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Insulin glargin (Lantus) – das am besten untersuchte Basalinsuli

09.04.2014 -

Patienten mit Typ-2-Diabetes benötigen eine frühzeitige und individuelle Therapie – so der Tenor bei dem von Sanofi initiierten 6. Hauptstadt-Symposium Diabetes 2014 in Berlin unter dem Vorsitz von Professor Dr. Monika Kellerer, Stuttgart.

Zu den Therapiestrategien direkt nach Gabe von Metformin gehört – bei nicht ausreichender Blutzuckereinstellung – die Therapie mit einem langwirksamen Basalinsulin wie Insulin glargin (Lantus)1,2 für das umfangreiche Langzeit- und Sicherheitsdaten vorliegen.3 Zur weiteren Intensivierung der Therapie sind kurzwirksame GLP-1-Rezeptoragonisten wie Lixisenatid (Lyxumia®) oder ein Mahlzeiteninsulin wie Insulinglulisin (Apidra) gut geeignet.5,6

Professor Dr. Robert Ritzel, München, ging auf die Pathophysiologie des Typ-2-Diabetes ein und unterstrich die Progredienz der chronischen Erkrankung, die unter anderem von zunehmendem Betazell- und Insulinmangel gekennzeichnet ist. Ritzel erklärte: „Patienten mit Typ-2-Diabetes sind metabolisch sehr heterogen. Gründe dafür sind zum Beispiel eine unterschiedliche genetische Veranlagung, Begleiterkrankungen und eine verschieden stark ausgeprägte Insulinresistenz.“ Dem entsprechend steht eine individuelle, patientenzentrierte Herangehensweise bei der Therapie des Typ-2-Diabetes im Vordergrund, so Professor Dr. Michaela Diamant, Amsterdam, Niederlande. Dies spiegelt sich in aktuellen Therapieleitlinien bzw. -empfehlungen nationaler und internationaler Diabetesgesellschaften wider.1,2

Insulin glargin – belegte Langzeiteffektivität und -sicherheit

Von einer intensiven Blutzuckerkontrolle profitieren vor allem Patienten mit einer geringen Diabetesdauer – so die Daten der VADT-Studie.4 Ritzel empfahl daher, frühzeitig zu handeln und legte als mögliche Option direkt nach Metformin-Versagen die Gabe von Basalinsulin dar.1,2 Anhand der ORIGIN-Studie3 unterstrich er die Langzeiteffektivität und -sicherheit von Insulin glargin: In dieser, in der 90-jährigen Geschichte der Insulintherapie einmaligen Studie gelang es, den HbA1c über mehr als sechs Jahre im Normbereich (< 6,5%) zu halten. Außerdem konnte die kardiovaskuläre Sicherheit des Basalinsulins in der Langzeittherapie eindrücklich belegt werden.3 „Diese Ergebnisse müssen alle neuen Therapieoptionen erst noch in Endpunktstudien erreichen“, kommentierte Ritzel.

Patienten, die unter Metformin und Basalinsulin keine ausreichende glykämische Kontrolle mehr erreichen, können von der zusätzlichen Gabe eines prandial wirksamen GLP-1-Rezeptroagonisten wie Lixisenatid (Lyxumia®) profieren: In einer Untersuchung von Rosenstock et al. erreichten unter Insulin glargin plus Lixisenatid im Vergleich zu Insulin glargin plus Placebo signifikant mehr Patienten einen HbA1c-Wert unter 7 Prozent ohne Gewichtszunahme und Hypoglykämien.5

Schrittweise Intensivierung der BOT mit Insulinglulisin

„Muss eine bestehende basalunterstützte orale Therapie (BOT) intensiviert werden, ist eine BOTplus mit der zusätzlichen einmal täglichen Gabe eines Mahlzeiteninsulins ein wirksames Regime mit bestem Verhältnis bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit“, erklärte Professor Dr. Louis Monnier, Montpellier, Frankreich. Dazu präsentierte er Daten von Riddle et al. die zeigen, dass es unter einer BOTplus mit Insulinglulisin (Apidra) zu einer ebenso guten HbA1c-Verbesserung kommt wie bei sofortiger Initiierung einer intensivierten Insulintherapie (ICT) oder der Gabe von 2/2 Mischinsulin – aber mit Vorteilen für die BOTplus besonders im Hinblick auf Gewichtszunahme und Hypoglykämien.6

Quellen

6. Hauptstadt-Symposium Diabetes 2014 „Individuelle Differenzierung als Basis für langfristigen Therapieerfolg und - sicherheit bei Typ-2-Diabetes“, 24.-25. Januar 2014

  1. Inzucchi SE et al., Diabetes Care 2012;35(6):1364-1379
  2. Nationale VersorgungsLeitlinie „Therapie des Typ-2-Diabetes.“ 1. Auflage, August 2013, http://www.diabetes.versorgungsleitlinien.de
  3. The ORIGIN Trial Investigators, N Engl J Med 2012;367:319-328
  4. Duckworth W et al., NEJM 2009;360:129-39),
  5. Rosenstock J et al., Diabetes 2012:61 (Suppl. 1): A 18 6. Riddle MC et al., Diab Obes Metab 2013; doi 10.111/dom.12225

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