14.11.2011
Whitepaper

Escherichia coli – ein Keim mit vielen Gesichtern

Escherichia coli gilt als der wohl bekannteste Darmkeim. Er gehört wie sehr viele andere Bakterien zur nützlichen Standortflora von Mensch und Tier. Außerhalb des Darmes jedoch ist E. coli als Infektionserreger bekannt.

Aufgrund der anatomischen Nähe geht ein erheblicher Teil von Harnwegsinfekte auf sein Konto. Man spricht dann von uropathogenen E. coli (UPEC). Darüber hinaus ist er an Wundinfektionen und Septikämien beteiligt.

Es existieren jedoch auch eine Vielzahl von E.-coli-Varianten, die nicht zur intestinalen Standortflora zählen und die außer dem einen gemeinsamen Symptom der Diarrhö im Übrigen die unterschiedlichsten pathogenen Eigenschaften entfalten, wenn sie in den Darm des Menschen gelangen. Je nach Ausstattung mit Pathogenitätsfaktoren, die sowohl chromosomal als auch extrachromosomal kodiert sein können, teilt man die pathogenen Vertreter in sogenannte Pathotypen ein (ETEC, EPEC, EIEC, EAEC, DAEC, STEC und EHEC).

Durch serologische Identifizierung werden sie weiter in Serogruppen unterteilt. Dabei sind Zellwandantigene (sog. O-Antigene) und Geißelantigene (sog. H-Antigen) die bestimmenden Determinanten. Der bedeutendste EHEC-Erreger beispielsweise gehört der Serogruppe O157:H7 an. Es gibt aber auch Geißel-freie unbewegliche Varianten (O157:H¯), deren Virulenz die der beweglichen Vertreter noch übertrifft.

 

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