40 Jahre Spezialist für mobile Röntgensysteme

  • Klaus Hörndler,Geschäftsführer und Vice President Global R&D der Ziehm Imaging (Foto: Ziehm).Klaus Hörndler,Geschäftsführer und Vice President Global R&D der Ziehm Imaging (Foto: Ziehm).

Ziehm Imaging spezialisiert sich seit 40 Jahren auf mobile C-Bögen und nimmt im Bereich volldigitaler mobiler Röntgensysteme weltweit eine führende Rolle ein. Klaus Hörndler berichtet über wichtige Entwicklungen im Laufe der Firmengeschichte.

M&K: Herr Hörndler, bitte geben Sie unseren Lesern einen kurzen Einblick in die Firmengeschichte. Welche besonderen Faktoren kennzeichnen die 40-jährige Unternehmensgeschichte, wo liegen die Kernkompetenzen, welche Alleinstellungsmerkmale kennzeichnen Ziehm Imaging.

Klaus Hörndler: Seit 1972 bietet Ziehm Imaging hochqualitative röntgenbasierte Bildgebungslösungen - mobile C-Bögen - an. Diesen Fokus setzen wir durch hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung seitdem konsequent um. Unser Produktportfolio deckt die komplette Bandbreite der klinischen Anwendungen ab: vom zerlegbaren Modell für die Notfall-Medizin bis hin zum wassergekühlten High-End-Gerät für den Hybrid-OP.

Welche Besonderheiten sichern aus Ihrer Sicht den Erfolg des Unternehmens?

Klaus Hörndler: Wir konzentrieren uns ausschließlich auf mobile Röntgentechnologien für den intraoperativen Einsatz und bringen 15 % des jährlichen Umsatzes wieder in die Entwicklung neuer Geräte ein. Das spiegelt sich in unserem Portfolio wider: 80 % der Produkte sind jünger als drei Jahre.

Zudem fließen durch die enge Zusammenarbeit mit Universitäten, Forschungsinstituten und Krankenhäusern klinische Erfahrung und praxisorientiertes Wissen ein, das eine ständige Optimierung der intraoperativen Bildgebung und die Umsetzung spezieller Kundenbedürfnisse erlaubt.

Ziehm Imaging ist ein weltweit tätiges Unternehmen. Welche Märkte waren bisher besonders wichtig, wird sich dieses zukünftig ändern?

Klaus Hörndler: Generell nimmt die Bedeutung der Bildgebung im OP durch die steigende Zahl der minimal-invasiven Eingriffe weltweit stark zu. Die mobilen Flat-Panel-C-Bögen zeichnen sich im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren (CT, MRI) durch deutlich geringere Anschaffungskosten und eine schnellere Amortisation der Investition aus.

In unserem Heimatmarkt Deutschland lassen wir mit 65 % Marktanteil unseren Wettbewerb bereits deutlich hinter uns.

Auch das Exportgeschäft hat sich in den letzten Jahren sehr erfreulich entwickelt; unsere Exportrate liegt inzwischen deutlich über dem deutschen Durchschnitt. In Märkten wie Osteuropa und Asien - hier ist insbesondere China hervorzuheben - erleben wir aktuell eine stark steigende Nachfrage. Auch in Brasilien konnten wir das Potential in jüngster Zeit voll ausschöpfen und weiter expandieren. Die USA sind für uns ein etablierter und wichtiger Markt, in dem wir weiter auf Expansionskurs sind. Entsprechend konnten wir in diesen Märkten zuletzt überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen und sehen weiteres Potential, das Geschäft dort auszubauen.

Im Laufe seiner Unternehmensgeschichte hat es Ziehm Imaging geschafft, eine Reihe von innovativen Ideen in neue Produkte zu verwandeln. Welches war technisch gesehen das innovativste Produkt, welches den Markt nachhaltig verändert hat?

Klaus Hörndler: Wir haben das Zukunftspotential der digitalen intraoperativen Bildgebung früh erkannt und bereits 2006 den ersten mobilen volldigitalen C-Bogen mit Flat-Panel-Detektor auf den Markt gebracht. Insbesondere mit der neuesten Variante des Ziehm Vision RFD, der Hybrid Edition, bleiben auch bei anspruchsvollen und zeitintensiven Eingriffen in puncto Bildgebung keine Wünsche offen. Eine Dynamik von 16.000 Graustufen, kombiniert mit einer Generatorleistung von 20 kW, liefert selbst für hochkomplexe Eingriffe die optimale Bildqualität.

Flexibel, kostengünstig, mit geringerer Strahlendosis und hochqualitativer, verzerrungsfreier Bildgebung: So hat sich der mobile C-Bogen mit Flat-Panel-Technologie in Zeiten von Ausgabenkürzungen im Gesundheitssektor und knappen Klinik-Budgets zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für festinstallierte Systeme entwickelt. Folgerichtig verzeichnen wir einen klaren Trend zu High-End-Geräten.

Welches Produkt ist bzw. war aus unternehmerischer Sicht das Erfolgreichste/Verkaufsstärkste?

Klaus Hörndler: Unsere erfolgreichste Produktfamilie heißt „Ziehm Vision". Die Geräte vereinen unter anderem 1-k-Bild-Auflösung mit Wasserkühlung, automatischer Objekterkennung und Dosiseinsparungen. Die „Ziehm Vision"-Familie umfasst unter anderem volldigitale mobile C-Bögen mit einem Flat-Panel-Detektor, die verzerrungsfreie, kontrastreiche und hochdynamische Bilder mit viermal mehr Graustufen als analoge Bildwandler erstellen. Diese Geräte sind derzeit unser stärkster Erfolgstreiber.

Zur Person

Der Diplomingenieur Klaus Hörndler startete seine Karriere bei Ziehm Imaging 1994 in der Entwicklung, die er seit 2006 als Vice President of Global R & D leitet. Im folgenden Jahr trat er zudem in die Geschäftsführung ein. Heute verantwortet er unter anderem die globale Produktplanung, die Marktentwicklung sowie die weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

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Ziehm Imaging GmbH
Donaustr. 31
90451 Nürnberg
Telefon: +49 911 2172 0
Telefax: +49 911 2172 390

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