Medizin & Technik

Langes Leid und Amputationen verhindern - „Unheilbare“ Wunden durch neues Therapeutikum heilbar

25.02.2013 -

Langes Leid und Amputationen verhindern - „Unheilbare“ Wunden durch neues Therapeutikum heilbar. Allein in Deutschland leben mindestens vier Millionen Menschen mit chronischen Wunden, die oft jahrelang nicht heilen.
 Die häufigsten Ursachen sind Diabetes, durch Venenleiden bedingte Geschwüre und Dekubitus.
Experten haben errechnet, dass diese chronischen Wunden die Krankenkassen in Deutschland jährlich 2–3 Mrd. € kosten, wobei das Leid der Betroffenen gar nicht zu beziffern ist.
Dies gilt vor allem für jene, denen am Ende ihres Leidensweges ein Fuß oder gar Bein amputiert werden muss: Das sind allein in Deutschland Jahr für Jahr immerhin über 40.000 Männer und Frauen.
Die Mehrzahl dieser Amputationen könnte heute verhindert werden, wenn die Grunderkrankung behandelt wird und Wunden rechtzeitig und optimal versorgt würden.
„Wir haben inzwischen Fälle dokumentiert, in denen eine Amputation unvermeidbar schien, die dann aber nach einer Behandlung mit dem neuen Wundtherapeutikum überflüssig wurde“, sagt Prof. Dr. Bernd Reith, Chefarzt der Klinik für Visceral-, Thorax- und Gefäßchirurgie im Klinikum Konstanz. Bei dem neuen Therapeutikum handelt es sich um eine weiche, achteckige Auflage, die auch von Patienten selbst einfach angewandt werden kann.
Eine der betroffenen Patienten ist eine 67-Jährige, die lange Jahre unter einem „offenen Bein“ litt.
 Die Wunde hatte etwa eine doppelte Handteller- Größe und war so tief, dass die Achillessehne frei lag. Es bestand die Gefahr, dass – im Falle einer neuen Infektion – der Unterschenkel amputiert werden musste.
 „Nach Behandlung der Wundursache und einer intensiven Wundreinigung, bei der radikal auch das bereits stark geschädigte Gewebe herausgeschnitten wurde, erfolgte zur Förderung der Heilung und weiteren Infekttherapie die Anwendung des neuen Präparates.
Sieben Wochen nach der ersten Behandlung mit diesem neuen Präparat war das große Geschwür komplett zugeheilt – und es ist auch heute noch geschlossen“, sagt Prof. Reith, der bereits rund ein Dutzend Patienten mit der neuen Wirkkombination aus Kollagen, ORC (oxidierte, regenerierte Cellulose) und Silber behandelt hat.
Er geht aufgrund der ersten Erfahrungen davon aus, dass etliche der bisher häufig als „nicht heilbar" eingestufte Wunden durch die neue Therapie in relativ kurzer Zeit heilen können. Denn das neue Therapeutikum zur Verbesserung des Wundmilieus und zur antibakteriellen Therapie sorge dafür, dass „Störungen“ im Wundmilieu beseitigt werden und die Wundheilung einsetzen könne.
Für Prof. Reith geht es nicht nur um die Reduzierung der immensen Kosten für die Behandlung chronischer Wunden, die pro Patient Jahr für Jahr leicht auf 10.000 € und mehr steigen können. „Es geht darum, den Betroffenen, die unter Schmerzen und aufgrund ihrer chronischen Wunden vielfach unter sozialer Isolation leiden, wieder zu mehr Lebensqualität zu verhelfen“, sagt er.
„Sehr gute Erfolge“ wurden in der Klinik für Visceral-, Thorax- und Gefäßchirurgie übrigens auch bei der Wundbehandlung von Patienten mit einem künstlichen Darmausgang registriert.
Die Wunden, die in der Regel immer bakteriell besiedelt sind, heilen oft nicht zu.
„In einigen Fällen konnten wir nach der Behandlung mit dem neuen Präparat auch in diesem sehr problematischen Wundmilieu absolut positive Entwicklungen feststellen“, so Prof. Reith.
Denn das neue Wundtherapeutikum sorgt aufgrund seiner einzigartigen Wirkstoffkombination für einen Schutz selbst vor resistenten Bakterienstämmen, wobei zugleich das Zellwachstum gefördert wird.

Kontakt:
 Prof. Dr. H. Bernd Reith
 Klinikum Konstanz
 Klinik für Visceral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
D-Konstanz
Tel.: 07531/801-1101
 Fax: 07531/801-1109
 info@klinikum-konstanz.de
www.klinikum-konstanz.de

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