Gesundheitsökonomie

NKG: Krankenhäuser müssen Behandlung einschränken

26.09.2019 -

Kliniken in Niedersachsen mussten in diesem Jahr mehrfach Betten in der Intensivversorgung sperren. Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) und Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann informierten in Hannover über Hintergründe und mögliche Lösungen.

Eines der Kernprobleme sind neue Pflegepersonalvorgaben, die seit 1. Januar gelten. Erste Auswertungen ergeben nun, dass diese in Niedersachsen zwar zu fast 92% erfüllt werden, allerdings nur unter Einschränkung der Versorgung: So mussten 34% der niedersächsischen Krankenhäuser Betten auf Intensivstationen sperren. Dies ergab eine Umfrage der NKG im ersten Quartal des laufenden Jahres, an der 98 Krankenhäuser teilgenommen haben.

„Gesperrte Betten dürfen nicht zur Regel werden“, betont NKG-Verbandsdirektor Helge Engelke zum Auftakt der Sommergespräche der niedersächsischen Krankenhäuser.

„Die Krankenhäuser würden gern mehr Personal einsetzen. Dieses ist jedoch auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu bekommen. Immer mehr Stellen im Pflegedienst bleiben unbesetzt“, so Dr. Hans-Heinrich Aldag, NKG-Vorsitzender. Das Problem werde auch nicht durch die Zusagen der Politik gelöst, zusätzliches Personal auch zusätzlich zu finanzieren.

Aktuell zeigt sich, dass in Niedersachsen durchschnittlich pro Krankenhaus vier Stellen auf Intensivstationen und neun Stellen auf allgemeinen Stationen im Pflegedienst unbesetzt sind. Die Sommergespräche werden in den nächsten Wochen von den Krankenhäusern vor Ort fortgeführt.

Kontakt

Niedersächsische Krankenhausgesellschaft - NKG

Thielenplatz 3
30159 Hannover

+49 511 30763 0
+49 511 30763 11

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