Highspeed-PTP-Funklösung verbindet Krankenhäuser

Mittele einer Highspeed-PTP-Funklösung und einem Virtuellen Privaten Netzwerk (VPN) hat das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler seine Standorte in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Adenau und Burgbrohl ans Internet angeschlossen und miteinander verbunden.

Zusätzlich wurde eine schnelle IP-Verbindung mit dem Gemeinschaftskrankenhaus in Bonn benötigt, um Daten zu kardiologischen und radiologischen Untersuchungen in Echtzeit zu übertragen.

Für eine separate Internet-Anbindung jedes Standortes hätte das Marienhaus Klinikum verschiedene Verträge abschließen und ein kostenintensives externes VPN für die Zusammenschaltung der Häuser aufsetzen müssen. Diese Lösung hätte auch den Schutz kritischer Daten erschwert.

Der Technologiepartner disquom empfahl daher, eines der Krankenhäuser direkt mit dem Internet zu verbinden und diesen Standort als zentralen Knotenpunkt für den gemeinsamen Internetzugang zu nutzen. Die anderen Häuser würden über eine drahtlose Highspeed-Punkt-zu-Punkt(PTP)-Funklösung an diese Zentrale angebunden werden. Damit würde neben dem Internetzugang aller Standorte die Basis für ein sicheres Virtuelles Privates Netzwerk geschaffen.

Die Herausforderung an die Lösung bestand vor allem darin, ein Breitband-Funknetz aufzubauen, das die drei Standorte St. Josef in Adenau, St. Josef in Burgbrohl und Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler innerhalb eines privaten Netzwerks miteinander verbindet und mit einem Internetzugang versorgt. Ferner sollte dieses Netzwerk mit dem Gemeinschaftskrankenhaus St. Elisabeth, St. Petrus und St. Johannes in Bonn verbunden werden.

Die Lösung: Drahtloses PTP-Breitband-Funknetz

Bei der Einführung einer leistungsfähigen und sicheren Breitband-Lösung entschied sich das Klinikum für eine PTP-Funklösung von Motorola Solutions. Sie ermöglicht allen angeschlossenen Krankenhäusern den Zugriff auf hochauflösende Videos, Bilder und Daten und stellt ihnen damit eine skalierbare und sichere Hochgeschwindigkeits-Internet-Plattform für lebenswichtige Online-Anwendungen zur Verfügung. Das von dem Motorola-Partner disquom entwickelte und implementierte Netzwerk bietet neben dem Internetzugang auch E-Mail-Dienste und Voice-over-IP(VoIP)-Telefonie sowie die Möglichkeit zur Videoüberwachung.

Die drei Standorte St.

Josef in Adenau, Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler (hier befindet sich der Internet-Knotenpunkt) und St. Josef in Burgbrohl wurden durch die Motorola PTP 600-Serie von Ethernet Bridges miteinander verbunden. Diese Breitband-Funklösung sorgt für Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s.

Ferner wurden das Gemeinschaftskrankenhaus St. Elisabeth, St. Petrus und St. Johannes in Bonn und das Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler über die Hochleistungslösung PTP 800 an das Highspeed-Internet angeschlossen. Die damit erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s erfüllen die Übertragungsanforderungen bei besonders hohem Datenaufkommen.

Die Motorola PTP 600- und PTP 800-Breitbandsysteme arbeiten sowohl in lizenzierten als auch lizenzfreien Frequenzbandbereichen. Die hochskalierbaren Lösungen wurden speziell dafür konzipiert, um selbst bei schlechten Wetterbedingungen zuverlässig Daten zu übertragen und extremen Temperaturen standzuhalten. Zudem sind sie durch entsprechende integrierte Funktionen sowohl bei Sichtverbindung (LOS, Line-of-Sight) als auch bei eingeschränkter Sichtverbindung (nLOS, Near Line-of-Sight) arbeitsfähig und sorgen sogar in störanfälligen Umgebungen für eine leistungsfähige und sichere Kommunikation.

Die Vorteile: skalierbares Netzwerk

Die kosteneffiziente, sehr leistungsfähige Breitband-Funklösung arbeitet mit einer extrem geringen Störanfälligkeit, sodass Verzögerungen bei der Übermittlung und beim Empfangen großer Datenmengen ausgeschlossen werden. Dies ist besonders wichtig, wenn z.B. schwierige Operationen per Video übertragen werden.

Weiterhin sind PTP-Systeme selbstsichernd konzipiert und verfügen über mehrstufige Sicherheitsfunktionen und Compliance-Zertifizierungen, um den Austausch sensibler Daten zu schützen. Sie erfüllen u. a. den internationalen Sicherheitsstandard FIPS-197 und den erweiterten 128/256-Bit-Verschlüsselungsstandard (AES, Advanced Encryption Standard). Ferner ist jede Information, die zwischen den Krankenhäusern übermittelt wird, physisch vom ISP-Netzwerk separiert, sodass der Schutz vertraulicher Daten umfassend gegeben ist.

Das Netzwerk bietet die passende Bandbreite für die aktuellen Anforderungen des Marienhaus Klinikums an die Datenübertragung, kann aber jederzeit einem Upgrade unterzogen werden und damit die doppelte oder sogar dreifache Kapazität ermöglichen. Dem künftigen Bedarf kann also jederzeit Rechnung getragen werden. Die Lösung hat sich bereits als so erfolgreich bewährt, dass bald ein weiteres Haus angeschlossen werden soll.

 

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