Große Ehre für Ulmer Arzt und Wissenschaftler

Prof. Wolfgang Janni wird Mitglied der Leopoldina

  • Der renommierte Brustkrebsforscher Professor Wolfgang Janni freut sich bei der feierlichen Urkundenübergabe über die Aufnahme in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina.  Foto: Markus Scholz für die LeopoldinaDer renommierte Brustkrebsforscher Professor Wolfgang Janni freut sich bei der feierlichen Urkundenübergabe über die Aufnahme in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Foto: Markus Scholz für die Leopoldina

Albert Einstein, Marie Curie, Charles Darwin – all diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren einst Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Seit dem 11. Juli gehört Professor Wolfgang Janni, der Ärztliche Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Ulmer Universitätsklinikums, ebenfalls zur Riege dieser bedeutenden Forscherinnen und Forscher. In Halle an der Saale hat der renommierte Brustkrebsforscher in einer feierlichen Zeremonie seine Mitgliedsurkunde entgegengenommen.

In die 1652 gegründete Leopoldina, die zu den ältesten Wissenschaftsakademien der Welt gehört, wird aufgenommen, wer sich durch bedeutende wissenschaftliche Leistungen auszeichnet. Potenzielle Mitglieder werden entweder über die verschiedenen Sektionen der Akademie oder über einen Findungsausschuss nominiert und können sich nicht selbst bewerben. Professor Jannis wissenschaftliche Expertise liegt vor allem in der gynäkologischen Onkologie und auf dem Gebiet der Senologie, also der Diagnose und Therapie von Brusterkrankungen, wie zum Beispiel Brustkrebs. Hier weist er unter anderem die im Blut zirkulierenden Krebszellen nach und charakterisiert diese. Durch die genaue Bestimmung können betroffene Patientinnen noch individueller behandelt werden, was dem Gynäkologen ein besonderes Anliegen ist. Der transnationale Charakter seiner Forschung erlaubt es Professor Janni, Erkenntnisse der Grundlagenforschung direkt in konkrete Behandlungen und Therapien für seine Patientinnen zu übersetzen. „Die Aufnahme in die Nationale Akademie der Wissenschaften ist eine große Ehre und Anerkennung für mich, über die ich mich sehr freue“, betont Professor Janni. „Diesen Erfolg verdanke ich nicht zuletzt der Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen, bei denen ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Als neues Mitglied der Leopoldina freue ich mich besonders auf den regen Austausch und die Zusammenarbeit mit exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt.“

Der gebürtige Augsburger studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München Medizin und absolvierte sein praktisches Jahr unter anderem am Yale University Medical Center in den USA.

Später war Professor Janni als leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der LMU tätig und leitete von 2008 bis 2012 die Universitätsfrauenklinik in Düsseldorf. 2012 folgte er dem Ruf aus der schwäbischen Heimat nach Ulm und übernahm die Leitung der Ulmer Universitätsfrauenklinik, wo er mit seinem translationalen Forschungsansatz weiter an neuen Therapiekonzepten arbeitet. Den Ruf auf den Lehrstuhl seiner Münchner Alma Mater 2015 lehnte er zugunsten Ulms ab. Die personalisierte Behandlung von Krebspatientinnen und die Umsetzung modernster Therapien in den zertifizierten Organzentren der Frauenklinik im Umfeld des Comprehensive Cancer Centers Ulm liegen ihm besonders am Herzen. „Ich gratuliere Professor Janni ganz herzlich zu seiner Aufnahme in die Nationale Akademie der Wissenschaften“, sagt der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Ulm, Professor Udo X. Kaisers. „Als renommierter Arzt und Forscher hat er den ausgezeichneten Ruf der Universitätsfrauenklinik in Ulm in den letzten Jahren weiter ausgebaut. Von seiner Expertise und seinen Behandlungsstrategien profitieren nicht nur unsere Patientinnen, sondern auch die gesamte Ulmer Universitätsmedizin.“

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89081 Ulm
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