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Erster Troponin-Test für vermeintlich Gesunde

12.10.2018 -

Abbott erhält das CE-Zeichen für den ersten Troponin- Test, der hilft das Herzinfarktrisiko von vermeintlich gesunden Erwachsenen möglicherweise Monate bis Jahre im Voraus zu bestimmen.

Forschungsergebnisse zeigen: Die Ergänzung der bisherigen ärztlichen Versorgung um den Hochsensitiven Troponin-I-Diagnostiktest, ermöglicht es, das Risiko für einen Herzinfarkt oder andere kardiale Ereignisse Monate bis Jahre im Voraus zu erkennen. Ärzten steht damit ein Bluttest zur Verfügung, der einen Biomarker des Herzens bestimmt. Wer ein erhöhtes Risiko hat, kann frühzeitig seinen Lebensstil verändern und die notwendigen medizinischen Schritte einleiten, um einer Herzerkrankung vorzubeugen.

Herzkreislauferkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache [1]. Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen ist es möglich, Herzerkrankungen vorzubeugen, wenn sie frühzeitig erkannt werden, der Lebensstil geändert wird und falls notwendig entsprechende Medikamente eingenommen werden. Damit Menschen mehr für ihre Herzgesundheit tun können, teilte Abbott heute mit, dass der Hochsensitive Troponin-I-Bluttest des Unternehmens der erste Troponin-Test mit CE-Zeichen ist, der das Herzinfarktrisiko oder andere kardiale Ereignisse bei ansonsten gesund erscheinenden Menschen möglicherweise Monate oder Jahre im Voraus erkennen kann. Diese lebensverändernde Technologie hat das Potenzial, einen Wandel in der Herzdiagnostik herbeizuführen.

Der Diagnostiktest ermöglicht es Ärzten, anhand eines spezifischen Biomarkers des Herzens zu erkennen, ob jemand ein Risiko hat, eine Herzerkrankung zu entwickeln. Bisher ist es so, dass Ärzte hierfür, gemäß der Empfehlung der Europäischen Leitlinien, indirekte Herzgesundheitsfaktoren untersuchen, um dieses Risiko zu bestimmen. Der Cholesterinspiegel und der Blutdruck einer Person werden bestimmt, und es wird untersucht, ob jemand an Diabetes erkrankt ist oder raucht [2].

Umfangreiches Forschungsmaterial zeigt: Bessere Prognosen zum Risiko zukünftiger kardialer Erkrankungen einer Person ermöglicht die Messung der Troponin-Werte mit dem Hochsensitiven Troponin-I-Test von Abbott, wenn der Test den heutigen Versorgungsstandard ergänzt [3-7]. So zeigte etwa die west-schottische Studie zur koronaren Prävention (West of Scotland Coronary Prevention Study, WOSCOPS), dass die Troponin-I-Werte ein Indikator für ein erhöhtes Risiko koronarer Herzerkrankungen sind – unabhängig davon, ob der Cholesterinspiegel gesenkt werden kann oder nicht – und identifizierte die Patienten, die am meisten von einer vorbeugenden Behandlung mit Statinen profitierten [4].

„Unsere Herausforderung ist es nicht nur, Krankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln. Vielmehr rückt die Prävention von Erkrankungen zunehmend in den Vordergrund unseres medizinischen Handelns“, erläutert Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

„Ein Biomarker, der Verletzungen des Herzens anzeigt, kann uns bei unserer Risikobeurteilung helfen, um eine kardiovaskuläre Erkrankung früher zu identifizieren. Dann können wir in Abhängigkeit des Risikos zielgerichtet präventiv handeln. Ein hochsensitiver, kardialer Troponin-I-Test, der zu diesem Zweck eingesetzt wird, kann frühzeitig Individuen mit hohem kardiovaskulärem Risiko identifizieren und eine individuelle präventive Therapie stimulieren.“

Bei Herzerkrankungen: Wandel von der Diagnose zur Prävention

Troponin-I-Proteine werden vom Herzen in den Blutkreislauf freigesetzt und sind erhöht, wenn der Herzmuskel aufgrund einer verminderten Durchblutung geschwächt ist. Der ARCHITECT STAT Hochsensitive Troponin-I-Bluttest von Abbott wird seit fünf Jahren in Ambulanzen in ganz Europa eingesetzt, und unterstützt Ärzte dabei, Herzinfarkte schneller und präziser zu erkennen; vor allem bei Frauen, die meist niedrigere Troponin-Spiegel haben [8].

Der Hochsensitive Troponin-I-Test misst bereits sehr geringe Mengen des Troponins. Damit kann der Diagnostiktest zur Früherkennung kardialer Risiken eingesetzt werden, selbst bei Personen, die bisher keine Anzeichen von Herzerkrankungen gezeigt haben. Der Test kann ergänzend bei einer Routine-Blutentnahme des Kardiologen oder Hausarztes durchgeführt werden. Er ermöglicht es Ärzten, die Vorgänge im Herzen besser zu verstehen und somit das zukünftige Risiko eines Herzinfarkts oder anderer kardiologischer Ereignisse besser zu erkennen. Mit dieser zusätzlichen Information können Ärzte helfen, sicherzustellen, dass Personen mit hohem Risiko die richtige Behandlung erhalten. Gleichzeitig können sie helfen, unnötige Untersuchungen und Medikamentenverabreichungen zu vermeiden und damit Kosten einzusparen.

„Endlich gibt es einen Test, der das Risiko von Herzerkrankungen ermittelt,“ so Dr. Agim Beshiri, leitender medizinischer Direktor für die weltweiten wissenschaftlichen Angelegenheiten der Diagnostikabteilung von Abbott. „Dieser Fortschritt hat das Potenzial, bestehende Konzepte zur Prävention von Herzerkrankungen zu verändern. Der Hochsensitive Troponin-I-Test kann Teil einer Routineuntersuchung sein und somit bestehende Versorgungsroutinen einfach ergänzen.“ Das Herz der Gesundheitsvorsorge erreichen: Mit präziser und frühzeitiger Diagnose Zusätzlich zur genaueren Bestimmung des Herzrisikos, wurde der Hochsensitive Troponin-ITest von Abbott so entwickelt, dass Biotin die Testergebnisse nicht beeinflusst. Das Vitamin Biotin wird als Ergänzungsmittel für Haare, Haut und Nägel immer beliebter. Allerdings kann Biotin einige Laboruntersuchungen beeinträchtigen, einschließlich kardialer Tests; was zu falschen positiven oder negativen Ergebnissen führen kann. Ein genaues Bild der Herzrisiken eines Patienten kann Ärzten dabei helfen, sicherzustellen, dass jeder Patient die richtige Behandlung erhält.

Der Hochsensitive Troponin-I-Test ist jetzt für die Bewertung kardialer Risiken auf dem ARCHITECT-System von Abbott in Ländern mit CE-Zeichen und in Ländern, in denen für dieses Produkt eine regulatorische Registrierung nicht benötigt wird.

Quellen:

[1] Factsheet kardiovaskuläre Erkrankungen (Engl.). Weltgesundheitsorganisation, Mai 2017. http://www.who.int/newsroom/

fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds).

[2] Roques F et al. Eur Heart J. 2003 May;24(9):882-3.

[3] Sigurdardottir FD et al. Am J Cardiol. 2018;121(8):949-955. https://doi.org/10.1016/j.amjcard.2018.01.004

[4] Ford I et al. J Am Coll Cardiol. 2016; 68(25) 2719-2728.

[5] Blankenberg S et al. Eur Heart J. 2016 Aug 7;37(30):2428-37.

[6] Omland T et al. Clin Chem. 2015 Apr;61(4):646-56.

[7] Everett et al. Circulation. 2015; 131(21):1851-1860.

[8] Shah, Anoop SV et al. BMJ. 2015;350:g7873.

[9] Deutsche Herzstiftung; Deutscher Herzbericht 2017; https://www.herzstiftung.de/herzbericht

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