IT & Kommunikation

Gesundheitskongress des Westens in Essen

01.06.2012 -

Gesundheitskongress des Westens in Essen. 200.000 neue Arbeitsplätze im Gesundheitswesen an Rhein und Ruhr – und das bis zum Jahr 2015: Dieses Wachstumspotential bescheinigte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers der Branche auf dem 1. Gesundheitskongress des Westens in seinem Eröffnungsvortrag. Dabei nannte er als einen der zukunftsträchtigsten Bereiche die Telemedizin.

In der Philharmonie in Essen feierte der 1. Gesundheitskongress des Westens Premiere und schickt sich an, Leitveranstaltung für die Gesundheitswirtschaft in Nordrhein- Westfalen zu werden. T-Systems sponserte die hochkarätig besetzte Veranstaltung, die unter dem Motto „Gesundheitswesen zwischen Regionalisierung und Globalisierung“ das Who is Who aus Wissenschaft, Politik und Industrie zusammenführte. Der Ballungsraum Nordrhein- Westfalen (NRW) zeigt sich in punkto E-Health als eine Region mit Vorreiterfunktion. „Mit seinem „Masterplan Gesundheit“ 2004 hat das Land NRW frühzeitig erkannt, dass Gesundheit nicht nur Kostenfaktor, sondern eine Wachstumsbranche par excellence ist“, erklärte Kongresspräsident Ulf Fink. Das Bundesland hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Gesundheitsstandort entwickelt und bietet gute Voraussetzungen für den Aufbau einer systematischen Infrastruktur. Das demonstrieren auch die beiden Testregionen für die elektronische Gesundheitskarte Bochum und Essen.

IT und Telematik spielen die erste Geige

Die versammelte Prominenz – unter ihnen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der Wirtschaftsweise Bert Rürup, Staatssekretär Klaus-Theo Schröder im Bundesgesundheitsministerium sowie Spitzenmanager verschiedener Kassen und Kliniken – diskutierten über Innovationen im Gesundheitswesen, neue grenzüberschreitende Projekte zur Patientenversorgung und den Stellenwert von IT und Telematik. In den zahlreichen Foren bescheinigten die Gesprächsteilnehmer modernen IT- und Kommunikationstechnologien eine entsprechend große Bedeutung.

Andreas Dahm- Griess, Leiter des Business Center Healthcare bei T-Systems gab die Antwort auf die Forderung nach Prozessoptimierung, fach- und sektorenübergreifender Patientenversorgung: „Wir müssen alle Leistungserbringer miteinander vernetzen und mit einer Telematik- Infrastruktur die Basis für eine bessere Patientenversorgung legen.“ Wie sich durch den Einsatz moderner ICT-Lösungen Wirtschaftlichkeit und Qualität der medizinischen Behandlung gleichsam verbessern lassen, zeigte T-Systems in Essen anhand verschiedener Praxisszenarien. Beispielsweise unterstützt die Geschäftskundentochter der Deutschen Telekom in Hessen das Vernetzungsprojekt CIMECS. Dort tauschen künftig Klinikärzte und die niedergelassenen Kollegen OP-Berichte oder Röntgenbilder online aus. Solche Projekte zeigen, dass der sichere elektronische Datenaustausch fach- und sektorenübergreifend funktioniert. Mehr Wettbewerb und flexiblere Strukturen im Gesundheitswesen forderte Prof. Bert Rürup. „Dieser Herausforderung müssen sich alle Akteure stellen, um die Qualität der medizinischen Versorgung zu heben.“ Da war auch der Blick nach Fernost erlaubt.

Denn das Partnerland des diesjährigen Kongresses Japan gilt als Beispiel einer gut funktionierenden Gesundheitsbranche. Nicht zuletzt weil der Kongress stärker als die anderen Tagungen auch ins Ausland blickte, bescheinigten mehr als 650 Klinikmanager, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie über 100 Referenten dem Westableger des Gesundheitskongresses einen großen Erfolg. Die Erfahrungen der Nachbarn wolle man in Essen in die bundesdeutsche Debatte einführen.

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