Virtualisierung im Krankenhaus: St. Vincenz-Krankenhaus Limburg zeigt Pioniergeist

  • Der entscheidende Vorteil von Desktop-Virtualisierung: Das Rechenzentrum stellt Betriebssystem und alle Anwendungen inklusive KIS-Applikationen für alle Klinikmitarbeiter als virtuelle Desktops bereit (Abb.: Concat).Der entscheidende Vorteil von Desktop-Virtualisierung: Das Rechenzentrum stellt Betriebssystem und alle Anwendungen inklusive KIS-Applikationen für alle Klinikmitarbeiter als virtuelle Desktops bereit (Abb.: Concat).

Auf Virtualisierung setzt das St. Vincenz-Krankenhaus in Limburg in einem dreistufigen Projektplan: die IT-Infrastruktur mit fast 600 virtuellen Desktops ist eingerichtet. Weiterhin wurde das Krankenhaus-Informations-System (KIS) modernisiert.

In einem dreistufigen Projektplan stellte das St. Vincenz-Krankenhaus in Limburg die IT-Infrastruktur mit fast 600 virtuellen Desktops vollständig auf Virtualisierung um und modernisierte das

Schon früh erkannte das Krankenhaus Limburg, dass die IT heute der wesentliche Erfolgsfaktor für Versorger im Gesundheitswesen ist. Entsprechend lautet das Motto: Mit Herz und Technik für die Patienten. „Der Patient steht bei uns im Mittelpunkt", so Klaus-Werner Szesik, Geschäftsführer des St. Vincenz-Krankenhauses. Daher suchte das Krankenhaus einen Partner, der die unterschiedlichen Welten der Krankenhaus-IT nicht nur versteht, sondern auch miteinander verbinden kann. Nach einer Bewertungsphase entschied sich die Leitung für das herstellerneutrale Unternehmen Concat mit Hauptsitz in Bensheim.

Das Healthcare-Team des Systemhauses unterstützt den IT-Leiter Josef Pötz und seine Mitarbeiter bei den einzelnen Implementierungsschritten:

  1. Server-, Speicher- und Desktop-Virtualisierung mit Thin und Fat Clients,
  2. Rollout der Lesegeräte für den Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte (eGK),
  3. Einführung des neuen Krankenhaus-Informations-Systems (KIS) Orbis von Agfa.

„Mit dem Virtualisierungskonzept können wir den Managementaufwand der IT-Gesamtumgebung so gering halten, dass dem Personal mehr Zeit bleibt für die Betreuung der Patienten", freut sich Szesik.

Den ersten Teil der Erneuerung hat IT-Leiter Josef Pötz mithilfe der externen Healthcare-Spezialisten abgeschlossen: Im Rahmen des Optimierungsprojektes wurden in den beiden Rechenzentrumsräumen des Krankenhauses eine SAN-Infrastruktur sowie jeweils eine Virtualisierungslösung für Server und Speicher installiert. Bereits vorhandene Serversysteme und Daten migrierten die Experten in die Servervirtualisierung. Außerdem bauten sie eine Virtualisierungsumgebung für bis zu 600 Desktops neu auf.

Das wichtigste Kriterium beim Modernisieren der IT-Infrastruktur war die komplett redundante Auslegung der Systeme, um sie mit höchster Verfügbarkeit auf der neuen Hardware betreiben zu können.

Weitere wesentliche Kriterien waren Skalierbarkeit, Stabilität, einfaches Management und hohe Datensicherheit.

Bei der Auswahl der Systeme achteten die Verantwortlichen auch auf das Thema Green-IT in puncto Ressourcen: Die Einführung von Blade-Server-Systemen und Thin Clients hilft dem Krankenhaus, massiv Stromkosten zu sparen - nicht nur bei den Hunderten IT-Arbeitsplätzen, sondern auch bei den Klimakosten im Rechenzentrum. Des Weiteren gehört das Thema Datenverluste jetzt der Vergangenheit an: Durch die Verlagerung der gesamten Daten in das Rechenzentrum können die Klinikmitarbeiter keine Daten mehr verlieren. Dies stellt die dedizierte Regelung von einzelnen Zugriffen auf den Datenbestand sicher.

Als nächster Schritt folgte der Übergang zur Desktop-Virtualisierung. Diese begann im Herbst 2010 und dauert noch an. „Wir tauschen die in der Vergangenheit entstandene Server- und Applikationsstruktur mit rund 550 IT-Arbeitsplätzen vollständig aus", erläutert Pötz. Diese Ausstattung war mit dem ständig wachsenden Datenvolumen nicht mehr fertig geworden. An ihre Stelle treten virtualisierte Desktops und Server, die alle logisch im Rechenzentrum liegen. „Damit haben wir die Datensicherheit erheblich erhöht und die Verwaltung vereinfacht, weil viele der disparaten Festplatten weggefallen sind", so Pötz. Denn: Jegliche Software und alle Clients werden seither nur noch zentral installiert bzw. zentral administriert. Auch sämtliche Backups werden zentral angestoßen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Austausch von Server- und Storage-Systemen im laufenden Betrieb erfolgen kann.

Die Forderung nach Lesbarkeit der neuen eGK musste ebenfalls zeitnah umgesetzt werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Kartenterminals SCM Microsystems ließ sich die Integration der Lesegeräte an die Thin-Client-Umgebung schnell und problemlos realisieren.

Im dritten Projektabschnitt führen der IT-Leiter und sein Team derzeit das neue KIS-System Orbis von Agfa Healthcare ein. Auch die KIS-Applikationen sind zentral im Rechenzentrum angesiedelt und kommen virtuell auf die Desktops der Mitarbeiter.

Mit dem Übergang vom Client-Server-Computing zum Server-Based-Computing mit Thin Clients spart das St. Vincenz-Krankenhaus nicht nur Kosten für die Anschaffung neuer Hardware. Tatsächlich handelt es sich um eine strategische Entscheidung: Die Zentralisierung aller Standard-Applikationen auf einer Serverfarm im Rechenzentrum vereinfacht die Verwaltung ganz erheblich, weil PCs und Thin Clients nicht mehr lokal von Hand konfiguriert werden müssen:

Die IT-Admins brauchen Release-Wechsel oder spezielle Applikationen nicht mehr vor Ort aufzuspielen und sparen viel Zeit bei der Betreuung, da Störungen vor Ort kaum noch auftreten. „Mit der Desktop-Virtualisierung können wir das jetzt alles von unserem Rechenzentrum aus durchführen", so Pötz. „Wir sind dadurch schneller, flexibler und effizienter. Das freut die Endanwender."

Um die neue IT-Infrastruktur noch produktiver zu machen, beschloss das St. Vincenz-Krankenhaus im ­April dieses Jahres, auch den IT-Betrieb per Outtasking an Concat auszulagern. Seitdem überwacht der unternehmenseigene Enterprise Helpdesk aus der Ferne sämtliche IT-Systeme des Klinikums und prüft, ob die definierten Performancewerte eingehalten werden. Der First-Level-Helpdesk erkennt so potentielle Fehlerquellen oder Engpässe frühzeitig und kann sie sofort beheben.

Der entscheidende Vorteil für den Klinik-Geschäftsführer: „Anhand der Parameter sehen wir, wie sich die Auslastung der Systeme entwickelt, und können daraus Erkenntnisse für die Planungen der nächsten Investitionen ableiten", so Klaus-Werner Szesik.

 

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