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Hypothermie: Internationales Webinar zum Patientenwärmemanagement im OP

Effektives Prewarming vermeidet Hypothermie

27.11.2012 -

Das erste Webinar zum Patientenwärmemanagement von Mölnlycke Health Care fand Anfang November in Leipzig statt. Das Fazit: Die Bedeutung des Prewarmings vor der Anästhesie ist enorm, so die internationalen Experten einstimmig.

Eine innovative und sichere Lösung hierfür ist die aktiv selbstwärmende Patientendecke BARRIER EasyWarm. Sie ermöglicht ein 10 Stunden anhaltendes Wärmemanagement für die gesamte perioperative Phase und hilft damit Hypothermien und Folgekomplikationen zu vermeiden.

1.100 Teilnehmer aus ganz Europa hatten sich zu dem interaktiven Webinar angemeldet. Neben der Liveübertragung im Internet fanden parallel mehrere lokale Veranstaltungen in zehn europäischen Ländern statt. Eine Anästhesie beeinträchtigt die normale Wärmeregulierung des Körpers. Aufgrund der Umverteilung des Blutes erleiden 81% aller Patienten eine Hypothermie (Körperkerntemperaturabfall von 1-1,5 °C) in der ersten Anästhesiestunde.1 Die Folgen werden häufig unterschätzt.

Dr. Daniel I. Sessler, Prof. für Anästhesie und Vorsitzender der weltweit größten Anästhesie-Forschungsgruppe OUTCOMES RESEARCH am Institut für Anästhesiologie an der Cleveland Clinic, USA: „Die meisten Patienten laufen Gefahr, mindestens eine der durch Hypothermie ausgelösten Komplikationen zu erleiden". Neben einem erhöhtem Risiko für Wundinfektionen und damit einem verlängerten Krankenhausaufenthalt fördert eine Hypothermie Blutungen und steigert das Risiko für die Entwicklung eines Herzinfarktes.2,3,4 Daher ist es enorm wichtig, auch bei kürzeren Eingriffen jeden Patienten vor der Narkose zu wärmen und so den häufig auftretenden Temperaturverlust zu vermeiden.

Neue Leitlinie Patientenwärmemanagement

Bei der Live-Umfrage stellte sich heraus, dass nur 38 Prozent der Teilnehmer überhaupt die Körperkerntemperatur des Patienten währen der OP überwachen. Insbesondere bei kürzeren OPs wird meist darauf verzichtet, obwohl die Folgen einer Hypothermie auch bei kurzen OPs nicht ausbleiben. Aus diesem Grund sieht Prof. Torossian, Oberarzt an der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, die Notwendigkeit, ein allgemein gültiges Standardverfahren für das Patientenwärmemanagement in Kliniken zu etablieren. Er koordiniert die S3-Leitliniengruppe „Patientenwärmemanagement und Vermeidung von perioperativer Hypothermie", die bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) angemeldet ist. „Der Patient sollte möglichst schon vor Beginn der Anästhesie für eine Dauer von 30 Minuten aktiv vorgewärmt werden", erklärte Prof. Torossian.

Auch intra- sowie postoperativ sei es darüber hinaus wichtig, die Körperkerntemperatur kontinuierlich zu messen und gegebenenfalls aktiv zu wärmen. „Die interdisziplinäre Fachgruppe wird in der Leitlinie eine hohe Empfehlung für Prewarming aussprechen", verriet Torossian. Vermeidung von Hypothermien mit BARRIER EasyWarm Prof. Johan Raeder, Vorsitzender der norwegischen Gesellschaft für Anästhesie, stellte verschiedene Studien vor, die alle einen geringeren Körperkerntemperaturabfall und weniger Komplikationen belegten, wenn präoperativ gewärmt wurde.5,6,7 „Neben einer kürzeren Verweildauer im Aufwachraum und weniger benötigten Transfusionen verringert Prewarming die Kosten der Anästhesie um rund 24%", so Raeder.

Er erklärte, dass mit Prewarming eine „Win-Win-Situation" für Patienten und für die Klinik entsteht. Eine einfache und effiziente Lösung für die Vermeidung von Hypothermien bietet die Patientendecke BARRIER EasyWarm. Die aktiv selbstwärmende Decke erwärmt sich nach dem Auspacken durch eine chemische Reaktion innerhalb von 30 Minuten auf 40 °C und hält diese Temperatur für 10 Stunden aufrecht. Gleichzeitig ist sie so konzipiert, dass sie 43 °C nicht überschreitet. Da die Decke nicht an die Stromversorgung gekoppelt ist, eignet sie sich auch hervorragend für den mobilen Gebrauch im Rettungswagen, Hubschrauber und in der Notfallmedizin. Ihre Sicherheit und Wirksamkeit wurde bisher in einer Studie mit 112 Patienten belegt.8 Darin betrug der mittlere Temperaturabfall der Körperkerntemperatur nur 0,6 °C anstatt der üblichen 1 bis 1,5 °C nach Einleitung der Anästhesie. Eine weitere Studie wird derzeit in Deutschland, Belgien, Norwegen und Schweden durchgeführt.

Quellen

  1. Matsukawa T, Sessler DI et al. Heat flow and distribution during induction of general anesthesia. Anesthesiology. 1995; 82: 662-73.
  2. Kurz A et al. NEJM 1996;334:19:1209-15
  3. Rajagopalan S et al. Anesthesiology 2008;108:71-7
  4. Frank SM et al. JAMA 1997;227:14:1127-34
  5. Just B et al. Anesthesiology. 1993;79:214-8
  6. Hynson JM et al. Anesthesiology. 1993;79:219-28
  7. Bock M et al. British journal of anaesthesia.1998;80:159-63
  8. Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit einer aktiven selbstwärmenden Decke zur Prävention von Hypothermie. Data on file, Mölnlycke Health Care, 2012.

 

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