MTcert - Zertifikat für Medizintechniker vom Fachverband Biomedizinische Technik (fbmt)

  • Dipl.-Ing. Vera Dammann, Schatzmeisterin des Fachverbandes Biomedizinische TechnikDipl.-Ing. Vera Dammann, Schatzmeisterin des Fachverbandes Biomedizinische Technik

MTcert - Zertifikat für Medizintechniker vom Fachverband Biomedizinische Technik (fbmt). In den vergangenen sechzig Jahren entwickelten sich Diagnostik, Therapie und Patientenüberwachung rasant zur so genannten High-Tech Medizin. Heute ist es kaum noch vorstellbar die komplexe Medizintechnik einer Gesundheitseinrichtung ohne kompetente Medizintechniker vor Ort zu betreiben. Medizintechniker sorgen für die Qualität, Verfügbarkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Geräte und Systeme. Während für die Instandhaltung zur Wahrung von Verfügbarkeit und Sicherheit in erster Linie technisches, aber auch medizinisches Fachwissen, Systemverständnis sowie handwerklich-technische Fähigkeiten und Fertigkeiten erforderlich sind, wird auf Führungsebene aber auch betriebswirtschaftliche und Managementkompetenz erwartet.

Unter dem gesetzlich nicht geschützten Begriff „Medizintechniker“ finden sich Ingenieure, staatlich geprüfte Techniker, Meister und Handwerker. Ingenieuren der Medizintechnik sowie staatlich geprüften Medizintechnikern werden in der Ausbildung neben den technischen Grundlagen auch medizinisches und medizintechnisches Basiswissen sowie Kenntnisse über rechtliche Grundlagen und Sicherheit vermittelt. Solche Spezialkenntnisse erwerben Medizintechniker anderer Provenienz allenfalls berufsbegleitend. Der Fachverband Biomedizinische Technik (fbmt) schätzt, dass mehr als 30 % des Personals, das in der Instandhaltung arbeitet, über keine formale Ausbildung in der Medizintechnik verfügt.

Zur Umsetzung sicherheitstechnischer Anforderungen, im Rahmen des Qualitätsmanagements und zum Wettbewerbsvorteil gegenüber der wachsenden Konkurrenz sind Arbeitgeber gut beraten, die Kompetenz ihrer jeweiligen Medizintechniker nachweisen zu können:

  • exzellentes theoretisches Wissen 
  • einschlägige praktische Erfahrungen
  • die Fähigkeit, diese Kenntnisse auch in Problemfällen anzuwenden und
  • die Pflege und Erweiterung der  Kenntnisse durch kontinuierliche fachliche Weiterbildung.

Was ist das Zertifikat MTcert?

Um diesen Kompetenznachweis zu erleichtern, bietet der fbmt die Personenzertifizierung MTcert – zertifizierter Medizintechniker – an. Das dem Zertifikat zugrunde liegende Qualifikationsprofil wird durch eine Fachkommission, bestehend aus Experten aus der Berufspraxis, ständig weiterentwickelt und neuen Anforderungen angepasst.

Voraussetzung für das Zertifikat und durch die Antragsunterlagen zu belegen sind zunächst eine technische Berufsausbildung und eine mehrjährige einschlägige Berufserfahrung. Es wird erwartet, dass das notwendige Medizin- und Medizintechnikwissen berufsbegleitend erworben wurde. In einer schriftlichen Prüfung werden zunächst die Kenntnisse technischer und medizinischer Grundlagen, in Medizintechnik, Gerätetechnik und Medizinprodukte-Recht und Sicherheit abgeprüft; das anschließende Fachgespräch lässt erkennen, ob der Kandidat das Grundlagenwissen anwenden kann, um Probleme in der Praxis zu erkennen, zu beschreiben und zu lösen. Nach bestandener schriftlicher und mündlicher Prüfung wird das Zertifikat „MTcert“ erteilt; es hat eine Gültigkeit von drei Jahren und kann nur erneuert werden, wenn für den genannten Zeitraum weiterhin eine einschlägige Tätigkeit sowie Medizintechnik-Weiterbildung nachgewiesen werden.

Warum Medizintechnik zertifizieren?

Für den Arbeitgeber – gleichgültig ob Krankenhausbetreiber oder externer Dienstleister – bietet MTcert als objektiver Nachweis der Personalqualifikation sowohl klare wirtschaftliche Vorteile

  • im Falle eines Schadens durch ein Medizinprodukt und folgendem Vorwurf des Organisationsverschuldens
  • Kostenreduktion bei kooperativen Instandhaltungsverträgen mit Medizingeräteherstellern
  • niedrigere Versicherungsprämien aufgrund der Risikominderung
  • generelle Vorteile bei der Zertifizierung des Unternehmens
  • und Wettbewerbsvorteile durch  Vertrauen der „Kunden“, sofern entsprechende Öffentlichkeitsarbeit erfolgt,

als auch Vorteile bei der Personalentwicklung in Form von

  • objektiven Beurteilungskriterien bei Einstellung und Beförderung sowie
  • motivierten, engagierten Mitarbeitern, die ihre Qualifikation durch qualitätsgesicherte, überwachte kontinuierliche Fort- und Weiterbildung erhalten und erweitern
  • im Gegenzug fördert das Zertifikat für die Betroffenen die Anerkennung im Beruf, bietet gute Argumente bei der Bewerbung auf höher dotierte Stellen und ermöglicht Auslandseinsätze.

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