Genesungsprozess unterstützten mit Farbe und Licht

Mit Farbe und Licht lässt sich eine Behaglichkeitsatmosphäre schaffen, die den physischen und psychischen Genesungsprozess aktiv unterstützt.

80 % der auf den Menschen einwirkenden Informationen sind optischer Art. 40 % dieser Eindrücke erfolgen über die Farbwahrnehmung. So werden Farben, die auf Menschen wirken, generell als messbare physikalische Größen verstanden. Als Qualitätsmerkmal verstehen sich drei Messgrößen: Farbton, Sättigung, Helligkeit. Daneben ist auch eine psychologische Wirkung verbunden. Farben weisen daher einen entsprechenden Symbolwert auf, der bestimmten Bedeutungen entspricht und auf die Psyche wirkt.

Auf die Wahrnehmung von farbigem Licht hat sich das Auge spezialisiert. 90 % der aus dem Licht gewonnenen Informationen erhält das Gehirn über die Augen. Es dringt hier ein und wird im Augapfel-Hintergrund aufgefangen. Dort reagieren spezialisierte Zellen der Netzhaut hochempfindlich auf Farbein-drücke. Das Licht wird in Nervenimpulse verwandelt und ans Gehirn übertragen. So kann Farbe unseren Organismus physisch beeinträchtigen, denn es lassen sich Einwirkungen auf unser vegetives Nervensystem nachweisen.

Rosenbaum wies bereits in den 60er Jahren in einer Untersuchung mit experimenteller Farbexposition und Fingerpulsamplitude sowie der Pulsfrequenz den physiologischen und parallel psychologischen Reaktionen nach. Auf Rot reagierten die Probanden mit einer Vasokonstriktion, Puls- und Atem-beschleunigung, was als eine sympathicotrophe Reizantwort zu werten ist. Blauexposition rief dagegen eine Vasodilatation hervor, was als Ursache eine Abnahme des Sympathicotonus vermuten lässt. Rot war signifikant anregender als die in den erfragten Items im Indifferenzbereich: Gelb, Grün und Blau-Töne.

Auf der Skala von Wellen und Strahlen ist das sichtbare Licht nur ein kleiner Bereich zwischen ca. 400 und 800 Nanometern. Nur hier wird Licht zu farbigem Licht bzw. zur Farbe. Die Absorbation der Wellen erklärt die Farben, die wir sehen. Andere Bereiche und Ultraviolettes Licht z. B. werden vom Auge nicht mehr wahrgenommen.

Jeder Farbreiz löst einen Gegenfarbreiz im Auge aus. Das ist zu beobachten, wenn man z. B. längere Zeit rotem Licht ausgesetzt war und dann eine weiße Wand betrachtet: Sie wird als grünlichblau wahrgenommen.

Nach den Versuchen von Pythagoras, Plato und Aristoteles, den Zusammenhang des Lichts und der Farben zu erklären, brachte die Arbeit Newtons und Goethes große Erkenntnisse zu den Spektralfarben des Lichtes bis zu Albert Einstein und Max Planck. Die Farbpsychologie spricht jedem Farbreiz in der Außenwelt eine Reaktion in der Innenwelt zu. So können Farben eine heilende Wirkung auf psychosomatische Störungen und Krankheiten haben. Zu beachten ist grundsätzlich, dass unterschiedliche Helligkeiten einen chemischen Abbau im Hintergrund des Auges bewirken, während die Dunkelheit der Farbe deren Aufbau auslöst. Dasselbe gilt bei der farbtherapeutischen Anwendung für Rot und Grün. Die Wahl der Farben hängt auch davon ab, ob der Körper physische bzw. psychische Ruhe oder Animation bedarf. So können warme Farben in einen Zustand versetzen, der der Aufbauarbeit unserer Energien dient.

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