Drees & Sommer Blitzumfrage: Coronavirus beschleunigt Digitalisierung in Kliniken

  • Wie wird sich die Coronakrise auf die zukünftige Ausrichtung hinsichtlich Digitalisierung und Datenmanagement auswirken?Wie wird sich die Coronakrise auf die zukünftige Ausrichtung hinsichtlich Digitalisierung und Datenmanagement auswirken?
  • Wie wird sich die Coronakrise auf die zukünftige Ausrichtung hinsichtlich Digitalisierung und Datenmanagement auswirken?
  • Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Flächenbedarf und die Flexibilität in den Kliniken aus?
  • Welche grundsätzlichen, neuen Anforderungen an Kliniken ergeben sich aus der Corona-Pandemie?

Die Coronakrise stellt das Gesundheitssystem in Deutschland vor einen nie dagewesenen Stresstest.

Wer Ärzten und Pflegern zuhört, versteht sofort, dass sich etwas ändern muss: lange Arbeitszeiten, keine Pausen und die besonderen hygienischen Vorgaben durch Corona bringen das Personal an seine Grenzen. Punkten können vor allem die Häuser, die mit kurzen Wegen, einer guten Vernetzung von Medizintechnik und Infrastruktur und durchdachten Lagerflächen ihre Abläufe verbessern. Kliniken wollen deswegen noch stärker auf digitale, miteinander vernetzte Prozesse und Methoden setzen, so lauten die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Drees & Sommer-Umfrage. Teilgenommen haben 36 Experten, die verschiedenen Klinikverbünden und medizinischen Einrichtungen in Deutschland angehören.

Investitionen in Digitalisierung steigen

Mehr als jeder dritte Befragte strebt mit digitalem Management anpasste Betriebsprozesse und Abläufe für eine schnelle und durchgängige Datenerfassung und Analytik an. Die bisherige Digitalisierungsstrategie insgesamt nachzuschärfen, hält sogar jeder zweite für notwendig und befürwortet dabei insbesondere smarte Diagnosegeräte oder Telemedizin. „Digitalisierung ist natürlich nicht umsonst zu haben, rechnet sich aber für die Kliniken“, sagt Frank Reuther, Partner bei Drees & Sommer. „Im Schnitt reden wir von rund 5% der Gesamtinvestitionen pro Haus. Gerade bei Klinikbetrieben, die in den roten Zahlen stehen, tun sich die Betreiber mit Investitionen oft schwer. Dabei können digitale Lösungen, klug kombiniert und miteinander vernetzt, Abläufe und Diagnosefindungen entscheidend verbessern. Das führt nicht nur zu mehr Patientensicherheit, sondern trägt auch zur wirtschaftlichen Gesundung bei.“ In Operationssälen könnten beispielsweise digitale Technologien die Luftsteuerung übernehmen und gleichzeitig die Patientensicherheit durch Keimfreiheit erhöhen. Insgesamt ermöglicht die Digitalisierung die Ablaufoptimierung innerhalb der einzelnen Krankenhäuser wie auch in der gesamten Infrastruktur im Gesundheitswesen. So kann nicht nur schneller agiert werden. Durch die damit einhergehende Kontaktvermeidung kann insbesondere für das Personal der Infektionsschutz wirkungsvoll sichergestellt werden.

Um derartige Potenziale zu heben, halten es 42% der Befragten für sinnvoll, jetzt Investitionen in IT-Ausstattung und moderne Medizintechnik zu tätigen. 

Mehr Flexibilität vor Ort: Prozess bedingt die Räumlichkeit

Nicht nur im technologischen Bereich müssen sich Kliniken neu aufstellen, auch baulich sehen die Befragten Handlungsbedarf. Rund drei Viertel sind der Meinung, dass ein Umbau oder eine Aufrüstung notwendig ist, um Infektionen wirksam zu vermeiden. „Um das steigende Patientenaufkommen in den Griff zu bekommen und gleichzeitig die Behandlungsqualität trotz Personalmangel sicherzustellen, können eine ganze Reihe baulich-funktionaler Lösungen zum Einsatz kommen“, erklärt Prof. Dr. Christian K. Lackner, Mediziner und Director der Healthcare Division bei Drees & Sommer. „Dabei gilt: Prozesse, Menschen und Räumlichkeit sind die drei erfolgskritischen Größen, die immer zusammengehören. Im Fall einer Pandemie wie Corona müssen beispielsweise frühzeitig Wege getrennt, Behandlungsflächen eingerichtet und ressourcensparend digital vernetzt werden. Nur so wird das ohnehin stark beanspruchte Klinikpersonal wirksam entlastet.“ Für 61% der Befragten kommen auch Hybridflächen in Frage, die bei Bedarf schnell für die Patientenbetreuung umgenutzt werden können. Rund die Hälfte befürwortet außerdem mehr Fläche für die Lagerung von Geräten und Schutzausrüstung sowie größere Vorhaltflächen für die Allgemein- und Interimspflege. „Letztlich geht es bei allen baulichen Planungen immer um Wegebeziehungen, multifunktionale Räume und die unkomplizierte Verfügbarkeit von Ausrüstung“, so Lackner weiter. 

Höhere Ressourcen sind Teil der Abwehrkette

Auch wenn die deutsche Krankenhauslandschaft seit Beginn der Corona-Krise in kürzester Zeit zusätzliche Ressourcen mobilisiert und Behandlungskapazitäten verdoppelt hat: Noch geben die Gesundheitsexperten keine Entwarnung und sehen Handlungsbedarf: Eine höhere Vorhaltung von Material und medizinischen Geräten halten über zwei Drittel für notwendig. Fast gleichauf liegt der Wunsch nach einer standardisierten „Klinik-Plattform“, etwa um dringend benötigtes Material schneller austauschen zu können. Um einer drohenden Überforderung des Krankenhaussystems bei Pandemiewellen entgegenzuwirken, plädieren 39% außerdem für mehr Pflegepersonal und eine Spezialisierung der Ausbildung. „Wenn die Krankenhäuser selbst Teil der Abwehrkette sein sollen, muss die Immobilie den Krankenhausbetrieb reibungslos sicherstellen können. Sie muss flexibel auf neue Anforderungen reagieren und in ihrer Ausstattung dem Leistungsbedarf und Betriebskonzept folgen“, fasst Reuther zusammen. „Die Immobilie ist das zentrale Rückgrat, um Patientenpfade und betriebsinternen Prozesse abzubilden.“

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Drees & Sommer AG
Untere Waldplätze 28
70569 Stuttgart
Germany
Telefon: +49 711 1317 0
Telefax: +49 711 1317 101

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