IT & Kommunikation

Notfall-Checkliste für die Anästhesiologie „eGENA“ verfügbar

Die elektronische Gedächtnis- und Entscheidungshilfe für Notfälle in der Anästhesie, kurz eGENA, steht für Anästhesiologen deutschlandweit zum Download bereit.

Die Web-Applikation eGENA („elektronische Gedächtnis- und Entscheidungshilfe für Notfälle in der Anästhesie“) wird als Notfall-Checkliste in der Anästhesiologie für den Routine- und Notfallbetrieb eingesetzt. Dabei ist sie ein wichtiges Hilfsmittel, um Anästhesisten im Notfall zu entlasten und so die Sicherheit für Patienten im Operationssaal zu erhöhen.
Laut Priv.-Doz. Dr. Michael St. Pierre, Oberarzt am Universitätsklinikum Erlangen und Projektleiter, habe eine Arbeitsgruppe im Rahmen des Förderprojekts der Funk Stiftung realisieren können, was im Fach Anästhesiologie in all den Jahren zuvor bisher noch niemand umsetzen konnte. 

Als ‚Progressive Web App’, die auf Computer oder Tablet direkt im OP-Saal installiert werden kann, verbessert eGENA auf effiziente Art und Weise die medizinische Versorgung. Die nach DIN EN ISO 9241-210 entwickelte eGENA gibt dabei benutzerfreundlich Hilfestellung in intra- und perioperativen Notfallsituationen und leitet den Anwender zuverlässig durch Sofortmaßnahmen, diagnostische Überlegungen sowie Therapieentscheidungen. Aufgrund der Darstellung auf Tablets oder Computerbildschirmen können alle Teammitglieder Einsicht in die aktuellen Handlungsitems nehmen und dadurch das gemeinsame Agieren optimieren.

Um die Anwenderfreundlichkeit und lokale Relevanz zu erhöhen, bietet eGENA Kliniken die Möglichkeit, lokal relevante Informationen (z. B. Telefonnummern, Handelsnamen von Medikamenten, Lagerorte von Notfallequipment etc.) anzupassen. Da eine strukturierte Einführung und ein Training im Umgang mit eGENA maßgeblichen Einfluss auf die Akzeptanz und Anwendungshäufigkeit im Alltag haben wird, wird zusammen mit der App auch ein integriertes Schulungskonzept angeboten, mit dessen Hilfe die Einführung von eGENA in den Kliniken durchgeführt werden kann. Die Web-Applikation wurde von einer Arbeitsgruppe des Berufsverbands Deutscher Anästhesisten (BDA) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) entwickelt; weiterer Kooperationspartner war das Institut für Medizininformatik der Universität Erlangen-Nürnberg. 

Dr Alexander Klein, Repräsentant der Funk Stiftung, kommentiert: „Wenn eGENA zu einer Standardanwendung bei Anästhesisten geworden ist, macht das jede Narkose in Klinik und Praxis sicherer. Zwischenfälle werden beherrschbarer, besonders auch, weil die vorhandenen Teamressourcen systematisch genutzt werden.“

Weitere Informationen sowie ein Video zu eGENA finden Sie auf den Webseiten der Funk Stiftung, des BDA und der DGAI:

www.funk-stiftung.org/de/projekte/risikomanagement/elektronische-gedaechtnis-und-entscheidungshilfe-fuer-notfaelle-in-der-anaesthesie/

www.bda.de/projekte-themen/egena.html

www.dgai.de/projekte/egena.html

Kontakt

Funk Stiftung

Valentinskamp 18
20354 Hamburg

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