05.11.2018
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Krebsversorgung an der Charité weiter gestärkt

Prof. Dr. Ulrich Keller ist neuer Leiter der onkologischen Klinik am Campus Benjamin Franklin

  • Prof. Dr. Ulrich Keller Foto: privatProf. Dr. Ulrich Keller Foto: privat

Am 1. November hat Prof. Dr. Ulrich Keller die Professur für Hämatologie und Onkologie mit Schwerpunkt Lymphome/Multiples Myelom an der Charité – Universitätsmedizin Berlin übernommen.

Damit verbunden ist die Leitung der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie am Campus Benjamin Franklin. Das Hauptziel des Onkologen: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Berliner Krebsversorgung weiter zu verbessern, um innovative Therapieansätze schneller für Patienten verfügbar zu machen.

Für seine neue Position an der Charité hat Prof. Keller ein klares Anliegen: „Oberstes Ziel ist eine exzellente interdisziplinäre Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen.“ Deshalb möchte der Onkologe den bewährten Ansatz der Medizinischen Klinik, die Diagnose und Therapie für jeden Patienten in fachübergreifender Zusammenarbeit zu erarbeiten, weiterführen und ausbauen.

Prof. Keller setzt nicht nur auf eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen innerhalb der Medizinischen Klinik am Campus Benjamin Franklin, sondern hält auch eine enge Kooperation mit den onkologisch arbeitenden Kliniken der anderen Charité-Standorte für essenziell. „Deshalb wollen wir in nächster Zukunft die Prozesse standortübergreifend abstimmen und Spezialambulanzen etablieren beziehungsweise ausbauen“, erklärt der Experte.

Langfristig lässt sich die Versorgung von Krebspatienten nur verbessern, wenn die medizinische Forschung vorangetrieben wird. Eine Grundvoraussetzung dafür sieht Prof. Keller in der Qualifizierung junger Forscher. Er möchte sich daher stark in der Ausbildung des ärztlichen und naturwissenschaftlichen Nachwuchses zu „Clinician Scientists“ beziehungsweise „Medical Scientists“ engagieren. In seiner eigenen Arbeitsgruppe geht der Onkologe verschiedensten Fragen nach: Wie genau entstehen Lymphome und Leukämien? Inwiefern hat die DNA-Sequenz eines Tumors Konsequenzen für die Behandlung des Patienten? Und wie lassen sich Veränderungen an Proteinen oder der gestörte Abbau von Signalmolekülen im erkrankten Gewebe therapeutisch nutzen? „Nur indem wir diese grundlegenden Fragen beantworten, können wir neue Diagnose- und Behandlungsansätze entwickeln“, sagt Prof.

Keller. Gleichzeitig beteiligt er sich beispielsweise an Therapieoptimierungsstudien, um bereits bestehende Behandlungsmöglichkeiten insbesondere bei Tumorerkrankungen des Knochenmarks und der Lymphknoten zu verbessern. Auch Studien zu innovativen Technologien wie der Krebsimmuntherapie – für die der diesjährige Medizin-Nobelpreis verliehen wurde – oder der sogenannten CAR-T-Zell-Therapie sind geplant.

Mit Prof. Keller will die Charité den Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie an der Charité klinisch und wissenschaftlich weiter fokussieren. Im vergangenen Jahr hat sie bereits Prof. Dr. Lars Bullinger als neuen Leiter der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie am Campus Virchow-Klinikum gewinnen können.

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