Hygiene

Demenzerkrankung: Pflege-Weiterentwicklungsgesetz verabschiedet

26.05.2011 -

Demenzerkrankung: Pflege-Weiterentwicklungsgesetz verabschiedet. Die Bevölkerung in der Bundes­republik Deutschland wird immer älter. Damit nehmen auch die Demenzerkrankungen zu. Experten schätzen, dass bis zum Jahr 2050 etwa 2,3 Mio. Menschen davon be­troffen sind. Da viele der Erkrank­ten nicht mehr zu Hause versorgt, sondern in Heimen betreut werden, sind besonders qualifizierte Pflege­kräfte, erfahrene Ärzte und andere in der Alterspsychiatrie ausgebil­dete Therapeuten dringend erfor­derlich.

Mit dem inzwischen verabschie­deten „Pflege­-Weiterentwicklungsge­setz“ hat die Bundesregierung auf diese Situation zu reagieren ver­sucht. In ihrer aktuellen Stellung­nahme zum Einsatz zusätzlicher Be­treuungskräfte für Demenzkranke begrüßt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) Bestre­bungen, um die Versorgung und Pflege von Menschen mit Demenz­erkrankungen zu verbessern: „Mit dem Pflege­-Weiterentwicklungsge­setz wird diese Not der Betroffenen in verschiedenen Maßnahmen der Pflegereform endlich wahrgenom­men und sollte daher als richtungs­weisende, aber bei weitem nicht ausreichende Maßnahme des Ge­setzgebers angesehen werden.“

Die Erkrankung ist nicht nur durch den zunehmenden Verlust des Gedächtnisses und des Wissens von bzw. um sich selbst geprägt, sondern auch von vielen schweren Störungen des Seelenlebens. Diese schweren psychischen Störungenerfahren nach Auffassung der DG­PPN zumeist nicht die erforderliche fachkompetente pflegerische und ärztliche Hilfe. Zudem würden die Betroffenen in unserer Gesellschaft oft stigmatisiert. Nach Auffassung der DGPPN fehlt es zuerst an gut ausgebildeten und menschlich qua­lifizierten Krankenschwestern und ­-pflegern, Ergotherapeuten, Musik­therapeuten, Reminiszenz­- oder Tanztherapeuten. Diese sind durch 10.000 bis 15.000 neue Betreuungs­assistenten in keiner Weise zu er­setzen.

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