13.11.2019
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International Infection Prevention Week am Krankenhaus Nordwest

Das Krankenhaus Nordwest informiert gemeinsam mit dem Studiengang Krankenhaushygiene der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) Gießen über Infektionsverhütung.

Weltweit stellen Infektionskrankheiten die häufigste Todesursache dar. Gerade in Industrieländern bereiten Krankenhausinfektionen mit zum Teil multiresistenten Erregern Medizinern zunehmend Probleme. Auch die Grippe ist eine unterschätzte Gefahr und fordert jedes Jahr viele Todesopfer. Gemeinsam mit der THM veranstaltet das Krankenhaus Nordwest im Rahmen der International Infection Prevention Week (IIPW) einen Infotag, um über Infektionsverhütung aufzuklären und über Krankenhauskeime und Grippe zu informieren. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautet in diesem Sinne "Impfungen gehen uns alle an". Neben Krankenhauskeimen und Infektionsprävention stehen damit die Themen Impfung und Grippeschutz im Vordergrund.

Der Infotag am Krankenhaus Nordwest wird am Donnerstag, den 14. November 2019, im Eingangsbereich des Krankenhauses stattfinden. Von 10 bis 17 Uhr zeigen Hygienespezialisten der THM mit Postern und Bakterien auf Nährböden, wie „Krankenhauskeime“ entstehen und welche hygienischen Schutzmaßnahmen vom Krankenhaus ergriffen werden. Interessierte können Fragen stellen und sich praktische Tipps zur Infektionsprävention holen. „Es gibt eine große Verunsicherung über Krankenhauskeime und immer wieder hört man von Ausbrüchen mit multiresistenten Keimen. Gleichzeitig stellen Grippewellen eine zunehmende Gefahr dar. Im letzten Jahr hat die Grippe 25.000 Todesopfer in Deutschland gefordert. Die Menschen haben Angst vor Infektionen und Angst ins Krankenhaus zu gehen. Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber. Im Rahmen der IIPW zeigen wir, wie Krankenhauskeime und Grippewellen entstehen und wie man sich davor schützen kann. Wir wollen aufklären und Ängste abbauen, statt sie zu schüren", so Prof. Dr. Hamid Hossain, Professor für Krankenhaushygiene an der THM.

Das Hygieneteam des Krankenhauses Nordwest unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus-Peter Hunfeld, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Zentralinstituts für Labormedizin, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene am Krankenhaus Nordwest unterstützt die Initiative der THM.

„Mit dieser Aktion tragen wir dazu bei, praxisnahe Aufklärung zu leisten“, so Hunfeld. „Das Thema Krankenhaushygiene spielt gerade im Hinblick auf die Patientensicherheit und die immer stärker zunehmenden Antibiotika-Resistenzen eine wichtige Rolle.“ Ziel ist es, Infektionen mit multiresistenten Erregern im Krankenhaus zu vermeiden.

Zentralinstitut für Labormedizin, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene Das Zentralinstitut für Labormedizin, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene versorgt das Krankenhaus Nordwest nicht nur mit wichtigen Laboranalysen, sondern übernimmt auch eine zentrale diagnostische und konsiliarische Aufgabe bei der Betreuung und Beratung der Mitarbeiter in infektiologischen, infektionspräventiven und antibiotisch-therapeutischen Fragen.

In enger Zusammenarbeit mit den Hygienefachkräften und dem beratenden Krankenhaushygieniker kommt dem Institut zudem eine Schlüsselfunktion in der Prävention von nosokomialen Infektionen sowie in der angewandten krankenhaushygienischen Versorgung des Krankenhauses zu. Im Rahmen der Infektions-Surveillance erstellt das Zentrallabor abteilungsbezogene Erreger- und antibiotische Resistenzstatistiken. Das Krankenhaus Nordwest ist aktives Mitglied des MRE-Netzes Rhein-Main. Ziele des Netzwerks sind u. a. die Rate der Entstehung und Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) zu vermindern und der Stigmatisierung von MRE-Betroffenen entgegenzuwirken.

 

 

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