Vitos Fachtagung befasst sich mit Digitalisierung

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80 Teilnehmer informierten sich über Chancen und Risiken der Nutzung digitaler Medien.

Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung: Digitale Medien prägen weite Bereiche unseres Alltags. Auch in der Behandlung psychisch kranker Menschen können digitale Anwendungen hilfreich sein und erlangen daher zunehmend Bedeutung. Gleichzeitig birgt eine intensive Mediennutzung Risiken und kann unter Umständen krank machen. Diese beiden Aspekte hat Vitos nun bei einer Fachtagung in den Blick genommen. „Im Spannungsfeld: Digitalisierung und Psychiatrie“ lautete der Titel der Veranstaltung am Mittwoch, 11. Dezember. Etwa 80 Teilnehmer, darunter Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten, kamen dazu ins Vitos Klinikum Rheingau nach Eltville. Veranstaltet wurde die Fachtagung von der Vitos Akademie.

„In der Psychiatrie können digitale Anwendungen sowohl in der Diagnostik, als auch in der Therapie sehr hilfreich sein“, sagte Prof. Dr. Sibylle C. Roll, Ärztliche Direktorin des Vitos Klinikums Rheingau. Als Beispiele nannte sie Online-Fragebögen oder Blended Care. Dabei wird die herkömmliche Behandlung mit digitalen Modulen verzahnt, die Patienten selbstständig bearbeiten können. Die Psychiatrie befasse sich andererseits auch mit den Risiken der Digitalisierung. „Ein intensiver Medienkonsum in Form von Online-Gaming kann abhängig machen“, so Prof. Roll.
Um dieses Spannungsfeld zu beleuchten, hatte die Vitos Akademie für die Fachtagung ausgewiesene Experten als Referenten gewonnen. So erläuterte Prof. Dr. Roland Rosenstock von der Universität Greifswald in seinem Vortrag, wie die Identitätsentwicklung von Heranwachsenden in der mediatisierten Gesellschaft verläuft.

Einen genauen Einblick in die Internet-, Computer- und Smartphone-Nutzung bei Jugendlichen lieferte Prof. Dr. Christoph Möller vom Zentrum für Kinder und Jugendliche in Hannover. Er ging dabei vor allem darauf ein, ab welchem Entwicklungsstand digitale Bildschirmmedien für das Lernen sinnvoll sind. Dr. Christoph Andreis und Nicole Wehrum, beide Ärzte der Vitos Klinik Rehberg in Herborn, zeigten auf, welche Chancen, aber auch Tücken die Nutzung digitaler Medien im therapeutischen Alltag einer Kinder- und Jugendpsychiatrie mit sich bringt.

Prof Dr.

Martin Lambert vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf legte in seinem Vortrag dar, welche Möglichkeiten es gibt, digitale Medien in die Therapie psychisch kranker Menschen einzubeziehen. Auch Vitos möchte digitale Anwendungen künftig verstärkt dazu nutzen, um für Patienten und Klienten einen niedrigschwelligen Zugang zu Hilfsangeboten zu schaffen und die Qualität der Behandlung zu verbessern. Das kann
etwa dadurch geschehen, das Patienten ergänzend zur regulären Behandlung digitale Module bearbeiten. Vitos führt dazu in verschiedenen Kliniken bereits Pilotprojekte durch, unter anderem bei Vitos Rheingau. Laura Kuhlmann, die die unternehmensweite Stabsstelle E-Health und digitale Teilhabe leitet, stellte dieses Pilotprojekt gemeinsam mit der Projektleiterin, der Psychologin Janika Giesen, vor. „Der Behandler kann für den Patienten verschiedene Online-Übungen freischalten. Das soll dazu beitragen, beim Patienten Wissen und Verständnis um die eigene Erkrankung zu erhöhen“, erläuterte Giesen. Den umfassenden Einblick in die Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Psychiatrie konnten die Teilnehmer in vier Workshops abrunden, die sich inhaltlich auf die
Fachvorträge bezogen.

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