiden Innovationen werden hierzulande viele weitere Geräte des Herstellers betrieben. Die hochmodernen Systeme sind an hiesigen Kliniken jedoch nicht nur gut vertreten, in ihnen steckt auch deutsche Ingenieurskunst: So wurden etwa die Kollimatoren für das CyberKnife System zur Bündelung der Strahlen gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg entwickelt.

TomoTherapy mit TomoEDGE ist ein voll-integriertes System zur 3D-bildgesteuerten Radiotherapie, das nicht nur einfachen, sondern auch sehr komplexen Strahlentherapiefällen die neueste Technik zur Verfügung stellt. Die neue TomoEDGE Dynamic Jaws Technologie bietet Ärzten und Patienten zahlreiche Vorteile, wie eine bessere Performance in der Dosisplanung sowie bis zu 50% kürzere Behandlungszeiten. Ergebnisse dazu stellte PD Dr. med. Florian Sterzing, Radioonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg, aktuell auf dem diesjährigen Jahreskongress der DEGRO vor.

Das CyberKnife System besteht aus einem robotergesteuerten Linearbeschleuniger mit integriertem Bildführungssystem. Mit der neuen CyberKnife M6 Serie können die Vorteile der Radiochirurgie dank dem neuen Roboter jetzt noch mehr Patienten zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls auf dem diesjährigen Jahreskongress der DEGRO berichtete Dr. Christoph Fürweger, Leitender Physiker im ECZM, in einem Symposium über erste Erfahrungen mit der neuen Generation des roboter-gestützten Radiochirurgie-/SBRT-Systems CyberKnife M6.

Weltneuheit: TomoEDGE mit innovativer Dynamic Jaws Technologie in Heidelberg

Das Universitätsklinikum Heidelberg setzt nicht nur das weltweit erste TomoTherapy System mit dynamischen TomoEDGE Blenden ein, es war auch maßgeblich an dessen Entwicklung beteiligt: Die Technologie wurde in Zusammenarbeit mit der ansässigen Abteilung für Radioonkologie unter der Leitung von Professor Dr. med. Jürgen Debus, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Klinische Radiologie/Strahlentherapie am Universitätsklinikum Heidelberg entwickelt. Diese Innovation ermöglicht einen steileren Dosisabfall und höchste Präzision. Die dynamischen Blenden minimieren die Strahlenbelastung für das gesunde Gewebe und angrenzende wichtige Strukturen im Zielgebiet. Die Ärzte erreichen jetzt eine kürzere Behandlungsdauer und eine ausgewogene Strahlenverteilung, die so einzigartig ist, wie der jeweilige Patient. „TomoEDGE ermöglicht uns erstmals ein breiteres Spektrum onkologischer Indikationen in kürzerer Zeit, mit höchstpräzisen und individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmten Behandlungsplänen zu therapieren", so PD Dr. med. Florian Sterzing. "50% unserer Patienten können jetzt viel schneller behandelt werden. Eine typische Prostata-Bestrahlung dauert ca. 2-3 Minuten".

ECZM setzt Maßstäbe in der Radiochirurgie mit neuer CyberKnife M6 Serie

Am Europäischen CyberKnife Zentrum München-Großhadern (ECZM) wurde im Januar das erste CyberKnife System der neuen M6 Serie in Betrieb genommen. In naher Zukunft um die Option eines Multileaf-Kollimators ergänzt, ermöglicht die neue Serie auch unregelmäßig geformte Tumore mit höchstmöglicher Präzision nicht-isozentrisch sowie nicht-koplanar zu bestrahlen - und das mit hervorragenden Dosisgradienten. Zudem wird durch die neue Positionierung des Geräts im Behandlungsraum eine noch flexiblere Bestrahlung des Patienten möglich. So können noch mehr Zielstrukturen im Körper optimal erfasst und die Behandlungsdauer verkürzt werden. „Mit dem neuen CyberKnife M6 können wir unseren Patienten jetzt in kürzester Zeit die bestmögliche Versorgung zukommen lassen", erklärt Professor Dr. med. Berndt Wowra, Professor für Neurochirurgie und leitender Arzt am Europäischen CyberKnife Zentrum München-Großhadern. Das CyberKnife System registriert Patienten- und Tumorbewegungen in

Echtzeit und passt die Bestrahlung umgehend an. Hohe Strahlendosen können damit präzise an den Tumor abgegeben werden, und das bei maximaler Schonung des umgebenden Gewebes. So wird die Strahlenbelastung kritischer Strukturen minimiert und das Nebenwirkungs- und Komplikationsrisiko reduziert. Das ECZM war bereits 2005 mit dem ersten CyberKnife System deutschlandweit ein Vorreiter und hat mittlerweile mehr als 3.500 Patienten erfolgreich behandelt. Mit der Inbetriebnahme der neuen M6 Serie setzt es im Bereich Radiochirurgie erneut Maßstäbe. Seit der Inbetriebnahme im Januar wurden schon über 250 Patienten am neuen Gerät behandelt. Das robotergesteuerte CyberKnife System wurde, wie auch das TomoTherapy System, teilweise in Deutschland entwickelt: Der Roboter stammt von der Firma Kuka in Augsburg und die Planungssoftware wurde in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Lübeck validiert.

 

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