Aus den Kliniken

UKM eröffnet ersten Hybrid-Operationssaal

13.01.2014 -

Innovative Technik auf 70 Quadratmetern: Am UKM (Universitätsklinikum Münster) wurde heute der erste Hybrid-OP offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage umfasst einen komplett ausgestatteten gefäßchirurgischen Operationssaal in Kombination mit einer Herzkatheteranlage und einem Röntgengerät nach modernsten medizinischen und technischen Standards.

Am UKM können somit ab sofort konventionelle OP-Techniken parallel mit Kathetereingriffen durchgeführt werden. Unterstützt werden diese Kombinationseingriffe durch eine detaillierte Bildgebung, sodass operative Eingriffe an Gefäßen im Herz- oder Kopfbereich äußerst präzise und in vielen Fällen noch schonender möglich sind. „Mit dieser medizintechnischen Ausstattung in einem Saal verbessern wir die Behandlungsmöglichkeiten und gleichzeitig die Sicherheit für Patienten", sagt Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM.

Gemeinsam mit dem Kaufmännischen Direktor Dr. Christoph Hoppenheit und Pflegedirektor Michael Rentmeister übergab Roeder die Schlüssel an die Hauptnutzer des Hybrid-Saals, Prof. Dr. Giovanni Torsello (Direktor der Klinik für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie), Prof. Dr. Sven Martens (Direktor der Klinik für Herzchirurgie), Prof. Dr. Helmut Baumgartner (Direktor der Klinik für angeborene (EMAH) und erworbene Herzfehler), Prof. Dr. Walter Stummer (Direktor der Klinik für Neurochirurgie) und Prof. Dr. Walter Heindel (Direktor des Instituts für Klinische Radiologie).

„Dieser Nutzerkreis zeigt deutlich, wie groß die Bandbreite der Eingriffe sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen im Hybrid-OP sein wird", erklärt Roeder. Möglich sei zukünftig eine Vielzahl an Behandlungen von Herz- oder Gefäßerkrankungen, wie zum Beispiel Herzklappenoperationen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, Implantationen von Herzklappen über die Leistengefäße, Erweiterungen einer verengten Hauptschlagader durch einen sogenannten Stent (Gefäßstütze) oder die Behandlung komplexer Gefäßerkrankungen im Gehirn.

Optimale hygienische Bedingungen durch spezielle Decke

Investiert wurden am UKM rund drei Millionen Euro, knapp sechs Monate hat der Umbau im laufenden Betrieb unter Projektleitung der UKM Infrastruktur Management GmbH in Anspruch genommen. „Die technische Gebäudeausrüstung wurde in diesem Bereich komplett erneuert", erklärt Dr. Christoph Hoppenheit. Neben einem neuen Lüftungssystem wurden eine 3-D-Angiographie und 3-D-Echokardiographie eingebaut. Der OP-Tisch ist nicht nur röntgenfähig, sondern auch für stark übergewichtige Patienten ausgelegt. Ein multimediales Bildsteuerungssystem ermöglicht die Übertragung von Bildern auf mehrere Monitore im Saal, sodass während eines Eingriffs jegliches Vorgehen bestmöglich abgestimmt werden kann. „Im Zuge des Umbaus haben wir auch sogenannte TAV-Decken einsetzen lassen, die eine Reduktion der Keimbelastung in OP-Räumen und damit optimale hygienische Bedingungen ermöglichen", so Hoppenheit.

Profitieren werden von der neuen Technik in Zukunft zahlreiche Patienten am UKM. Der Saal wurde mit der offiziellen Inbetriebnahme in den Regelbetrieb des OP-Bereichs übernommen, in dem wochentags von 8 bis 19 Uhr operiert wird. „Uns Medizinern ermöglicht der Hybrid-OP dank der hervorragenden Ausstattung das Arbeiten mit äußerster medizinischer Präzision", sagt Gefäßchirurg Prof. Dr. Giovanni Torsello. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Patienten dieses Höchstmaß an technischer Innovation zur Durchführung komplexer Eingriffe am UKM bieten können."

 

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