Aus den Kliniken

Neurologische Intensiv- und Frühreha-Station eröffnet

10.06.2011 -

In Hamburg ist die Erweiterung der neurologischen Frührehabilitation/ Zentrum für Schwerst- Schädel- Hirnverletzte an der Schön Klinik Hamburg Eilbek eröffnet worden. Aktuell gewinnt die neurologische (Früh-)Rehabilitation mit EHEC-Patienten, die unter neurologischen Komplikationen leiden, an medialem Interesse. Im neurologischen Alltag stehen nun in den neuen, modernen Räumen insgesamt 84 Betten - darunter allein 31 Intensiv-Beatmungsbetten - für Patienten nach z.B. schweren Verkehrsunfällen mit Schädel-Hirn-Verletzung oder nach schweren Schlaganfällen bereit. Damit erhöht sich die Bettenanzahl um 10 Betten.

„Im neuen Neurozentrum können Patientinnen und Patienten auf höchstem Niveau behandelt werden", so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Mit den zusätzlichen Plätzen der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation, den neuen teilstationären Behandlungsplätzen und dem Ausbau des Versorgungsangebotes für alle Phasen der Rehabilitation ist die Schön Klinik Hamburg Eilbek in der Lage Betroffene in allen Phasen der neurologischen Frührehabilitation und Rehabilitation stationär aufzunehmen und zu versorgen. Durch das Angebot bleibt außerdem für die Patientinnen und Patienten der Kontakt zu ihren Verwandten und Freunden während des oft langwierigen Aufenthaltes erhalten. Auch das ist ein wesentlicher Beitrag zu einer schnelleren Gesundung."

Eröffnet wurde der 13 Mio. € Neubau, der von der Freien und Hansestadt Hamburg mit 4,5 Mio € gefördert wurde, durch die Staatsrätin der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Elke Badde.
Spezielle Therapie und Pflege so früh wie möglich
Behandelt werden Patienten aus den Kliniken, die etwa nach schweren Unfällen, Hirninfarkten oder nach EHEC-Komplikationen schnellste intensivmedizinische Reha benötigen. Ziel ist die frühestmögliche rehabilitative Behandlung, da bereits im Frühstadium Weichen für den weiteren Verlauf der Rehabilitation gestellt werden. „Wer einen schweren Schlaganfall oder ein schweres Schädel-Hirn-Trauma überlebt, ist oftmals pflegebedürftig und schwer behindert. Ein frühestmöglicher Rehabilitationsbeginn verbessert die Chancen zur Wiedererlangung der Selbständigkeit erheblich", so Daniel Wertheimer, Leitender Arzt für den Bereich der neurologischen Intensivmedizin.

Behandelt werden Patienten mit:

  • Schädel-Hirn-Traumen oder Polytraumen mit cerebraler Beteiligung
  • Hirnblutungen
  • Hirninfarkten
  • Sauerstoffminderversorgungen des Gehirns
  • Tumoren

Die Patienten leiden unter einer schweren Funktionsstörung des Gehirns, bei der jedoch erwartet werden kann, dass eine geeignete Behandlung zu einer Besserung führt. Die Ausgangssituation ist in der Regel gekennzeichnet durch ein Fortbestehen oder eine beginnende Rückbildung der anfänglichen Bewusstlosigkeit, verbunden mit vielfältigen neurologischen Störungen der Wahrnehmung, der Bewegung, der Kommunikation, der Verhaltens und Störungen der vegetativen Funktionen (Atmung, Kreislauf, Ernährung und Stoffwechsel, Blasen- und Darmtätigkeit).

Daten zur Eröffnung der Erweiterung der neurologischen Frührehabilitation/ Zentrum für Schwerst- Schädel- Hirnverletzte an der Schön Klinik Hamburg Eilbek

Ärztliche Leitung

Leitender Arzt Herr Dr. Walther für den Bereich der neurologischen Frührehabilitation, Leitender Arzt Herr Wertheimer für den Bereich der neurologischen Intensivmedizin

Zielsetzung

Anpassung des Versorgungsangebotes für beatmete und nichtbeatmete Patienten der neurologischen Frührehabilitation Phase B vor dem Hintergrund wachsender Nachfrage nach Krankenhausbetten zur Frührehabilitation im Großbereich Hamburg.

Umzug der bestehenden neurologischen Frührehabilitation Intensivstation in die neuen Räumlichkeiten, Eröffnung einer weiteren Beatmungs/ IMC und Frührehaeinheit sowie einer weiteren neurologischen Frührehaeinheit.

Kosten

Gesamtkosten: 13 Millionen Euro, Fördergelder: 4,5 Millionen Euro

Dauer

2 Jahre inkl. Planung

Mitarbeiter

Schaffung von 150 neuen Arbeitsplätzen, u.a. 90 Pflegestellen, 30 Therapeuten, 15 Ärzten, Therapeuten teilen sich auf die Berufsgruppen Physio-, Ergotherapeuten sowie Neuropsychologen, Musiktherapeuten und Logopäden auf.

Herkunft der Patienten

Verlegung aus anderen Akutkliniken und Intensiveinheiten Hamburgs
90% aus Hamburger Kliniken
10% aus den angrenzenden Bundesländern Schleswig Holstein und Niedersachsen

 

Kontakt

Schön Klinik Hamburg Eilbek

Dehnhaide 120
22081 Hamburg

+49 40 20200 1
+49 40 20200 377

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Management & Krankenhaus

 

 

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