07.03.2016
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Siemens hat PCR-Test für die Erkennung von Zika-Viren entwickelt

Siemens plant einen Zika-Viren-Test auf den Markt zu bringen, der Infektionen mit dem Krankheitserreger auf Basis einer PCR-Analyse erkennen soll. Mit einem solchen Test lässt sich die RNA (Ribonucleic Acid) von Zika-Viren in menschlichen Proben identifizieren noch bevor im Körper des Patienten Antikörper gebildet wurden. Damit kann ein PCR-Test früher Hinweise auf eine Zika-Viren-Infektion geben, als Tests, die auf einer Antikörper-Erkennung basieren. Es ist derzeit keine Therapie für die Zika-Erkrankung bekannt. Der PCR-Test kann der Forschung jedoch helfen, Ärzte in die Lage zu versetzen, die Symptome besser zu managen und zu behandeln. Eine schnelle Diagnose kann außerdem das öffentliche Gesundheitswesen unterstützen, die Ausbreitung der Krankheit unter Kontrolle zu bringen.

Derzeit ist der Assay von Siemens nur für Forschungszwecke (RUO, Research Use Only) erhältlich. Er ist dafür ausgelegt, auf dem Molekulardiagnostik-System VERSANT kPCR von Siemens zu laufen. Zusätzlich soll der Test mit anderen auf dem Markt erhältlichen PCR-Systemen durchführbar sein. Mit der schnellen RUO-Verfügbarkeit möchte Siemens die laufende Zika-Forschung unterstützen. Einen IVD (In-Vitro-Diagnostik)-Assay beabsichtigt Siemens ebenfalls so schnell als möglich zu entwickeln.
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"Wir hoffen, der Assay von Siemens Healthcare wird den Forschern helfen, das Zika-Virus zu identifizieren und einen Impfstoff sowie ein Heilmittel für die Erkrankung zu finden. Wir möchten die Forschung in jeder Hinsicht dabei unterstützen, den Zika-Ausbruch zu bekämpfen", sagte Fernando Beils, Leiter von Molecular Diagnostics bei Siemens Healthcare.

"Wir haben den VERSANT kPCR Zika 1.0 Assay in Rekordzeit entwickelt", sagte David Stein, Leiter von Strategy & Innovation bei Siemens Healthcare. "Das ist ein gutes Beispiel für unsere Strategie, Gesundheitsversorger weltweit zu befähigen, die Herausforderungen in ihrem jeweiligen öffentlichen Gesundheitswesen anzugehen. Ich hoffe, wir können dazu beitragen, das Zika-Virus unter Kontrolle zu bringen."

Wegen Zika erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 1. Februar 2016 den globalen Gesundheitsnotstand.

Aktuell breitet sich die Krankheit besonders schnell in Süd- und Zentralamerika, in der Karibik und den Vereinigten Staaten aus. Zika-Viren werden meistens durch den Stich infizierter Mücken übertragen, in Einzelfällen auch durch sexuelle Kontakte. In den ersten Erkrankungstagen lässt sich eine Zika-Virus-Infektion zum Beispiel in Blut und Urin direkt nachweisen, später über eine Antikörper-Diagnostik. In der Regel verläuft die Infektion eher mild und heilt folgenlos ab. Zu den Symptomen zählen erhöhte Körpertemperatur, Hautausschlag, Kopfschmerzen und Bindehautentzündung. Als mögliche Komplikation gilt das Guillain-Barré-Syndrom, eine Nervenkrankheit. Allerdings gibt es Hinweise, dass Infektionen mit dem Zika-Virus Fehlbildungen des Gehirns bei Neugeborenen (pränatale Mikrozephalie) auslösen können.1

1 Die Informationen zur Zika-Viren-Infektion basieren auf Angaben von:  Robert Koch Institut: Zikavirus-Infektionen

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Henkestr. 127
91052 Erlangen
Telefon: +49 9131 84 2215
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