IT & Kommunikation

eGKready-Konferenz: Gesundheitskarte und eHealth

01.06.2012 -

eGKready-Konferenz: Gesundheitskarte und eHealth. Was die Einführung von Gesundheitskarte (eGK) und Heilberufsausweis (HBA) für ein Krankenhaus bedeutet und wie man sich am besten vorbereitet – dies wurde auf der jüngsten „eGKready?- Konferenz“ erörtert. Unter der Federführung von Siemens diskutierten rund 50 Experten aus dem Gesundheitswesen sowie Führungskräfte aus der Verwaltung und IT deutscher Krankenhäuser über die Fakten zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und des elektronischen Heilberufsausweises im Krankenhaus.

Dabei waren sich die Teilnehmer über die Notwendigkeit von IT bei der Modernisierung des Gesundheitswesens einig. „Nur durch effizientere Abläufe können die Qualität der Versorgung gesteigert und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden“, so Dr. Stefan Resch und Ulf Hönick von Siemens Medical Solutions; „die Einführung der eGK, vor allem aber des HBA werden einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Prozessabläufe und die Infrastruktur im Krankenhaus haben.“ Auch Prof. Dr. Otto Rienhoff, Arzt und Medizininformatiker der Universität Göttingen, betonte: „Aus Kostengründen werden wichtige Prozessoptimierungen im Krankenhaus nicht angegangen, der Medienwechsel wird in seiner Konsequenz unterschätzt. Es ist eine umfassende IT-Strategie nötig, die alle relevanten Aspekte und Versorgungsziele eines Hauses berücksichtigt“

Allerdings zeigten rege Diskussionen unter den Teilnehmern, dass noch einige Schritte auf dem Weg zur durchgängigen Telematikinfrastruktur in Deutschland zu machen sind: Insbesondere Krankenhäuser und Kliniken würden durch die Einführung von eGK und HBA vor eine große Herausforderung gestellt, so der Tenor. Während nämlich die Leistungserbringer im ambulanten Bereich schon recht weit in den Vorbereitungen sind, herrsche im stationären Sektor noch große Unsicherheit über die nun anstehenden Schritte, um einen optimalen und sicheren Anschluss an die Telematikinfrastruktur zu gewährleisten. „Ob ambulant, stationär oder transsektoral, neue Versorgungsformen bedeuten große Herausforderungen für das deutsche Gesundheitssystem und für jedes Krankenhaus“, so Prof. Dr. Dr. Alexander P. F. Ehlers, Arzt und Fachanwalt für Medizinrecht – „wer hier nicht frühzeitig plant, wird vom Wettbewerb überholt“.

Umso intensiver erwies sich vor diesem Hintergrund der Austausch mit technologischen Vorreitern – etwa dem Klinikum Ingolstadt, einem der Teilnehmer der entsprechenden bayerischen Testregion. Axel Maier, stellvertretender Leiter der IT-Abteilung, betonte nicht ohne Stolz, bereits alle Vorkehrungen für die Einführung von eGK und HBA getroffen zu haben. Allerdings fehle es hier noch an Test-Equipment. Genau dies stellte Prof. Dr. Peter Haas von der Fachhochschule Dortmund vor – genauer gesagt die geplanten, sektorenübergreifenden Anwendungen sowie die wesentlichen technischen Elemente der Gesundheitstelematikplattform. Das Feedback der Teilnehmer ob der präsentierten Inhalte war am Ende positiv. Die Gesundheitskarte werde kommen, so der Tenor: Eine rechtzeitige Vorbereitung sei daher zweifelsohne der beste Weg, die kommenden Herausforderungen zu meistern und die Chancen zu nutzen.

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