Personalia

Bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit angeborenen Herzfehlern

30.11.2023 - Mit der Berufung der Kinderkardiologin Katharina Schmitt zur bundesweit ersten W3-Professorin für Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin geht das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) neue Wege.

Dank der großen Fortschritte in der Kinderherzmedizin erreichen heute auch Patientinnen und Patienten mit schweren angeborenen Herzfehlern in den meisten Fällen das Erwachsenenalter. Anders als noch vor einigen Jahrzehnten geht es in der Kinderherzmedizin also nicht mehr primär um das Überleben der Betroffenen, sondern um die Sicherstellung einer hohen Lebensqualität in allen Lebensphasen.

Zur Korrektur komplexer Fehlbildungen sind in den ersten Lebensjahren oft aufwändige Operationen und lange Krankenhausaufenthalte notwendig. Den entsprechend schweren Start ins Leben gilt es bestmöglich und ganzheitlich zu begleiten, um Verzögerungen in der körperlichen, motorischen oder psychischen Entwicklung der Kinder frühzeitig und gezielt entgegenzuwirken.

Lebensbegleitende Versorgung

Auch nach der Entlassung aus der Klinik ist eine engmaschige, fachübergreifende und spezialisierte Begleitung notwendig – ein Leben lang.

Die DHZC-Kliniken für Angeborene Herzfehler – Kinderkardiologie und für die Chirurgie Angeborener Herzfehler – Kinderherzchirurgie gehören zu den international führenden Zentren für die lebenslange Versorgung von Patientinnen und Patienten mit angeborenen Herzfehlern.

Für die wachsende Zahl von Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern liegen allerdings noch vergleichsweise wenige Daten zur Langzeitentwicklung und Lebensqualität vor – und entsprechend wenige fundierte und einheitliche Versorgungskonzepte.

Innovation und Forschung schließen Versorgungslücken

Mit der Einrichtung einer bislang einmaligen W3-Professur für Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin wird am Deutschen Herzzentrum der Charité nun die Grundlage zum Aufbau eines entwicklungspädiatrischen Zentrums geschaffen – und damit der Rahmen zur strukturierten, zielgerichteten Entwicklung der Versorgungsqualität von Patientinnen und Patienten mit angeborenen Herzfehlern, flankiert von intensiver Forschung und Lehre.

Schwerpunkte dabei sind:

• „Elektronische Patient Reported Outcome Measures (ePROMs)“: Um Behandlungserfolge zu bewerten, werden zunehmend die Einschätzungen von Gesundheitszustand und Lebensqualität durch Patientinnen und Patienten selbst genutzt. Die Entwicklung von Konzepten zur regelmäßigen Erfassung und Auswertung dieser Beurteilungen werden in vielen Bereichen der Medizin immer wichtiger. Im Bereich der angeborenen Herzfehler strebt das DHZC hier eine führende Rolle an.

• Konzepte zur familienorientierten Versorgung (Family Centered Care - FCC): Eltern und Geschwister von Patientinnen und Patienten mit angeborenen Herzfehlern spielen beim Genesungsprozess eine wichtige Rolle und müssen entsprechend in das Behandlungsteam integriert werden. Zugleich muss die mit der Diagnose eines schweren Herzfehlers verbundene Belastung für die ganze Familie im Behandlungskonzept berücksichtigt werden.

• Der Ausbau bestehender Forschungsnetzwerke sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch der klinischen Forschungsarbeit, insbesondere mit dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, dem Kompetenznetz für Angeborene Herzfehler und dem Zentralen Register für Angeborene Herzfehler.

Berufung einer erfahrenen Spitzenmedizinerin

Prof. Dr. med. Katharina Schmitt absolvierte ihr Medizinstudium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Bereits seit 2002 gehört sie zum Team der Klinik für Angeborene Herzfehler – Kinderkardiologie am heutigen DHZC.

Katharina Schmitt ist Fachärztin für Kinderkardiologie mit den Zusatzbezeichnungen für Intensivmedizin und „EMAH – Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern“.

Sie habilitierte sich im Jahr 2011 und wurde in Würdigung ihrer Leistungen in Forschung und Lehre im Jahr 2019 zur außerplanmäßigen Professorin der Charité – Universitätsmedizin Berlin ernannt.

Parallel zur Berufung als Professorin für Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin übernahm Katharina Schmitt auch die Leitung der Psychokardiologie am DHZC.

„Dass immer mehr Patientinnen und Patienten mit schweren angeborenen Herzfehlern das Erwachsenenalter erreichen, ist ein Erfolg des medizinischen Fortschritts, zugleich aber auch eine neue große Herausforderung, der wir uns am DHZC mit ganzer Kraft stellen wollen“, sagt Prof. Schmitt. „Allen Kolleginnen und Kollegen, die uns auf diesem Weg begleitet haben und weiter begleiten werden, gilt mein herzlicher Dank!“

Kontakt

Deutsches Herzzentrum Berlin

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

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