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In einem neuen Kreißsaal startet die Studie Be-Up: Geburt aktiv

30.10.2019 -

Die Darmstädter Frauenklinik ist auf dem Weg zum hebammengeführten Kreißsaal. Eine Studie untersucht, ob die Umgestaltung des Gebärraums den Geburtsverlauf verbessern kann.

Der neugeschaffene und im Juli in Betrieb gegangene zweite Kreißsaalbereich am Klinikum Darmstadt ist auf dem Weg zum hebammengeführten Kreißsaal. Noch suchen der Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Sven Ackermann und die leitende Hebamme Muradiye Uzunkavak Hebammen und Entbindungspfleger zur Verstärkung des Teams, um dies umsetzen zu können. Beim hebammengeführten Kreißsaal betreuen Hebammen eigenverantwortlich gesunde Schwangere vor, während und nach der Geburt ohne ärztliche Geburtshelfer. „Wir tun alles dafür, dass jede Schwangere sich bei uns unter der Geburt bestmöglich betreut und umsorgt fühlt. Wir können in unseren Kreißsälen alles unter einem Dach anbieten – von der Wohlfühlgeburt bis zum Notkaiserschnitt. Bei uns sind Mutter und Kind immer in guten und sicheren Händen, auch im Ernstfall, da die Neugeborenen-Intensivstation mit ihren Kinderärzten rund um die Uhr direkt greifbar ist. Das macht das Perinatalzentrum Südhessen aus und einzigartig“, sagt Ackermann.

Einer der drei neuen Kreißsäle, die seit Juli in Betrieb sind, ist besonders umgebaut worden: Das Kreißsaalbett ist hinter einem Paravent versteckt. Das Ambiente ist besonders wohnlich gestaltet. Es besteht die Möglichkeit, sich die Umgebung mit verschiedenen Schaumstoffelementen individuell auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Mit diesem Kreißsaal ist die Geburtsklinik am Klinikum als 16. Klinik in Deutschland in der Studie „Be-UP: Geburt aktiv“ aufgenommen worden. Die Studie untersucht wissenschaftlich, ob die Umgestaltung eines Gebärraums positive Auswirkungen auf den Geburtsverlauf hat.

Dazu werden bis zum Frühjahr 2020 deutschlandweit insgesamt 4.000 Studienteilnehmende nach dem Zufallsprinzip einem alternativen oder üblichen Geburtsraum zugeteilt. Die Studie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und unterstützt von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Hochschule für Gesundheit in Bochum.

„Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis der Studie und freuen uns, davon Teil zu sein“, sagt Ackermann weiter und verspricht, dass das Ergebnis auf jeden Fall in die Ausgestaltung der komplett neuen Kreißsäle einfließen wird, die Ende 2020 im Zentralen Neubau in den Betrieb gehen.

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