Gesundheitstechnologie: Testgebiet Kopenhagen

Wie und welche Technologien können eingesetzt werden, um künftig die optimale Versorgung kranker Menschen sicherzustellen und alten Mitbürgern zu ermöglichen, so lange wie möglich selbstständig in der eigenen Wohnung zu leben?

In Dänemark hat sich Kopenhagen dafür entschieden, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Akteure im Gesundheitswesen an einen Tisch zu holen, um die bestmöglichen Lösungen im Bereich der Gesundheitstechnologien zu finden. Das vor wenigen Monaten gegründete Copenhagen Healthtech Cluster soll dabei nicht nur Bindeglied für die verschiedenen Gruppen in der dänischen Hauptstadt sein. Gesucht werden auch Unternehmen aus dem Ausland, die an einer Zusammenarbeit, sowie Mitarbeiter aus der Branche die an einer Karriere im Königreich interessiert sind.

Das Ziel ist es, Kopenhagen als eine Art „Testgebiet“ für Gesundheitstechnologien zu etablieren, in dem modernste Technologien und Lösungen zum Einsatz kommen, um den künftigen Herausforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft zu begegnen. Dänemark steht wie viele andere Länder vor der Herausforderung, dass die Zahl der Menschen die älter als 65 Jahre sind, stetig steigt – um 13 % bis zum Jahr 2020. Gleichzeitig rechnet man damit, dass die Gesundheitskosten bis zu diesem Zeitpunkt im Vergleich zu 2012 um 15 % wachsen werden.

„Um die medizinische Versorgung auch in Zukunft optimal gewährleisten zu können, sind wir auf den Einsatz von Technologien bei der Prävention, Diagnostik, Therapie aber auch im Bereich der Altenpflege und anderer gesundheitsrelevanter Felder, etwa beim Einsatz sog. assistiver Technologien, angewiesen“, sagt Thomas Hammer-Jakobsen, Leiter des Copenhagen Healthtech Clusters. Nikolaj Lubanski von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Copenhagen Capacity ergänzt: „Dänemark ist bekannt dafür, bei der Implementierung von neuen technischen Lösungen zu den „First Movern“ zu gehören. Dazu kommt, dass Dänen traditionell neuen technologischen Entwicklungen aufgeschlossen gegenüberstehen. Das macht das Land für Unternehmen die Technologien entwickeln, aber auch für Fachkräfte, die sich eine Karriere im Ausland vorstellen können, interessant.“

Dänische Unternehmen haben sich vor allem im Bereich der Rehabilitation und bei der Entwicklung von Telehealth-Lösungen einen Namen gemacht.

Weitere Stärken sind der Einsatz von Gesundheitstechnologien bei Diabetes-Erkrankungen, bei Demenzerkrankungen oder digital unterstütztem Aufbautraining etwa nach Verletzungen. „Hier sowie in verwandten Bereichen gibt es für Unternehmen und Mitarbeiter spannende Entwicklungs-möglichkeiten. Dänemark bietet außerdem eine hohe Lebensqualität und eine sehr gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, wirbt Lubanski für den Standort.

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