TeleHealth 2008: Kongressmesse für telemedizinische Anwendungen und Technologien

TeleHealth 2008: Kongressmesse für telemedizinische Anwendungen und Technologien. Das Programm der internationalen Kongressmesse für telemedizinische Anwendungen und Technologien „TeleHealth“ vom 7. bis 8. März 2008 während der CeBIT in Hannover beinhaltet eine Fülle aktueller, praxisorientierter Beiträge – unterschiedliche Aspekte der Anwendung telemedizinischer Verfahren im Gesundheitswesen werden an diesem prominenten Ort bespiegelt. In zahlreichen Symposien und Workshops werden Experten über den derzeitigen Einsatz und die Akzeptanz telemedizinscher Versorgungsprozesse diskutieren.

Breites Spektrum: Innerhalb der Live-Demonstration „TeleMed in Germany“ werden telemedizinische Dienstleistungen, Prävention oder das moderne Therapiemanagement beleuchtet. EPA, Expertensysteme und die Übertragung unterschiedlicher Messparameter im Monitoring des Gesundheitsbewussten sowie Ambient Assisted Living oder die Frage der Finanzierung und Finanzierbarkeit telemedizinischer Leistungen sind andere Themenschwerpunkte. Im Bereich Telemonitoring werden in weiteren Veranstaltungen bereits erfolgreich tätige Provider aktuelle Betreuungsprogramme und Qualitätssicherung vorstellen. Wie weit sind diese Versorgungsprogramme derzeit schon im praktischen Alltag implementiert? Hier werden auch Fragen der Nutzung von Expertensystemen zur Qualitätssicherung sowie der Wirtschaftlichkeit und Kosteneffizienz diskutiert.

Interaktive Betreuung

Als ein Best Practice-Beispiel wird die „Mobile Visite“ für chronisch Herzkranke als erstes Projekt im Bereich der Anwendung von telematischen Gesundheitsdiensten aus dem T-City Gesamtprojekt der Deutschen Telekom und der Stadt Friedrichshafen vorgestellt. Am Klinikum Friedrichshafen startete deutschlandweit das erste Telemedizin-System zur interaktiven Betreuung chronisch herzkranker Patienten.

Mit der „Mobilen Visite“ ermöglicht die Deutsche Telekom gemeinsam mit dem Systemanbieter Philips niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern die medizinische Betreuung und Therapie von herzinsuffizient Erkrankten in deren eigenen vier Wänden. Um die Gesundheit etwa an Hand der Vitalwerte über Puls, Blutdruck und das aktuelle Körpergewicht der Patienten zuverlässig zu beobachten, reicht es, deren privates Fernsehgerät in die Telematik- Infrastruktur von Praxen und Klinken einzubinden.

Dann liefern Blutdruckmessgerät und Digitalwaage alle Daten, die dem medizinischen Personal helfen, Risikosituationen oder drohende Fehlverläufe in der Therapie rechtzeitig zu erkennen. Das als Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf notwendige unkomplizierte Handling wird realisiert durch ein individuell auf jeden Kranken abgestimmten Monitoring-Systems mit einer Set-Top-Box für den heimischen Fernseher und ein Breitbandanschluss auf Patientenseite.

Eigenverantwortung stärken

Waage und Blutdruckmessgerät übertragen die Daten kabellos über ein sicheres Netz zum Krankenhaus. Dort wertet ein Rechner die Zahlen automatisch aus. Geben die Daten Anlass zur Sorge oder Hinweise auf Abweichungen im Gesundheitsverlauf der Kranken, löst das System unmittelbarentsprechende Korrekturen und Anweisungen des medizinischen Personals aus.

Der Patient profitiert in mehrfacher Hinsicht: Zum einen wird seine Lebensqualität verbessert, da er in seiner gewohnten Umgebung nicht an den streng organisierten Tagesablauf einer Krankenstation gebunden ist. Dieser „Wohlfühlfaktor“ unterstützt erfahrungsgemäß den Heilungsprozess. Durch den Einsatz von Telemedizin lässt sich die Dauer der durchschnittlichen Krankenhausaufenthalte von Patienten um ein Viertel verkürzen.

Anderseits ist der Patient engmaschiger versorgt sobald er das Krankenhaus verlassen hat. Er wird im Umgang mit seiner Erkrankung geschult, bekommt so ein besseres Verständnis für die Krankheit – und übernimmt zugleich Verantwortung für die Einhaltung des Behandlungsplans. Diese wird zusätzlich noch vom Arzt überwacht. Für den Arzt liegt der Nutzen in einer besseren und rechtzeitigen sowie kontinuierlichen Information über den Gesundheitszustand seines Patienten.

Um das Patienten-Management zu unterstützen und, um ein therapiegerechtes Verhalten zu sichern, stellt das Klinikum Friedrichshafen den zehn teilnehmenden Patienten des Projekts auch Lehrfilme, Fragebögen, Verständnisüberprüfungen und persönliche Mitteilungen des medizinischen Personals bereit. Damit soll die bundesweit erste Nutzung eines Telemedizin-Systems ein eigenverantwortliches, therapiegerechtes Patientenverhalten fördern. In einem nächsten Schritt soll das Telemonitoring am Friedrichshafener Klinikum auch bei anderen Krankheitsbildern zum Einsatz kommen.

Wo und Wie

In der die TeleHealth begleitende Ausstellung präsentieren zahlreiche Anbieter aktuelle Produkte und Dienstleistungen im Bereich Telemedizin und Telematik.

Durch die vollständige Integration der TeleHealth 2008 in die CeBIT in Halle 8 ist die TeleHealth mit einer normalen Eintrittskarte der CeBIT zu besuchen. Registrierte Teilnehmer am Kongressprogramm können 6 CME-Fortbildungspunkte pro Tag erhalten (anerkannt und zertifiziert durch die Landesärztekammer Niedersachsen).

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