Erste deutsche Klinik entscheidet sich für alternatives OP Lüftungssystem aus Schweden

Die Oberlinklinik in Potsdam setzt in Zukunft auf das schwedische Opragon 8 System als Alternative zu herkömmlichen OP Lüftungss

  • Opragon 8 Lüftungsystem in einem OperationsaalOpragon 8 Lüftungsystem in einem Operationsaal

Wie die Pressestelle der Oberlinklinik in Potsdam bestätigt, hat sich das Klinikum für den Einbau des Opragon 8 Lüftungssystems in vier ihrer OP-Säle entschieden.

Damit ist die Oberlinklinik in Potsdam nach planmäßigem Einbau des Systems bis Ende 2017 die erste deutsche Klinik mit einem alternativen Opragon Lüftungssystem. Im Vergleich dazu sind europaweit in medizinischen Einrichtungen bereits mehr als 125 solcher Opragon Lüftungssysteme im Einsatz.
Prof. Dr. Petra Gastmeier, Krankenhaushygienikerin der Oberlinklinik und Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin an der Charité - Universitätsmedizin Berlin, sieht mit dem Opragon Lüftungssystem die Chance, in Zukunft neue Arbeits- und Hygiene-Standards zu setzen. „In der Vergangenheit sind wir davon ausgegangen, dass wir durch den Einbau von Laminar-Airflow-Anlagen das Infektionsrisiko im OP reduzieren können. Inzwischen wissen wir, dass diese Anlagen nicht den erwünschten Effekt bringen. Das neue System, das in der Oberlinklinik eingebaut wird, ist eine gute neue Alternative zur Verbesserung der Patientensicherheit“, erklärt Prof. Dr. Gastmeier.

Dass es sich bei der Opragon Systemreihe um eine zukunftsweisende Alternative zu herkömmlichen OP Lüftungssystemen handelt, zeigen auch bisherige Untersuchungen. So wurde bereits vor einigen Jahren ein Opragon 8 System im Lehr- und Forschungs-OP der Ostbayerischen-Technischen-Hochschule Amberg-Weiden installiert und seitdem ausführlich untersucht. „Wir haben in den letzten Jahren mit der Installation des Opragon Systems in unserem Lehr- und Forschungs-OP zahlreiche Erfahrungen gesammelt und Untersuchungen auch im Vergleich mit anderen Lüftungssystemen durchgeführt. Das Opragon System reduziert effektiv und wirkungsvoll die luftgetragene mikrobiologischen Belastung. Es erfüllt nach unseren Untersuchungen zur "Luftreinheit" die Anforderungen der DIN 1946-4 2008, des SIS-TS 39-2012 und der ISO Klasse 5 bzw. mindestens GMP-Klasse B. Dementsprechend handelt es sich beim Opragon System um eine echte Alternative zu konventionellen Lüftungssystemen für Operationsräume“, wie Prof. Dr. Clemens Bulitta, Leiter des Instituts für Medizintechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden, bestätigt.

Dr.  Axel Reinhardt, Ärztlicher Direktor der Oberlinklinik, der selbst mehr als 20 Stunden pro Woche als Operateur am OP-Tisch steht und u.a.

Eingriffe an Wirbelsäulen und Hüften vornimmt, sieht in dem schwedischen OP Lüftungssystem große Chancen. „Wenn das neue Lüftungssystem hält, was es verspricht, nämlich ein angenehmeres Arbeiten durch weniger Luftstrom und Luftverwirbelungen zu ermöglichen, dann erhöhen wir dadurch die Patientensicherheit und die Mitarbeiterzufriedenheit im Operationssaal erheblich“, erklärt Dr. Reinhardt.
Peter Höjerback, Geschäftsführer von Avidicare, sieht in der Opragon Lüftungssystemreihe klare Vorteile gegenüber herkömmlichen OP Lüftungssystemen. „Mit mehr als 1100 Messungen der Bakterienanzahl während laufender Operationen, können wir bestätigen, dass unsere Kunden mit dem Opragon Lüftungssystem eine absolut reine Luft im ganzen Operationssaal bekommen. Auch Mitarbeiter, die bereits in Operationssälen mit dem neuen Opragon System gearbeitet haben, berichten uns, dass Sie die ruhige und angenehme Umgebung zu schätzen wissen. Gleichzeitig freuen sich neben den Mitarbeitern auch die Finanzdirektionen der Krankenhäuser über niedrigere Betriebskosten, die dem geringeren Energiebedarf der Opragon Systeme geschuldet sind. Die Systeme bieten sich daher für jedes nachhaltig denkende Krankenhaus an“, so Peter Höjerback. Besonders erfreut ist der Geschäftsführer von Avidicare über die Tatsache, dass das Unternehmen nun in der Lage ist, die Vorteile in Form des Opragon Systems auch auf dem deutschen Gesundheitsmarkt anbieten zu können. „Unser Ziel ist es“, erklärt Peter Höjerback, „die führenden Krankenhäuser und Kliniken in Deutschland zu unterstützen und langfristig ein vertrauenswürdiger Partner in Fragen der Luftreinheit für Operationssäle zu werden.“

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