19.12.2019
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Aktiver Klimaschutz mit CO2-neutralen Tüchern

  • Jens SchumacherJens Schumacher
  • Jens Schumacher
  • Als produzierendes Unternehmen sieht es die Dr. Schumacher GmbH als vorrangige Aufgabe an, Produkte und ihre Verpackungen konsequent nachhaltig zu optimieren.

Als Hersteller mit besonderer Expertise in der Tuchentwicklung und -produktion schützt Dr. Schumacher nicht nur Patienten und Personal, sondern auch das Klima.

Die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Reduzierung von CO2-Emissionen sind in aller Munde. Immer mehr Unternehmen suchen nach Lösungen, um ihre Produkte möglichst klimaschonend herzustellen und auszuliefern. Seit 2019 ist jedes Dr. Schumacher Tuch, das im Markt eingesetzt wird, 100 % klimaneutral. Über Hintergründe und Motivation sprach Management & Krankenhaus mit Jens Schumacher, geschäftsführender Gesellschafter bei Dr. Schumacher in Malsfeld.

M&K: Auf der Medica stand das Thema Nachhaltigkeit bei Dr. Schumacher am Stand zum ersten Mal im Fokus. Was beinhaltet das konkret?

Jens Schumacher: Dr. Schumacher verfolgt einen ganzheitlichen Klimaschutzansatz und arbeitet bereits seit Jahren daran, die CO2-Emissionen zu reduzieren und somit die Umweltbilanz zu verbessern. So werden wir bereits seit Jahren für unsere umweltfreundliche und ressourcenschonende Arbeitsweise am Standort Malsfeld mit dem EMAS-Siegel (Eco-Management and Audit Scheme) ausgezeichnet, konnten wiederholt unsere Zertifizierungen nach FSC/PEFC (nachhaltige Forstwirtschaft) sowie RSPO (nachhaltig bewirtschaftetes Palmöl) aufrechterhalten und sind nach ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) zertifiziert. Das heißt, wo immer es geht, vermeiden bzw. reduzieren wir die Freisetzung von Treibstoffgasen, die durch die Herstellung unserer Tücher entstehen. Wir setzen, wenn möglich, ressourcenschonende und recyclingfähige Materialien ein und beziehen bereits seit 2013 unseren Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien, was laut einer Information des Umweltbundesamtes vom September 2019 zu einer deutlichen Vermeidung von Treibhausgasen führt. Ergänzend hierzu wurde im Rahmen der Betriebserweiterung eine Energierückgewinnungsanlage installiert, um den Bedarf an Heizöl so gering wie möglich zu halten. Durch effektivere Produktionsabläufe ist es uns darüber hinaus in den letzten vier Jahren gelungen, unsere Abfallmengen um nur 5% zu erhöhen, obwohl wir ein um 35% gestiegenes Produktionsvolumen verzeichnen können.

Aber auch unsere Energie- und Wasserbedarfe sowie Abwassermengen unterliegen einer engmaschigen Kontrolle.

Wir sind davon überzeugt, dass Klimaschutz nur im Gesamtpaket funktioniert. So sind zur Unterstützung der E-Mobilität aktuell zehn Doppel-E-Ladesäulen auf dem Firmenparkplatz in Vorbereitung, die 20 E-Fahrzeuge gleichzeitig aufladen können. Die ersten fünf Ladesäulen werden noch bis Ende dieses Jahres installiert, die anderen fünf folgen im nächsten Jahr.

Wie war die Resonanz bei den Besuchern?

Schumacher: Europäische Besucher haben uns aktiv auf das Thema Nachhaltigkeit und unser Statement zu CO2-neutralen Tücher angesprochen und hinterfragt, was sich hinter unseren Aussagen verbirgt. Wir haben festgestellt, dass Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Treibhausgase oder CO2-Neutralität bereits tief im Bewusstsein verankert sind. Bei Besuchern aus Asien beispielsweise konnten wir jedoch keine spürbare Resonanz verzeichnen. Vermutlich sind diese Themen hier noch nicht so präsent wie in Europa. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass sich dies in den nächsten Jahren ändern wird.

Wo gibt es bisher Grenzen und an welchen Aspekten sollen in Zukunft weiter klimaneutrale Lösungen entwickelt werden?

Schumacher: Regulatorische Gründe und hohe Sicherheitsanforderungen erlauben im Gesundheitswesen keine vollumfängliche Klimaneutralität der Produkte. Kunststofffasern sind beispielsweise für die sichere Wirksamkeit vorgetränkter Desinfektionstücher unverzichtbar. Dies können wir aktuell nicht ändern, arbeiten aber an Lösungen. Für die Treibhausgas-Emissionen, die wir zurzeit nicht reduzieren können, übernehmen wir bewusst die Verantwortung und gleichen den CO2-Fußabdruck von Tuchprodukten der Marke Dr. Schumacher aus. Hierzu arbeiten wir mit ClimatePartner, einem anerkannten Klimaschutzpartner für Unternehmen, zusammen. Als Unternehmen mit einer eigenen Tochtergesellschaft in Indien freuen wir uns besonders, das Trinkwasserprojekt Odisha unterstützen zu dürfen. In Kooperation mit ClimatePartner tragen wir dazu bei, dass in diesem nordindischen Bundesstaat mehr als 30.000 Familien sauberes, aufbereitetes Wasser erhalten.

Zur Person

Jens Schumacher (*1973) ist studierter Apotheker und Master of Business Administration (MBA). Seit 1998 leitet er das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder als Geschäftsführender Gesellschafter und zeichnet für die Bereiche Personal, Finance & Controlling sowie die Dienstleistungstochter EQmed verantwortlich.

 

Kontaktieren

Dr. Schumacher GmbH
Am Roggenfeld 3
34323 Malsfeld
Telefon: +49 5664 9496-0
Telefax: +49 5664 8444

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