Klinikum am Plattenwald fertiggestellt

  • Der Neubau „Klinikum am Plattenwald“ der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH ist Anfang Juni 2016 in Betrieb gegangen.Der Neubau „Klinikum am Plattenwald“ der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH ist Anfang Juni 2016 in Betrieb gegangen.

Der Neubau „Klinikum am Plattenwald“ der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH, für den die HWP Planungsgesellschaft mbH (HWP) die Generalplanung des Objektes übernahm, ist nach rund sechs Jahren Planungs- und Bauzeit Anfang Juni 2016 in Betrieb gegangen.

Der innovative Klinikneubau verfügt über 350 Betten, sieben Vollgeschosse und 5 Pflegestationen (4 Regelleistung, 1 Wahlleistung) und erstreckt sich auf einer Nutzfläche von insgesamt 23.630 Quadratmetern. Das neue Klinikum besticht neben seiner Lage mitten im Grünen, seiner technischen Ausstattung und seiner regenerativen Energiekonzeption, auch durch seine besonders flexible, komfort- und funktionsorientierte Architektur.

Architektonische Gliederung

Das Klinikum gliedert sich in zwei Hauptgebäudeteile, die auf der Höhe der Untersuchungs- und Behandlungsbereiche als horizontal gegliederte Flachbauten gestaltet sind. Die repräsentative, lichtdurchflutete Eingangshalle, die eine hotelähnliche Rezeption in Ellipsenform beherbergt, verbindet die beiden Gebäudeteile. Auf Höhe der drei Pflegegeschosse wurde eine lichtdurchflutete, dreistöckige Verbindungsbrücke realisiert.

Klare Zonierung und einfach Orientierung

Durch eine durchdachte Zuordnung der medizinischen Funktionen zueinander, konnten dank einer kompakten Architektur sehr kurze horizontale und vertikale Wege geschaffen werden. Die einfache Orientierung wird mittels einer besonderen, für das Projekt entwickelten schlichten und zeitgemäßen Signaletik weiter unterstützt.

Hohe Wirtschaftlichkeit der Flächen und der Technik

Die kompakte Geometrie des Gebäudes und die optimal funktional ausgelegte Grundrissgestaltung ermöglichen eine besonders hohe Wirtschaftlichkeit der Flächen. Diese leitet sich aus dem Verhältnis der Bruttogrundfläche zur Nutzfläche ab (Idealfall 1,85; Negativer Wert ab: 2,25). Das neue Klinikum am Plattenwald erreicht einen sehr guten Wert von 2,01.

So ist beispielsweise durch die Anordnung der Technikebene auf halber Höhe des Krankenhauses die technische Versorgung der Operationsbereiche direkt darunter und der Pflegebereiche in den darüber liegenden Ebenen auf kurzmöglichstem Wege gewährleistet. Optimale Materialflüsse entstehen durch die Anordnung der Zentralsterilisation, die direkt unter den Operationsbereichen verortet wurde.

Hoher Komfort für Patienten und Mitarbeiter

Bei der Planung und Realisierung des Neubaus legten die HWP Architekten großen Wert auf Ambiente und Komfort für Patienten und Mitarbeiter. Die neuen Patientenzimmer sind vorwiegend als Zwei-Bettzimmer vorgesehen und mit 28 Quadratmetern großzügig gestaltet. Eine besonders helle und freundliche Atmosphäre entsteht durch die großen Fenster. Zur Orientierung bei Nacht tragen in den Patientenzimmern so genannte „Pantoffelleuchten“ bei, die durch eine sanfte Beleuchtung den Weg vom Patientenbett zum Badezimmer weisen. Jeder Patient erhält einen Patientenschrank mit mobilem Innenleben, dessen Innenteil er ohne Aufwand bei internen Verlegungen mitnehmen kann. Das gesamte Klinikum ist barrierefrei und behindertenfreundlich gestaltet. Leitlinien nach dem „Zwei-Sinne-Prinzip“ helfen zusätzlich bei der Orientierung. Das HWP Planungsteam legte großen Wert darauf, Komfort und ergonomische Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu schaffen. Der neue Personalspeisesaal bietet einen tollen Ausblick nach draußen und die großzügige Außenterrasse können die Mitarbeiter zur Entspannung nutzen. Selbst in Bereichen, in denen sonst teilweise ergonomische Qualitäten vernachlässigt werden wie z.B. der Zentralsterilisation, konnte Tageslicht berücksichtigt werden.

Medizintechnische Ausstattung

Im Klinikum am Plattenwald wurden sechs multifunktionelle Operationssäle und ein Hybrid-OP verwirklicht. Die sechs multifunktionelle Operationssäle sind alle mit denselben technischen Grundkomponenten ausgestattet, die auch eine Erweiterbarkeit der technischen Ausstattung erlauben. Dies bietet den Vorteil, dass sie bei Bedarf variabel organisatorisch eingesetzt werden können. Der Hybrid-OP ist mit einem bodenstehenden C-Bogen ausgestattet. Durch das auf Robotertechnologie basierende Multiachsen-Angiosystem werden der Computertomografie ähnliche Aufnahmen erzielt. Damit werden dreidimensionale Darstellungen der Gefäße während eines Eingriffs möglich gemacht. Der resultierende Nutzen für Patienten und Chirurgen ist enorm.

Effizienter, regenerativer Energiemix

Eine weitere Besonderheit stellt die innovative, auf einem regenerativen Energiemix beruhende, Energiekonzeption dar: Die Energieversorgung wird zum einen über die neue Energiezentrale mit drei Blockheizkraftwerken (BHKW) und einer Kraft-Wärme-Kopplung gesichert. Zwei der BHKW können mit Biogas der umliegenden, kooperierenden Landwirte betrieben werden. Die vorhandene Erdwärme reduziert im Winter den Energiebedarf zur Heizung und im Sommer dient sie zur Temperierung der Raumtemperatur. So werden unangenehme Spitzentemperaturen vermieden. Das Klinikum am Plattenwald kann mit dieser Energiekonzeption sogar den vorgeschriebenen Primärenergiebedarf der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) um 25 Prozent unterschreiten.

 

 

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HWP Planungsgesellschaft mbH
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